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Siebender Band.
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998 Bap. 8. Giov. Sranc Penni, Pellegrino, Andr.

war beſonders in Marienbildern glücklich, und wußte ihnen eine auſſerordentliche An-nehmlichkeit zu geben, daher ungemein viele bey ihm beſtellt wurden.

Ueberhaupt hat er hin und wieder in Florenz viel gemalt. Bandinelli gab ſichbey ihm in die Lehre; es wollte ihm aber nicht recht gluͤcken, daher blieb er bloß beyder Bildhauerkunſt, worinn er es ſo weit brachte, daß er mit Recht unter die vor-nehmſten Kuͤnſtler neuerer Zeit, nach dem Michael Angelo Buonarotti, gezaͤhlt wird.Des Andreas Ruß erſcholl bis nach Frankreich, weswegen ihn Franz J. nach Paris be-rief, woſelbſt er fuͤr ſeine Arbeiten reichlich bezahlt wurde.

Er hatte bereits eine geraume Zeit vorher einen todten Chriſtus, welcher vonEngeln getragen wird, mit groſſer Kunſt verfertigt, welches dem Koͤnige ſo wohl ge-fiel, daß er den Kuͤnſtler gleich verlangte. Weil aber um dieſelbe Zeit Pabſt Leo ſei-ne Vaterſtadt Florenz beſuchen wollte, ſo lieſſen die Florentiner den del Sarto nichfrey/ ſondern er mußte die voͤrdere Seite der Kirche St. Maria del ſiore grau in gramalen, welche Arbeit ihm ſehr gluͤcklich von ſtatten gieng. Der Pabſt, als Kennerurtheilte davon, daß man es fuͤr marmorne Basreliefs anſehen koͤnnte. Darauf mach'te er ein Angeſicht Chriſti fuͤr die Kirche der Annunziata, und fuͤr die von St. Galloeinen heiligen Auguſtin, ein Bild von vier Mannern, die uͤber das Geheimniß derDreyeinigkeit reden, den heiligen Petrus, den heiligen Franciſcus und Laurentius.Nachdem er dieſes alles zu Stande gebracht hatte, begab er ſich erſt auf den Weg nachParis, wo er gleich nach ſeiner Ankunft den Dauphin in Windeln malen mußte. DeKönig zahlte ihm dreyhundert Goldkronen dafür. Ein Gemälde von der Liebe, unandere wurden ihm eben ſo reichlich bezahlt. Er ward von dem Koͤnige geſchaͤtzt, unvon jedermann geehrt, und haͤtte viel erwerben koͤnnen, wenn er laͤnger da geblieben,und ein beſſerer Wirth geweſen ware. Allein er erhielt Briefe von ſeiner Frau, wolinn ſie ihn um ſeine Rückkehr bat; und ſuchte deswegen bey dem Koͤnige um Ur auan, unter dem Vorwande, daß ſeine Frau ihn gerne wieder auf eine Zeitlang naFlorenz haben wollte. Er begab ſich alſo auf einige Monate dahin, mit dem Verſprechen wieder zu kommen, uud erhielt eine Summe Geldes, um fuͤr den Koͤnig Gemalaufzukaufen Er wurde aber nach ſeiner Zuruͤckkunft liederlich, und verthat alles;gar die ihm anvertrauten koͤniglichen Gelder.

Wie alles verzehrt war, noͤthigte der Mangel unſern Kuͤnſtler, den Pinſelwieder zu ergreifen. Sein alter Freund, der obgedachte Bigio, nahm ſich ſeiner al,und gab ihm etwas zu verdienen. Wie man ſahe, daß del Sarto wieder Luſt hatte d.arbeiten, fanden ſich bald mehrere, die etwas don ſeiner Hand verlangten In demHofe Servi mußte er zwey Vorſtellungen von dem Weinberge Chriſti grau in graauf naſſem Kalk, malen. Um die Zeit gab der Pabſt Befehl, man ſollte in dem me-diceniſchen Pallaſte durch drey der vornehmſten Meiſter drey Geſchichte vom JuliCͤͤſar verfertigen laſſen, wozu unſer del Sarto, ſein Freund Bigio und Giacomo e,Pantormo gewahlt wurden. Die zwey letztern wollten ſich ohngeachtet der anſehn.chen darauf geſetzten Belohnung nicht daran wagen, allein del Sarto uͤbernahm daſeinige. Er ſtellte den Caͤſar in einem ſchoͤnen perſpeetiviſchen Gebaͤude auf einem d hro-ne ſitzend vor, wie ihm verſchiedene Nationen, die man an ihren Trachten unterſcbel-det, den ſchuldigen Tribut darbringen.

Bey dieſen duͤrftigen Umſtaͤnden giengen unſerm Kuͤnſtler die Augen auf und elbedauerte, daß er ſein Gluck in Frankreich ſo muthwillg verſcherzt 13 8 Er bersichtverſchiedene mal des Koͤnigs Gnade wieder zu erlangen, aber vergebens. Juletzt ſpau