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Siebender Band.
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Pollaiuoli, Boticelli, Verochio, und Mantegna. 79ter, de

er den Beynahmen Ghirlandajo von den ſchoͤnen Blumenkraͤnzen, die er nachdamaliger Mode fir Aude mc 5 ſehr hurtig begriffen, und dabey 8von der eichenkunſt lernen muͤſſen. Er zeichnete die vorbeygehenden in ſeinem fa 3gal Kohſen ab, worin er ſo glücklich war, daß er ſich aufs malen legte, 3 ucherkraits verfertigte, nachgehends aber ein guter Hiſtorienmaler wurde. 5 derNun ſeinen Bildern allemal viel Portraits. Seine erſte Arbeit war die Cap 3 55der utü zu Florenz, worinn er den Americus Veſputius, welcher die neue We No-deckte, abmalte: viele von ſeinen beſten Arbeiten trift man daſelbſt in St. 95gell an, die alle von ſeiner Geſchicklichkeit zeugen, als da iſt, die Geſchichte de 57win weicher von den Juden aus dem Tempel getrieben wird; die Geburt der 9 5bewun man beſonders die Perſpectiv, und artige Erleuchtung durch ein Nene da.wundert; die drey Weiſen aus dem Morgenlande, welche mit reich beladenen Laſt Ne-zudem neugebohrnen Heylande kommen; den Kindermord des Herodes, worinn einegeiche Compoſttion von einer Menge wuͤtender Soldaten, und Muͤtter nebſt ihrenzandern ersutreffen. An demſelben Orte hat er auch die Lebensgeſchichte Johannesdes Tuufers in verſchiednen Gemälden verfertigt. Er kam in einen ſolchen Ruf, daß900 icolaus IV. ihn nach Rom verſchreiben, und eine Capelle von ihm 3 2bin ruͤhmt auch ſeine Geſchicklichkeit in moſaiſcher Arbeit. Unter n eeheſonder der nachgehends ſo beruͤhmte, und in Anſehung der Biddhauer W—2 Kündtler Michael Angelo Buonarotti zu merken. Er ſtarb 1493. imſrügſten Jahr.

23. A. und P. Pollaiuoli.Y

ollaiuoll, dieſe beyden Bruͤder Anton und Petrus, waren zu Florenz gebohren.due de wurde geh en Mace Anton war aber vorher ein Goldſchmidt, lernte perle Malerkunſt nachgehends von ſeinem Bruder, da ſie denn viele Stuͤcke mit einanderen, und vieles gewannen. Anton ſoll auch ein guter Kupferſtecher geweſen 1K ne Basreliefs verfertiget, und die Schmelzkunſt verſtandenhaben. A aiade andern im Jahr 1465. einen heiligen Sebaſtian der mit Pfeilen erſcho 15e wobey er in der Figur des einen Schuͤtzen, der ſeinen Bogen ſpannt, eine gro ffertentniß in Anſtrengung der Muskeln bewieſen hat. An einem andern Orte ver-gut be er einen groſſen Chriſtoph, zehen Ellen hoch daran die Verhältniſſe 1 705nämleobac tet waren. Bey ſeinen drey Bildern aus der Geſchichte des Herkules,bein wie er den Antaͤus erdruͤckt, den Loͤwen erlegt, und den lernaͤiſchen 0gezeig get, hat er gleichfalls viele Einſicht im Ausdruck des nackenden und der Muskeln1 Petrus Pollaiuoli lernte die Oelmalerey vom oberwehnten Andreas del Ca-ung verfnd dieſer lehrte ſolche ſeinen Bruder Anton wieder. Nach dieſer neuen 1darin erfertigte Anton den Streit des Erzengels Michael mit dem Drachen, und wieeines eine ſolche Staͤrke in den Verkuͤrzungen, als man vorher noch in keinem Bildeund G l en Meiſters geſehen hatte. Beyde Bruͤder erwarben ſich durch ihren Fleißungen eſchicklichkeit viel Vermoͤgen, lebten zuletzt in Rom, wo ſie von zwey PabſtenN05 nein hochgeachtet wurden, und endlich, nachdem ſie viele Gemaͤlde hinterlaſſen,der Kn nem Jahre, nämlich 1499. ſtarben. Sie wurden auch beyde zuſammen inſhrift er Pietro in Vincoli begraben, und ihr Andenken durch folgende Grab-erhalten:

Antonius Pullamonumenta mtrem Petrum c

rius patria Florentinus Pictor Inſignis Xyſti et Innocenti aereairo Opif. expreſſit, re famil. compoſita ex teſt. hic ſuum fra-ondere voluit. vixit Ann. L XXII. obüt Anno Sal. MIID.

24. Al-