Kicciarelli da Volterra. 123zu laſſen.
en. Er zerfiel auch mit ſeinem bisherigen Freunde dem paͤbſtlichen Baumeiſterügorio, der einen todtlichen Haß auf ihn warf, und den Pabſt verleitete, dem Salvia-Junge Maler an die Seite zu geben. Dies verdroß unſern Kuͤnſtler dergeſtalt, daßde, lich zu Pferde ſetzte, und nach Florenz ritte. Aber auch da fand er ſich von allenberlaſſen, auſſer won dem Vaſari, der ihm rieth, ſich endlich einmal in ſeiner Vaterdo zur Ruhe zu begeben. Allein er hatte keine bleibende Staͤtte, ſondern kehrtewieder nach Rom, woſelbſt er mit dem groͤßten Verdruſſe ſehen mußte, daß die vonam angefangenen Werke im Saal andern aufgetragen waren. Dies zog er ſich derge-bebe ander daß er bald darauf krank wurde, und im drey und funkzigſten Jah-3. ſtarb.
64. Daniel da Volterra.
n Daniel Ricciarelli nach ſeinem Geburtsort da Volterra genannt, erblickte daſelbſt85 Jahr 1509. das Licht der Welt. Er lernte hauptſaͤchlich bey Balthaſar daSiena, und gab ſich unſäͤgliche Muͤhe; ſeine Arbeiten giengen ihm aber LebenslangKu er und langſam von ſtatten, ob er es gleich durch ſeinen Fleiß ſehr weit in derzunſt brachte. Wie er eine Zeitlang gemalt hatte, verfertigte er eine Geiſſelung Chri-1 und gieng mit derſelben nach Rom. Als der Cardinal Trivulzi ſolches zu Geſicht55 0 gefiel es ihm dergeſtalt, daß er unſerm Kuͤnſtler gleich verſchiedene Stuͤckeug.
„ Unter andern malte er in deſſen Pallaſte einen Fall des Phaͤtons, wodurch er15 in ſolchen Ruf brachte, daß man ihm die von Pierin del Vaga angefangene Ca-er
0 a aſſuni zu vollenden auftrug, welches er auch nach dem Entwurfe gedachtenteiſters ausfuͤhrte. N
Seine beſten Werke ſind in der Kirche Trinita de Monti zu ſehen wo unter an-dern eine.— Kreutze bewundert, und fuͤr eines der ſchoͤnſten Gemaͤlde
om gehalten wird. Er hat darinn eine ungemein fleiſſige und muͤhſame Manierwaaiget, wodurch ſich uber das Ganze eine gewiſſe Haͤrte und ſteifes Weſen e emaches gemeiniglich die Folge des ängſtlichen Fleiſſes iſt. Die Gemäaͤlde der Decke ſinlib weniger ſchoͤn, und ſtellen die Geſchichte des Kreutzes Chriſti vor, wie es die 15 findet, und wie ſie es in einem Brunnen verbirgt. Die vielen Stuͤcke⸗ woraule ganze Capelle beſteht, verurſachten daß der Kuͤnſtler verſchiedene Jahre daruͤberaͤbrachte Man ſieht auch noch andere Gemälde, als einen heiligen Franeiſeus undern heiligen Hieronymus von ihm in dieſer Kirche. Darauf ließ der Cardinal 9al u ſeinem Pallaſte viele Geſimſe und Zierathen machen, daran er eben den Fleiß,0 am groſſen Gemaͤlden wandte. Nachgehends gebrauchte man ihn eim mediceniſcheni allaſte um einige Geſchichte von Kayſer Carl V. auszufuͤhren. Im Jahr 1547. nahm10 abſt Paul III. ganz allein zu dem ſogenannten koͤniglichen Saal, anſtatt PierinSl Vaga, und zwar auf Empfehlung des Michael Angelo. Der Pabſt ſtarb daruͤber.ellius II. ſetzte ſeine Beſoldung nicht fort, und ließ ihn auch nicht weiter an dem Saalb wbeiten. Pius IV. befahl ihm nachgehends ſich an eine andre Arbeit zu machen, dieund dan Behnahmen Braghettone, welches weite Hoſen bedeutet, zu Wege brachte,rich darin beſtund„daß er viele unanſtaͤndige Figuren in dem beruͤhmten letzten Ge-Ei des Michel Angelo mit Gewaͤndern bedecken mußte. Daniel kam auch auf den5 fa Biͤdhauer nu, werden, und zog deswegen nach Carrara, es wollte aber nicht
cht von ſtatten gehen. Deswegen kehrte er wieder nach Rom zuruͤck.
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