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Siebender Band.
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120 Rap. 13. Giov. Franc. Ruſtichio und

cis zu Stande. Seine Abſicht war ſich Lebenslang einer gewiſſen Einnahme zu ver-ſichern. Deswegen ſtellte er dem Großherzog beſtaͤndig das Exempel der alten Nömer vor, die ſich durch Gebaͤude und Statuen verewigt haben, und uͤberredele ihnzu dem koſtbaren Bau eines Audienz Gemachs. Er war ſehr fleiſſig in der Auszik-rung deſſelben, und ließ ſich auſſer ſeinen monatlichen Gehalt jede Statue mit fuͤnſhundert Kronen bezahlen. Als die Bilder zu dieſem Werke zum Theil nur erſt aus demgroͤbſten gehauen waren, ſetzte er dem Grosherzoge wieder was neues in den Kopf/namlich den hohen Altar von St. Maria de Fiori zu bauen. Zu dem Ende machte erdie Statuen von Adam und Eva mit groſſem Fleiſſe, und hofte dadurch den Beyfades Volks zu erlangen, es gelung ihm aber eben ſo wenig als ehemals mit dem Her-cules: denn man ſchrieb verſchiedene Satyren auf ſeine Arbeit. Zur Vollendung desAltars machte Bandinelli ferner einen nackendem Chriſtum, und einen Engel.

fieng auch Gott dem Vater an, ließ die Statue aber unausgemacht liegen.

Eben dieſe Gewohnheit viel anzufangen, und wenig zu vollenden, war es, wes-wegen der Grosherzog ſich gar nicht mit ihm vertragen konnte, und weil Baccio uͤber-dieſes ein ſehr zaͤnkiſches Gemuͤth hatte, und keinen Kuͤuſtler neben ſich leiden wollte!ſo ſchafte er ihn wieder ab. Bandinelli hatte ſich ſehr viel erworben. Er war in deletzten Jahren mehr darauf bedacht viel Vermoͤgen zu ſammlen, als ſeinen Ruhm aus-zubreiten. Er bekuͤmmerte ſich nicht ſehr darum, was man von ſeinen Werken ultheilte, ſondern ſuchte nur viel vor ſeine Arbeit zu erhalten. Er erlangte durſeinen Fleiß und Geldbegierde nicht nur verſchiedene liegende Gruͤnde, ſondernauch viel baares Vermoͤgen. Kurz vorher, che er in Ungnade fiel, kam eilKuͤnſtler Namens Benevento Cellini von dem Koͤnig Franciſcus l. aus Frankrei 0nach Florenz, derſelbe wurde dem Herzoge ſo ſehr geruͤhmt, daß er ihm auftrug einenfuͤnf Ellen hohen Perſeus, welcher die enthauptete Meduſa unter ſich hat, in Bronzezu gießen. Bandinelli wollte uber dieſen Vorzug raſend werden, und zankte ſich be-ſtaͤndig mit dem Cellini, worüber der Grosherzog anfangs lachte, weil er aber ſchoeinmal einen Widerwillen gegen unſern Kuͤnſtler gefaßt hatte, ob dieſer gleich du-ſerſt fleiſſig war, um den Cellini wieder aus der Gunſt des Großherzogs zu bringenſo war doch nichts vermöͤgend den Grosherzog wieder auf andre Gedanken zu bringen/ſondern er entließ ihn ſeiner Dienſte.

Seine Werke ſind von guter Zeichnung und Proportion, in der Ausfuͤhrung abelvernachlaͤſſigt; überhaupt fehlt ihnen eine gute Stellung, und die Ache.her ſie niemals den Beyfall des Volks erhielten, wenn ſie öffentlich ausgeſtellt wurden.Er verfertigte zuletzt ſein eigenes Grab in der Kirche de Servi.

Zu dem Ende vollendete er die Statue eines todten Chriſtus, welche ſei einzigelSohn Clemens, der groſſe Hoffnung von ſich gab, aber fruͤhzeitig ſtarb, anugemathinterlaſſen hatte. Wie alles fertig war, ließ er den Korper ſeines Vaters auch hin,einbringen. Wenig Tage darauf fiel er plötzlich in eine Krankheit, woran er den ach-ten Tag hernach im zwey und ſiebenzigſten Jahre ſeines Alters, und nach Chriſti Ge-burt im Jahr 1559. ſeinen Geiſt aufgeben mußte. Man ſetzte ihm folgende Grabſchrift

D. O. M.Baccius Bandinelli. D. Iacobi EquesSub hac Salyatoris imagineA ſe expreſſa, cum lacoba DoniaUxore quieſcit. A. MDLIX.