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Sebaſtian del Piombo. 107G

began, warunter Mats und Vems vorzüglich ſchön ſind, ſtehen voll Furcht uber55 enger da, und Momus zittert mit ausgeſtreckten Händen, daß der Himmel ein-915 Den Grazien und den Stunden ſieht man die Furcht gleichfalls an. 5den deer nehmen die Flucht. Der Mond, Saturn, und Janus wenden ſich nach den hel-75 zolken, um ſich von dem fuͤrchterlichen Sturm zu entfernen. Neptun ſtuͤtzt ſichſch beinen Triton mit den Delphinen. Pallas ſteht mit den neun Muſen ganz 953 da. Pan halt eine zitternde Nymphe in ſeinem Arm, welche ſich für den ecgeiumels zu verbergen ſucht. Apoll ſitzt auf ſeinem Wagen, und ſeine 5 5ke chſam ſtutzen. Am Bachus, Silen und vielen Nymphen nimmt man das S 808 wahr. Vulcan ſteht mit dem ſchweren Hammer auf der Schulter, als wenn er9. das Betragen des Hercules, der mit dem Mercur redet, acht gebe. Pomona undbes numnus ſind verlaſſen und voll Beſtuͤrzung. Auf der Seiten⸗Mauer des Gewbl-lie ſind die Rieſen, welche mit groſſen Felſen, den Berg hinan klettern. Briareusſen fin einer dunkeln Hoͤhle, und iſt gleichſam mit einem Berge bedecket. Einige Rie-er ſind vom Donner geruͤhrt, auf anderen ſind ganze Felſen geſtürzt. Ineiniger Ent-Suſung det man das Loch, durch welches Pluto nebſt den Furien aus Furcht ſeineen ct in der Hoͤlle ſucht. Man kann die Menge der Figuren die ſchonen Stellun-feder Ausdruck der Affecten nicht ohne Verwunderung ansehen, und hält das gan-hiacht 1 10 fuͤr eine der groͤßten Compoſttionen, welche die Kunſt jemals hervorge-

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Ein treflicher Schi Iiilings us“ s Rinaldo hat in dem PallaſteSchuͤler des Julius Romanus Namen. i a

Nc ſeines Lehrers Cartons gleichfalls vieles verfertiget. Es iſt zu bedauern, daß

er junge Kuͤnſtler ſo fruͤhzeitig ſtarb, ſonſt waͤre er einer der beſten Maler geworden.

Julius Romanus ührte eine Menge Gebaͤude in Mantua auf, und trug uberhauptfar ſein Angeben 0 51 zur Verſchönerung der Stadt und der Palläſte des Marggra-ſch bey, daß man ihn den Vater des Fuͤrſtenthums nannte. Der Marggraf bezeigtehast auch erkenntlich dafuͤr, und wuͤrdigte ihn nicht nur der vertrauteſten Freund-

t, ſondern gab ihm auch zuletzt eine jaͤhrliche Beſoldung von tauſend Ducaten.cru: 8anti 5 baute ſt

g ch ſelbſt ein ſchoͤnes Haus zu Mantua, wozu ihm der Marggraf vielfünfzig

80 38 ſchenkte, und ſtarb endlich in demſelben im Jahr 1546. alt vier undJahr.

Man ſetzte ihm eine Grabſchrift von zwey Zeilen folgendes Inhalts:

Romanus moriens ſecum tres Iulius artesAbſtulit: haud mirum, quatuor vnus erat.

56. Sebaſtian del Piombo.

ben Sebaſtian del Piombo zu Venedig 1488. gebohren, war anfangs bey Bellino,900 ber dachgehene zun Gierl deſſen Manier er bauptlächlich nachahmte-edle bel war er in Porkralts glücklich und berfenigte beren eine groſſe Anzahl,kan egen der Kunſt und des Fleiſſes ſehr hoch geſchaͤtzt wurden. Wie er nach Romum, 12 basel ein beſtaͤndiger Streit war, ob 5.„

ie gelehrte Zei lichel Angelo den Vorzug verdiene, fragte man!bangen deri ere aue dige dh eo dane eihnverfern d daß er nachgehends beſtändig dem Schaßzan gal, und Zeichnungen firrfertigte, nach welchen Sebaſtian malte: z. E. Ein Marienbild, und die 5

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