Vom perin del Vaga und Dom. Beccafumi. 109ſchon und fleiſchi
ſie ni b konnte
t ausſahen, daß man ſie nicht ohne Vergnuͤgen betrachten.
Hierdurch ſetzte 8 ſich 1 10 ſolches Anſehen, daß ein gewiſſer Cardinal ihm eine 58e Capelle in der Dreyfaltigkeits Kirche zu malen auftrug. Daſelbſt brachte er un 5andern zwe Figuren den Propheten Daniel und Eſalas an, die Meiſterſtücke auf naſ-ſem Kalk ſind. In den vier Winkeln des Gewölbes fuͤhrte er die Schwangerſchaft der
heiligen anna, Mariens Mutter, die Geburt Maria, ihre Verlobung, und ihreHeimſuchung aus.
Wegen der Peſt in Rom begab er ſſch 1823. nach Florenz, und berfertigte daselbſt
bey den. ewer langen Wand auf naſſem Kalk viele Geſchichte derartyrer, und zeigte ſeine Kunſt in verſchiednen ſchoͤnen Stellungen, und im Aus-druck der Köpfe. Vor einem gewiſſen Raphael di Sandro machte er in dem Ge-ſchmack der Basreliefs eine groſſe Vorſtellung, von Pharaons Erſaͤuffung im rothenbeer, worinn viel Fleiß und Kunſt ſteckte. Als aber die Peſt auch nach Florenz kam,eutwich er derſelben wieder, reißte im Lande bald hie bald da herum 5 und uͤbtefc zugleich in ſeiner Kunſt. Unterdeſſen war Clemens VI. ein groſſer Freund derMaler, auf den paͤbſtlichen Thron geſtiegen, und die Peſt hatte aufgehoͤrt, deswegengieng Pierino wieder nach Rom. Julius Romanus und Penni, die beyden n undNa olger Raphaels, wie oben gemeldet worden, fuͤrchteten ſich ſo ſehr, unſer Perine ſie übertreffen, weil er ſeinen Sachen wuͤrklich mehr Annehmlichkeit zu gebenwußte, daß ſie ihm Arbeit und Unterhalt anboten, und ſich durch eine Heyrath mitdenn Schweſter näher mit ihm verbanden. Anno 1527. mußte er ſich bey derſulanderung Roms ausloͤſen, und gerieth daruͤber in duͤrftige Umſtaͤnde, daß er Zeich-geſt 0 von den Verwandlungen der Goͤtter verfertigte, die Jacob Caraglio in Kupfer
hen.
Nicht lange zi uͤr die Bruͤderſchaft vom Kreutz eine Capelle zu St.
Marcello zu 5— darinn die Erſchaffung der Eva aus der Rippe
dams, desgleichen die Evangeliſten Marcus und Johannes gemalt. Inzwiſchen war
er de icht völlig bezahlt, als die Kriegsunruhen entſtunden, und daruͤber erhielteen Reſt der Schuld fuͤr ſeine Arbeit auch nicht.
Untmt nach chelaſt bauen
die Menge der darinn beffndlichen Stuccatur Arbeit, wurde ſämtlich nach ſeinendechmungen e eee 5 ſelbſt zierte alles eigenhaͤndig mit Grotesken, Feſto-en, un ergleichen aus. In dem erſten Saal ſahe man von ſeiner Hand einAbſes Deckenſtück den Schifbruch des Aeneas aus vielen Figuren zuſammengeſetzt.der aten noch nicht lange bey dem Fuͤrſten war, hielte ſich ein ſchlechter Stuͤmper,mAnſtre
ſſen nahm ein Tapezier Nicolo Veneziano ihn nebſt der Frau und Tochter
enua, wo Perin fuͤr den Prinzen Doria viel Arbeit bekam, und einen Pal-und ausmalen mußte.
ichen i e gebraucht wurde, daruͤber auf, daß jener zu gedach-155 Schi ruch ö gezeichnet hatte. Um dieſen des Irthums zuſagenübren, und ihn zugleich laͤcherlich zu machen, befeſtigte Pierin ohne ein 1 8 fbin n, ſeinen Carton an der Decke, und nahm das Geruͤſte weg. Jedermann ie50 K ewunderte die Wirkung, welche eine ſo vortrefliche Zeichnung that. 1nde Maler ward dadurch ſo beſchaͤmt, daß er in aller Stille davon gieng, un0 8 gleich darauf verließ. Der andere Saal wurde zu der Fabel der Titanen, 55den,. Himmel ſtürmen, angewandt, wobey der Maler ſeine Wiſſenſchaft im 3und in den ſtarken Muskeln leigte. 5* vier daran ſtoſſenden Zimmern cen