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P. Della Sranceſca. Giov. da Sieſole. Phil. Lippi. 77des Cardinals
a Aeciaioli eine Maria mit dem Kinde, und zur Seite der heilige Laurentius,10 7 Magdalena„Zenobius und Benedictus, nebſt verſchiednen Altargemaͤlden da-5 ſt. Zu St. Maria Novella malte er den heiligen Dominicus, und die Catharina auf— Kalk, und die Verkuͤndigung der Maria auf Tuch. In ſeiner Vaterſtadt Fie-lac berfertigte er das groſſe Altar Blatt in der Kirche des helligen Dominicus, welchesachgehends ein andrer Maler, der es ausbeſſern wollte, gaͤnzlich verdarb. In einer— eben daſelbſt eine ungemein gute Verkuͤndigung der Maria, und Adam und. u, Pabſt Nicolaus ließ ihn nach Rom kommen, um die Capelle des SacramentsCosabſclichen Pallaſte zu malen, welche Paul. III. nachmats ganz anders ausbauete.85 mus de Medicis liebte ihn ſo ſehr, daß er ſeinen Ordensbruͤdern die Kirche und2 Sl. Marco bauen ließ, worein unſer Giovanni das Leiden Chriſti und viele an-ohn glück malte. Er machte nichts als geiſtliche Sachen, und fieng ſeine Arbeit nie—— Gebet an. Er ſtarb 1455. und wurde in ſeinem Ordenskloſter zu St. Maria* 5 merva begraben, wo das Bildniß auf ſeinem marmornen Sarg ausgehauen iſt,denken ͤchem dieſe Zeichnung auf der Platte L. gemacht iſt. Man ſetzte ihm zum An-en folgende Grabſchrift:
Non mihi ſit laudi, quod eram velut alter Apelles,Sed quod lucra tuis omnia Chriſte dabam:
Altera nam terris opera extant, altera coelo,Vrbs me lIoannem flos tulit Hetruriae.
Seine beſten Schü iel iner, der ſeiner Manier gut folgte
uͤler waren Benozzi ein Florentiner, der ſe gut folg
10 obi Strozzi, der viele Burgerhaͤuſer in Florenz malte, Gentil da Fabriano, undminico da Michelino, der zu St. Apollinari in Florenz die Altar Tafel gemacht hat.
20. Philippus Lippi.
5„ büüwpus Lippi ward ums Jahr 1400. in Florenz gebohren, verlor ſeinen Vaterin d ald, und mußte deswegen im achten Jahr ein Carmeliter werden. Maſaccio hatteich, in Kloſter kürzlich eine Capelle gemalt, darnach uͤbte er ſich im Zeichnen ſo gluͤck-ten Paß ſeine Arbeit dem Maſaccio gleich geſchätzt wurde. Er verließ im ſiebenzehn-Medahte den Moͤnchsſtand, gieng nach Ancona, wurde aber, wie er ſich einmal aufsſar in begeben, von einem Seeräuber gefangen, dieſen malte er ab, woruͤber der Cor-eim ſolches Vergnuͤgen hatte, daß er ihn nach einer ſechzehn monatlichen Sclave-begab ſielcher Zeit Lippi verſchiedne Malereyen verfertigen mußte, frey ließ. Ertigte ſich darauf wieder nach ſeiner Vaterſtadt, wo er viele treſliche Arbeiten verfer-wände daran man beſonders den Ausdruck der Leidenſchaften, und die guten Ge-
ar 5 küͤhmet. Er malte viel fuͤr den Herzog Cosmus, weil er aber gar ſaumſeeligarbeit 1 ließ ihn der Herzog in ſeinen Pallaſt einſchlieſſen, damit er deſto geſchwinder3— ſollte. Als Lippi es zwey Tage ausgehalten hatte, ſchnitte er die Tuͤcher, welcheFenſter nalen gebrauchen ſollte in Streifen, knüpfte ſie an einander, und ließ ſich durchsKünste hinab. Der Herzog mußte ihn lange ſuchen laſſen, und weil er ſahe, daß derCom er nicht zu beſſern war, ſo ließ er ihm nachher ſeine voͤllige Freyheit. Herzoglen, nus verehrte verſchiedne Gemälde an den Pabſt Eugenius 1, welche ihm gefie-
und wodurch der Kuͤnſtler zugleich die Gnade des Pabſts erhielte.
2. 155 Pratolino unweit Florenz malte er den Korper des heiligen Bernhards auf der Baa-ner Michen allerley Kruͤppel anruͤhren, und dadurch geheilt werden. Er iſt von vielen ſei-Kün ſitbrüder umgeben, die ihn alle bedauern, und zugleich voll Verwunderung ſind. Derunſtler hat ihnen einen geſchickten Ausdruck und gute Stellungen zu geben 25.