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Georg Vaſari, Fried. Zuccheri. 153

brauchte M gi i in Vetter von dieſem, und„Man hat noch einen Georgius Vaſari, der ein i a0 Maler und Baumeiſter war, und im Jahr 1619. zu Florenz ein Buch von der

dulcterkunſt heraus gab. S. die Ausgabe des Bottart von Vaſari Leben der Malertitter Theil. S. 400.

77. Friderico Zuccheri.Ir

dderich Zuccheri, gebohren 1843. zu St. Agnolo in Vado, wurde nicht weni-1 in der Malern N a5 ſein Bruder Taddeus, den wir oben Nummer fuͤnf105 ſechzig angezeigt haben. Er kam mit ſeinem Vater bey Gelegenheit des Jubel-Jan 1550. als ein Kind nach Rom; und blieb bey dem altern Bruder, der ihn zurſe ſchenkunſt anfuͤhrte. Er beſaß ſo viel natuͤrliche Fahigkeit, daß er nach Verlauf vonbeds Jahren ſeinem Bruder ſchon bey groſſen Werken helfen konnte. Seine Begier-zur Kun trieb ihn gar bald, etwas allein zu wagen; deswegen malte er fuͤr einen8 ſeͤmann die Muſen auf dem Helicon, uͤber welches Bild Taddeus, als er es ſahe,ub mute. Er entſchloß ſich ſogleich ſeinem Bruder einige Arbeiten, womit er ohnehinMa uft war, abzutreten, und uͤberließ ihm auch wuͤrklich die ganze Capelle zu St.aria dell Orto, und malte blos die Chriſtnacht darinn.

a Friderich arbeitete ſo geſchwind, daß er, nebſt ſeinem Bruder, einmal in vier Tagenfeder irche St. Gion der Florentiner, die ganze Paſſionsgeſchichte zum 3hase verfertigte. Er mochte am liebten allein arbeiten, weil er zu viel StolzEbe un ſich von ſeinem altern Bruder die Fehler anzeigen zu laſſen. Als er unweithatt uſtachio die auswendige Seite eines Hauſes vom Taddeus 1ſolche, kam dieſer in guter Abſicht zuweilen dahin, um nach der Arbeit zu ſehen, 3ſerte dunteinem öffentlichen Orte, und vor jedermanns Augen zu ſtehen kam, verbeſ-ched auch wohl etwas; daruͤber zerfiel er mit dem Friedrich. Endlich wurde die Sa-beſſ urch beyderſeitige Freunde dahin vermittelt, daß Taddeus blos den Carton ver-ſollten⸗ und ſich nachher um das ausgemalte an der Wand nicht weiter bekuͤmmerne. Dieſes Werk brachte den Friedrich in den Ruf eines groſſen Malers.

In es it nicht zu beſchreiben, was fuͤr eine Menge groſſe und kleine Werke dieſerEnter zu Stande 59 5 Das weitläuftigſte und wichtigſte iſt die Folge vonde deaden auf dem unweit Rom gelegnen Schloſſe Caprarola. Sie füllen die Waͤn-Br erſchiedener Zimmer, und ſtellen die Geſchichte des Hauſes Farneſe vor. 1

er Taddeus hatte ſchon viel daran gemacht; wie es denn uberhaupt ſchwer iſt, ieemande ieſer beyden Bruͤder von einander zu unterſcheiden, weil ſie faſt beſtaͤndigPr er geholfen. Die ſaͤmtlichen Gemaͤlde zu Caprarola ſind von einem gewiſſenaug nner ſehr fleiſſig in Kupfer geſtochen, und machen einen beſondern Band in Folioſtochen Er malte das Bild der Verläumdung, welches Cornelius Cort in Kupfer ge-15 der und einige glauben, er habe darunter den Cardinal Farneſe, mit dem er we-net 15 ezahlung der Capraroliſchen und anderer Gemaͤlde uneins geworden, gemei-phaelg d viel iſt gewiß, daß der Cardinal einmal zu ihm ſagte, man faͤnde keine Ra-gab: oder andere gute Maler mehr, wie vormals; worauf Friederich zur Antwortlebten. n ſuche auch vergebens Paͤbſte und vornehme Herren, welche die Kuͤnſte ſo

Friedri 3 d all 10 ich aufgehal-

t ch hat weitlaͤuftige Reiſen gethan, und allenthalben, wo er ſich f

ſelküͤndenken ſeiner Gesche bimeraaſſen Der Cardinal von 5da e ihn na rankreich, um verſchiedene Gemaͤlde durch ihn machen zu laſſen; 1

Ineng er in die Niederlande, wo er von allen damals lebenden Kuͤnſtlern mit vie 0

Aauptth. VII. Band. 1 Freund-

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