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Siebender Band.
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124 Rap. 15. Taddeo Zucchero und

Er bekam aufs neue in der Kirche della Trinita zu thun, worinn er ſich bereitsſo ſehr gezeigt hatte, und malte in der Capelle der Frau della Rovere, wie Maria denTempel beſucht, und wie ſie gen Himmel faͤhrt. Wo er nicht ſelbſt Hand anlegte/ daließ er ſeine Schuͤler arbeiten, und inſonderheit den Kindermord durch einen gewiſſeAlberti nach ſeinen Cartons ausfuͤhren. Um dieſe Zeit ſchickte unſer Kuͤnſtler aueinen Aeneas mit der Dido an den Koͤnig in Frankreich. Als Koͤnig Heinrich imTurnier geblieben, wollte deſſen Gemalin Catharina ſein Andenken verewigen, und liedaher dem Daniel von Volterra den Auftrag thun, eine groſſe kupferne Statue des Kosnigs zu Pferde zu gieſſen, die uͤber zwanzig tauſend Pfund wog, und dem Kuͤnſtlerviel Ehre machte.

Das Pferd war zwanzig Spannen hoch, und ohngefehr vierzig lang. Das Mo-dell machte er auf Angeben des Michael Angelo, und brachte vier Jahre daruͤber zu-Wie es fertig war, grub er es in die Erde zwiſchen zwey Schmelzoͤfen. Im Gießenzerbrach die Schwere des Metalls die Form, ſo daß die Materie anfieng durchzulaufel.Der Kuͤuſtler fand aber ein Mittel, dieſem widrigen Vorfall abzuhelfen, und brachte denGuß gluͤcklich zu Stande. Das Pferd war viel groͤſſer, als das anticke vom MarchAukelius, welches vor dem Kapitol zu Rom ſteht. Unſer Kuͤnſtler haͤtte Urſache ge-habt uͤber die gluͤckliche Ausfuͤhrung eines ſo wichtigen Unternehmens ſehr vergnuͤgt 5ſeyn, allein er konnte ſich wegen ſeines melancholiſchen Temperaments uͤber nichts freu-en, und ſtarb bald darauf, nach vielem ausgeſtandenen Verdruß, im Jahr 1366.

Das 15. Kapitel.

Taddeo Zucchero und Michel Angelo Buonarotti.

65. Taddeo Zucchero.addeo Zucchero war An. 1529. zu St. Agnolo in Vado gebohren. Sein Vater/

platte q. L. ein ſchlechter Maler, ſchickte ihn nach Rom, zu einem eben ſo mittelmaͤſſigen Mei-

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ſter, Namens Giovanni Calabreſe, durch deſſen boͤſe Frau er viel ausſtehen muDieſer Urſache halben verließ er ſolchen gar bald, behalf ſich allein, zeichnete fleiſſignach Raphael, lebte aber ſo kuͤmmerlich, daß er krank wurde, und zu ſeinem Valeziehen mußte. Nach ſeiner Geneſung begab er ſich aufs neue nach Rom, zu einen 10ler Daniel von Parma, der ſich einige Jahre bey dem Correggio und Parmeſan aufge“halten, aber doch kein groſſer Meiſter geworden. Dieſer nahm unſern jungen Kuͤnſt-ler mit ſich nach Abruzzo, um ſich durch ihn an einem Gewoͤlbe in einer Kirche helfen, 10laſſen. Zuechero bewies ſich dabey ſehr fleiſſig, lernte durch ſeinen Lehrer etwas vonangenehmen Manier des Correggio, und nahm dergeſtalt in ſeiner Kunſt zu, daß alim achtzehnten Jahre fuͤr einen Edelmann Mattei zu Rom einige Hiſtorien, grau in gramalte, und unter andern die von Furius Camillus, die Kenner daruͤber, erſtaunund behaupteten, ſeit Polidors Zeiten habe keiner ſo gezeichnet.

Darauf machte er ſich an einige Freſeo Malereyen, in der Kirche St. Ambrogiowelche die Geſchichte dieſes Heiligen vorſtellten; und fuhrte an einer Vorderſeite 1Geſchichte Aleranders des Groſſen, in fuͤnf Bildern weiß und ſchwarz aus. fbeyden Arbeiten legte er viel Ehre ein.