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Siebender Band.
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Michel Angelo Buonarotti. 125

Der Herzog von Urbino berief ihn als ſeinen Unterthan zu ſich, und ließ ihn inſeiner Reſidenz allerley Arbeiten verfertigen.

Inſonderheit ſollte in der Capelle des Doms das Leben der Maria vorgeſtellt derUnter der Zeit, daß der Kuͤnſtler die Entwuͤrfe dazu machte, mußte er demHerzoge, welcher General der Venezianer war, nach Verona folgen, daſelbſt 95f ld des Raphaels copiren, und eine Bekehrung des Apoſtels Paulus von eigener Er-nadung machen. Daruͤber verſtrichen ein paar Jahre. Wie der Herzog unterdeſſenband Mom gieng, ließ Zucchero die Abet am Dom im Stich, und entſchuldigte 15sei dem Herzoge, daß er andere Geſchaͤfte in Rom haͤtte. Der Pabſt trug ihm nachmer Zurüͤckkunft einige Malereyen in dem Landhauſe vor der Porta del Popolo auf.ſch erhaupt, nachdem der Künſtler nach Rom zuruͤck gekommen war, zeigte er ſeine Ge-chicklichkeit in vielen Kirchen, als alla Conſolazione in einigen Paſſionsgeſchichten,0 cer bloß unternahm, um ſich auch mit mehr faͤrbigter Malerey zu zeigen, weilun ihm den Vorwurf machte, ſeine Wiſſenſchaft erſtrecke ſich blos auf grau in grau.ten. damals ſechs und zwanzig Jahr, und man zahlt ſolche unter ſeine beſten Arbei-ber⸗ Sie ſtellen in vier Stuͤcken, das Abendmal, das Fuß waſchen, Ehriſtus am Oel-muse/ And ſeine Gefangennehmung vor. Darauf erhielt er einen Ruf nach Frankreich,due ſolchen aber, wegen uͤberhäufter Geſchäfte in Rom, abſchlagen. Emen Beweiser tur Fertigkeit geben die Cartons zu den Tapeten von der Geſchichte Carls V. welche9 m vier Wochen liefern mußte. Sein Bruder half ihm dazu, und ſie erhielten ſechsdert Goldkronen zur Belohnung. Um die Zeit verfertigte er auch einige Staffelen0 malde, welche nach Frankreich und Portugall kamen; ferner eine Kammer auf naſ-auf alk fuͤr den Pabſt, und verſchiedene Dinge in der Kirche vom heiligen Macellus,f 05 wielen freſeo Malereyen in den Privathaͤuſern und Pallaͤſten von Rom. Er wardihn ieſen Unternehmungen auf eine Zeitlang unterbrochen, weil der Herzog von Urbino10 ubermals verlangte, um ſeine Tochter Virginia abzumalen. Wie er ſich wieder* om begeben hatte, verfertigte er des Pabſts Pius IV. Bildniß, woruͤber dieS zwar ſehr zufrieden war, dem Kuͤnſtler aber gleichwohl nicht erlauben wollte, in derdla Regia zu malen.

i Pabſt verſchrieb Jaſari aus Florenz dazu, welcher es ausſchlug, und trug die Ar-beit werſchedenen 8 Meiſtern als einem gewiſſen Porta, Sermonetta,ro endraz von Bologna auf. Nach langer vergeblich angewandten Muͤhe, erhielte Zucche-war, ich ſo viel, daß ihm ein kleines Thürſtück anberkraut wurde. Wie dieſes fertigdag und der Pabſt einmal hinkam, um ſeine und der andern Arbeiten zu beſehen, fand er,teten Juechero ſeine den Vorzug unter allen hatte, worin ihm die Kenner beypflch-run n. Es wurde gleich Anſtalt gemacht ihm einen Platz zu einer wichtigern Ausfuͤh-

55 anzuweiſen. Der Pabſt erlebte aber die Vollendung deſſelben nicht, und die Ar-gerieth wegen des Conclave ins Stecken.

Sein letztes Werk war eine Himmelfahrt der Maria zu Trinita di Monte, wodoalech am di auſſerſten Kraͤfte Kunſt angewendet hat. Seine Compoſitionen ſind

6 chau reich und wohl ausgedacht, das nackende zeichnete er ohne Harte, und be-und die durch ſeine Kenntniß in der Anatomie, den Köpfen gaber gute Zuge, das HaarLest te, Hande machte er mit vielem Fleiſſe. Sein Colorit war angenehmund lebhaft.betenden ein Mann von ſanftem und gutherzigem Character, aber ein Feind des

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Der Wir haben deſſen ſchon im Leben des Salviati und Daniel von Volterra erwehnt.

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