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Das 3. Kapitel.
Von Giottino, Lippo, Maſaccio. L. B. Alberti. P. DellaFranceſca. Giov. da Fieſole. Phil. Lippi.14. Thomas Giottino.
Tbomas Giottino bekam dieſen Zunamen als ein fleiſſiger Nachahmer des Giotto vonfano 5 er auch abſtammte; ſonſt war er ein Sohn des Nummer VI. erwehnten Ste-ſchi lie Lapo und 1324. gebohren. Man hat wenig mehr von ihm. Seine größte Ge-wücklichkeit beſtund in den Haaren, und Gewaͤndern. Er arbeitete mehr aus Ehrgeitz,ewinnſucht: war aber zu fleiſſig und ſtarb daher im 32. Jahr an der Schwind-Nicod Man ruͤhmt von ihm einen todten Chriſtus nebſt der weinenden Maria und den8 N desgleichen ein wiewohl unanſtaͤndiges Bild von einem Herzoge, den erchimpf, mit Geyern und Raubvöͤgeln umgeben malte.
15. Lippo.
rien 555 1354. in Florenz gebohren, war beſonders ein guter Coloriſte„und Hiſto-
8 kaler. Seines zaͤnkiſchen Gemuͤths halben gerieth er oft in Handel, und wurde platte.des 005 ſolchen Gelegenheit erſtochen. Vaſari und andre geben ihn fuͤr einen Schuͤlergebohrergen Meiſters Giottino aus, welches aber nicht ſeyn kann, wenn Lippo 1 354.gerüh 5 und jener 1356. geſtorben iſt. Lipo brachte es erſt im Alter zu der an ihmJahr r en Geſchicklichkeit, wie er denn ſeine beſten und meiſten Bilder erſt um dasdie um 3 verfertigt haben ſoll. Hier koͤnnten verſchiedene Maler eingeruͤckt werden,ihrer 2 5 Zeit gelebet, weil ſie aber nicht ſonderlich beruͤhmt geworden auch von
dell kbeit wenig uͤbrig geblieben, ſo wollen wir nur blos eines Meiſters Namens Malerd gedenken, der zwar ſonſt kein groſſer Zeichner war, aber doch zuerſt den Aus⸗Dello.
er Muskeln bey ſeinen Figuren angewendet hat.
16. Maſlac cio..
tern manu Maſſaccio zu Caſtello St. Giovanni di Valdareo gebuͤrtig, war ſehr ſchüch-Wa 75 leuteſcheu, weil er beſtaͤndig malte, hielte ſich ſehr nachlaͤſſig in Kleidern, und0 aumſeelig, daß er ſeine Schulden nicht anders als in der höͤchſten Noth eintrieb.Herz am daher den Zunamen Maſaccio; ſonſt zeigte er ein dienſtfertiges und gutes5 0 r ward durch anhaltenden Fleiß und Genie der geſchickteſte Kuͤnſtler ſeiner905 ein guter Zeichner hauptſaͤchlich in Verkuͤrzungen; er wuſte ſeinen Gemaͤl-er zeichn eſondre Annehmlichkeit zu geben. Seine Figuren haben eine gute Stellung;henden Fuſ ie nicht wie andre bisher gewohnt geweſen, mit gleich neben einander ſte-Stellun uſſen, ſondern gab ihnen um die Einf oͤrmigkeit zu vermeiden, eine verſchiednewander 9. Er brachte auch zuerſt ſitzende Figuren in ſeine Gemaͤlde Seine Ge-ſin flach ohne viel Bruͤche, und kommen der Natur dadurch ſehr nahe. Diepirte end er haben ihn geſchaͤtzt. Michel Angelo ſtudirte nach ihm, und Raphael co-Vermu ſeiner Gemaͤlde. Er ſtarb 1443. im ſechs und zwanzigſten Jahre nicht ohnehung beygebrachten Giftes. Man machte ihm zu Ehre folgende Verſe.
Invida cur Lacheſis primo ſub flore juventaePollice diſcindis ſtamina funereo?Oc uno occiſo innumeros occidis A pelles,icturae omnis obit hoc obeunte lepos.oc ſole extincto, extinguuntur ſidera cundtaeu decus omne perit, hoc pereunte ſimul.
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