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Siebender Band.
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Pollaiuoli, Botticelli, Verochio, und Mantegna. 81

macht haben ſoll Er nah zyps von Volterno, bereitete ſolchen, und machte. N hm den Gyps von Volterno,Form über das Geſicht der todten oder lebendigen Leute, welche er abformen

un dagen wennluace erhärtet war, goß eren andre Matei in de Nan noch heut zu Tage damit verfaͤhrt.

26. Andreas Mantegna.

ſein Andreas Mantegna war aus einem Dorfe bey Mantua gebuͤrtig, und huͤtete in plattener Kind

heit das Vieh. Nachgehends kam er nach Mantua zu einem Maler JacobSquarzione, der ihn 98 dane e ſo lieb gewann, daß er ihn zum Erbenſerſcöte:. Er ließ den Mantegna fleiſſg nach auticken Abgüßen malen, wodurch die-ſer ſich ſo ſehr daran gewoͤhnte, daß ſeine Gewaͤnder allemal etwas hart ſchienen, undrůche und Falten klein ausfielen. Er verließ dieſe Manier auch niemals wieder, undpflegte o zu ſagen, die Anticken waͤren würklich ſchoͤner als die Natur ſelbſt, denncumal wären ihre Meiſter vollkommne Kuͤnſtler geweſen, und hernach haͤtten ſie viele

8 3 80 aus einzelnen Perſonen in eine Figur zuſammen geſetzt, woraus ein gan-d entſta 7

die Stellun nt l ali 0 il ſie die Adern, Sennen und Muskeln

9 der Anticken für vorzüglich ſchoͤn, weil ſie die Adern,. g

weste anzeigten, als 8— lebendigen Körpern, wegen des daruͤber 9

ler. Teiches ſehen kann. Dieſe angenommene Meynung verleitete ihn aber zu d 1 15 l

1a“ aß ſeine Bilder oft hager und hart wurden, welches ein geſchickter Kuͤnſtler 156 i

ud zameden fa. Sonst brachte er viel Geſchter nach dem Lehen in ſeine Gent e;d zeigte ſeinen Verſtand in der klugen Einrichtung.

Im ſiebenzehnten J alte er zu Padua in der Sophien Kirche mit ſo vielemFepfal, daß 25 vereline Maler 4— Bellini ſich bewegen ließ, ihm ſeineDochter zu geben: wodurch er zugleich der Schwager des bekannten Giovanni Bellini15 von dem wir in der Folge reden. Bellini und Squarzione waren 0 151 ſein alter Lehrer einen ſolchen Haß auf ihn, daß er den Mantegna wie 1 8 5We und aus Haß nachher beſtaͤndig Uebel von ihm redete. Des Mantegna eſte

erk iſt der Triumph des Caͤſars, welcher dem Marggrafen Gonzaga zu Mantua ſo-tus hefiel, daß er ihn in den Ritterſtand erhob. Er mußte auch fuͤr Pabſt Innocen-

VIII. eine Capelle im Belvedere malen.

Er brachte owohl das Gewoͤlbe als die Mauer mit ſolcher Geſchicklichkeit zu Stan-1„daß man 1 Wige un Gummi Farben ſehen kann. Auf dem Altar 13 der Kuͤnſtler die Taufe Johannis abgebildet, bemerkt man eine ne eDen Strumpf zunkehret, woran die Anſtrengung und Mühe vortreſlich ausgedr 515men Pabst beſuchte ihn bey ſeiner Arbeit ſehr fleiſſig, vergaß aber ihm in e3 Jeit kein Geld geben zu laſſen. Als er eines Tages wieder kam, fand er einige Fi-auen ron Tugenden grau in grau gemalet, und als er ſich nach ihrer Bedeutung 33 ab ihm der Künſtler zur Antwort: es wäre die Erkenntlächkeit. Der Pabſt55 ds und ſagte, er ſollte ihr doch die Gedult zur Geſellſchaft geben.. 5belohnt des Pabſts Meynung auch; war gedultig, und ward dafuͤr deſto rei

Man bewundert in allen ſei iten vielen Verſtand und Fleiß, nur Schade

en ſeinen Arbeiten viele and nur2 lehr trocken malte. er war ein guter Zeichner, der viel auf das Studium dernticken f. rſtund die Verkuͤrzungen ſehr wohl. Er hat verſchiedne 2niß Christ s den Triumph des Caͤſars, ein Bachusfeſt, eine Abnehmung und Begraͤb-

Baukunſtu. ſ. w. in Kupfer geſtochen. Man hat auch ein Buch von deril. Sauptth. VII. Band. 22. 2925

en, das man in der Natur ſelbſt nicht ſo vereinigt antraͤfe. Er hielte auch