Raphael d Urbino. 93
lil Gewandern, wie ſehr er ſie na eahmt hat. Der Ruf von Raphaels Geſchick-üchkeit hatte ſch bis Rom Selen ſein Anverwandter, der Baumeiſter Bra-ben te den Pabſt Julius beredte, ihn dahin zu berufen, um in dem Vatiean zu 70nan, Er verfertigte daſelbſt zuerſt das beruͤhmte Stuͤck die Schule zu Athen—Zimt, welches dem Pabſt ſo ſehr geſiel, daß alles was andere Meiſter ſchon inimmern verfertigt hatten, weggeriſſen wurde.Er ſpannte hi ſeine Kraͤfte an, um die andern Maler zu uͤbertreffen,15 erreichte eine ch. Dies Gemälde iſt allen Liebhabern durchle vielen opien und Kupferſtiche bekannt. Raphael ſuchte darinn eeaſenſchaften, als die Theologie, Philoſoppie, Astronomie und Poeſie zu verei-7. Die Menge der Figuren und ſchoͤnen Stellungen werden bert,8 die vortrefichen Köpfe ſind von jeher Muſter zu Studien anderer Maler 9geen. er Meiſter hat ſein eignes, und ſeines Freundes Bramante Bildniß, in-Leichen den ſchoͤnen Kopf des jungen Herzogs von Mantua darinn angebracht. Dasmmer worinn dies beruͤhmte Gemaͤlde anzutr effen iſt, wird la Signatura genannt.8 ſer einigen Zierrathen und Grotesken des Antonio da Vercelli blieb wie ge-dect, michts ſtehen, und Raphael mußte in demſelben Jahre 1511. auch die 1St 1 ubrigen Seiten dieſes Zimmers verfertigen: auf der einen malte er dendeitder irchenlehrer uͤber das heilige Abendmahl, auf den e e edier und auf der dritten verſchiedene Tugenden, als die Maſſiakeit, 2 910 7ws lugheit, und die Gerechtigkeit unter dem Bilde Kayſers Juſtinians. Das 85maten it den vier Rundungen zierte er gleichfalls mit allerhand allegoriſchen Ge-
Wie er dies immer fertig hatte, ruhete er von den groſſen Arbeiten etwas15 und malte 7— 15 ei fuͤr verſchiedene Herrn, und einige 1 7 525lchk,Stücke. Als zu St. Maria del Popolo des Pabſts Bildniß von roſſer⸗ ehn-bekeit, ungleichen eine heilige Familie, welche nur an hohen Feſttagen ihrer Schoͤn-Neo wagen gezeigt werden. Unterdeſſen daß Michael Angelo ſich um dieſe Zeit aumdleneden mußte, beſaßegſaphaeldeſen Ardelt in Vatikan, und ſenne kräftige Artnacdalen. r ahmte ſolche ſogleich in ſeinem beruͤhmten Elias in der Auguſtiner Kircheaft Hur den reichen Kaufmann Chigi machte er auf der Wand die bekannte, und ſo
lopirte Galathea, wie ſie von den Delphinen auf dem Meere gezogen N 0 3* de welcher jetzt der kleine Farneſiſche heißt: für denſelben 1 5m* deſſen Kapelle in der Kirche Maria della pace. In der 58 he 5 4ten Jer das hohe Altarblatt, worauf Maria mit Ehriſtus in den Wolken, und un-
n Johanne er Taͤufer, der heilige Franciſcus und Hieronymus zu ſehen ſind.
Die erſte im Vatican war ſo gut gerathen, daß der Pabſt ihm ſehrkelezte auch 9 1 Stunde zu Nan er fieng deswegen mit friſchen Kraͤf-8 die Arbeit an, und verfertigte wieder vier Gemaͤlde, welche den vieren in der
ihrend mmer nichts nachgeben, naͤmlich 1) das Wunderwerk wie die Hoſtie,aß verd. daßein Prieſter, der die Transſubſtantiation nicht glaubte, zu Bolſena Meſſeein In Blut verwandelt wird. 2) Die Befreyung des Petrus aus dem Gefängniſſe,D. Nachtſtück, das durch die Ankunft des glaͤnzenden Engels erleuchtet wird. 3)fager urchenraub des Heliodors. Unterdeſen ſtarb Pabſt Julius II. aber ſein 3eifder Leo X. war eben ein ſolcher Liebhaber der Kuͤnſte, und ließ alſo den Raphaefrig fortfahren, welcher darauf das vierte Gemaͤlde, naͤmlich wie Attila durch 50eiligen Leo, und einer dabey gehabten Erſcheinung von dem roͤmiſchen Gebiet 8 5M 3