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Siebender Band.
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76 Kap. 3. Von Siottino, Lippo, Maſaccio, C. B. Alberti.Der beruͤhmte Dichter Annibal Caro verfertigte auch eine Grabſchrift auf ihn:

pinſi e la mia pittura al ver fu pari,L'atteggiai, avvivai, le diedi il moto,Le diedi affetto: Inſegni il BuonarottoA tutti gli altri, et da me ſolo impari.

Seine vornehmſten Werke hat dieſer Kuͤnſtler in Florenz verfertigt. Dahin gehoͤrenin der Capelle Brancatti verſchiedne Geſchichte des Apoſtels Petrus, unter denenvorzuͤglich gelobet wird, wie Petrus dem Fiſche einen Zinnsgroſchen aus dem Maulnimmt, und den Zoll damit entrichtet, wobey die Geldbegierde des Zoͤllners ſehr gluͤcklichausgedruckt iſt. Auf einem andern ſieht man den Petrus mit einer andern nackenden Per-ſon laufen, die fuͤr Kaͤlte zu frieren ſcheint. Dieſer Kuͤnſtler wuͤrde es gewiß noch vielweiter, zumal in der Perſpectiv, gebracht haben, wenn ihn der Tod nicht ſo fruͤhzeitigaus der Welt genommen haͤtte.

17. Alberti.

Leo Baptiſta Alberti, war ein beruͤhmter Baumeiſter aus Florenz gebuͤrtig. A. 1481.gab er zehn Bucher von der Baukunſt in lateiniſcher Sprache heraus. Er ſchrieb auch dreyBuͤcher von der Malerey, die viel gutes enthalten. Weil er aber von Adel war, ſo haer es bey dem Buͤcherſchreiben bewenden laſſen, und ſich nicht ſehr auf die Malereyſelbſt gelegt, wohl aber viel Zeichnungen nach ſeinem Tode hinterlaſſen. Er ſtund bey

abſt Nicolaus dem V. in groſſem Anſehen/ und gab in Rom viele Gebaͤude an, die we-gen ihres richtigen Geſchmacks als Muſter angeſehen zu werden verdienten. Er verfertigte auch viele Riſſe zu Pallaͤſten und Kirchen in Florenz und Mantua. Ein Ver-zeichniß ſeiner theils gedruckten und ungedruckten Schriften trift man in des da VinciTractat von der Malerey an. Er ſtarb in ſeiner Geburtsſtadt Florenz nach dem Jaht1472. Sein Bildniß iſt auf der Platte K befindlich, wo er in der vorigen Ausgabe auIrrthum Giovanni anſtatt Leo genannt wird. Es haben viele Kuͤnſtler, von denen manein Verzeichniß in des Fuͤßli ſeinem Kuͤnſtler Lericon findet, dieſen Namen geführt. Ne-ben dem Kopfe dieſes Kuͤnſtlers ſteht auf derſelben Platte der Kopf des beruͤhmten Theo“

Platte K. Phraſtus Paracelſus, der in der erſten Hälfte des ſechzehnten Jahrhunderts lebte, und

wegen ſeiner vielen Kenntniſſe in der Chimie, Phyſick und Meditin ſo gar der Zaubereß

beſchuldigt wird. ö

Platte k

18. P. della France fca.Pietro della Franceſca zu Borgo di St. Sepolero 1394. gebohren. Er machte

ſich am meiſten durch ein ſehr muͤhſames Gemaͤlde von einer Schlacht bekannt. Sonſtzeigte er ſich beſonders in Nachtſtucken, und in einer guten Perſpectiv; malte auch Pok-traits, und ſchrieb verſchiedne mathematiſche Buͤcher, die im Druck heraus ſind. Er

wurde blind und ſtarb 1480 in ſeiner Vaterſtadt, wo er in der Domkirche begraben liegt ·5 19. Giovanni da Fieſole.

1 Sein Geſchlechts Name war Guido, wie er aber Dominicaner Moͤnch wurde, bekamplatte x. er den Namen Giovanni da Fieſole, und nachher ſowohl wegen ſeines geiſtlichen Waldels, als ſeiner kuͤnſtlichen Werke, ſo gar den Zunamen Angelico. Padſt NicolausV. hielte viel auf ihn, und bote ihm das Erzbiſtthum zu Florenz an, er ſchlug es abetaus, und wollte lieber in ſeinem Moͤnchsſtande bleiben. Er malte ſehr gut in Minia-9 tur, wovon viele Chorbuͤcher zu St. Marco in Florenz und zu Fieſole zeugen. In de9 Carthauſe zu Florenz ſieht man verſchiedne Gemaͤlde von ihm; naͤmlich in der Cops