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Signorelli, Leonardo da Vinci. 83

. der ſeinigen ſchwermüthig geworden, und bald darauf 1818. geſtorben. Malbaſtaaugnet dieſe Geſchichte, und behauptet er habe noch 1530. gelebet.

des Inzwischen hat die Geſchichte, daß Francia uͤber der Betrachtung dieſes Gemaͤl-es vor Gram geſtorben, Anlaß zu folgendem Sinngedichte gegeben:

Me veram pictor divinus mente recepit,Admota eſt operi deinde perita manus.umque opere in facto defigit lumina pictorIntentus nimium palluit et moritur.Viva igitur ſum mors non mortua mortis imago,Si fungor, quo mors fungitur officio.

Des Franei 15 ach einigen ein gewiſſer 2 g bgedachter An-a Lehrmeiſter ſoll nach einigen ein gewiſſer Zoppo nach andern obgedach 95 uias Mantegna geweſen ſeyn. Wegen ſeiner guten Verhältniſſe und richtigen Zeich-dungen haben viele nachfolgende groſſe Meiſter, als: der Primaticeio, Tibaldi, die Ca-geci und andre nach ihm ſtudiret.

29. Pietro Perugino.

N petto Perugino, deſſen Geſchlechtsnahme unter welchem er aber wenig bekannt iſt, platte r.

anucei war, iſt ebohren im Jahr 1446. Sei er Vater verdingte ihn zu einemg 446. Sein armer 5 zu etdoechten dler n Perugia: 95 um eme ſolche Begierde zu ſeiner Kunſt einflͤͤßte,Leher Tag und Nacht fleiſſig war, und um es noch hoher zu bringen, einen beſſernſe 05 an den Verocchio zu Florenz ſuchte. Er erlangte endlich eine ſolche Kunſt, daßne Bilder in Italien und Frankreich geſucht wurden.

Sein erſtes Bild, wodurch er ſt zeigte, war ein alter Hieronymus, den er ha-e duͤrr— 55 und—.— 85 Kenntniß in den Muskeln, und dem 1tarbi ag gelegt hatte. Die Nonnen zu St. Clara trugen ihm bald hernach ein Al-um id auf, da er einen todten Chriſtus mit den betruͤbten Apoſteln und ſeiner 3as wen, ſo kuͤnſtlich ausfuͤhrte, daß man es dem Kloſter dreyfach bezahlen wollte,then, bugino aber verſicherte, es mochte zum zweyten male nicht wieder ſo gut gera-

behielten ſie ihr Gemaelde.

dre Maler pro i ß er einer der groͤßten Kuͤnſtler

. phezeyten ihm ſchon damals, daß er ei kuͤnſt5 15 rde. Inſonderheit arbeitete er viel in einem Kloſter dor 70 eDer nnals die ſogenannten Ingeſuati aufhielten, das aber gegenw 5 5 9

iel Prior deſſelben verſtund die Kunſt gutes Ultra Marin zu machen, und ließ ſoals 0 dem naſſen Kalk durch Perugino gebrauchen. Weil dieſer aber mehr einzog,nichtz geitzige Prior glaubte das moͤglich waͤre, ſtellte er den Maler zu Rede, welcheruber 0 ortete, aber auf den Einfall gerieth, den Prior von ſeiner Ehrlichkeit zuſehr oft den. Er ſpuͤhlte deswegen ſeine Pinſel, wenn ſie auch noch voll Farbe waren,hen 0 ft meinem beſondern Gefaͤſſe aus, wodurch freylich viel Ultramarin darauf zu ge-gege— es ſetzte ſich aber auf dem Boden des Gefaͤſſes. Wenn der Prior nichtalleralti ar, nahm er das Ultramarin heraus, hob es auf, und ſtellte es nachin zendung des Gemaͤldes dem Prior wieder zu, mit der Bitte einem ehrlichen Manne

N bedderecmal beſſer zu trauen, weil er wohl ſähe, wie leicht es waͤre, mißtrauiſche

ute zu hintergehen.

9 4 Peru-