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Caravaggio, Manfredi/ Spagnoletto und dem Cavaliere Maſſimi 157

ſich aber bald, daß Joſepin mehrere Talente hatte. Er nahm in kurzer Zeit dergeſtaltu, daß er ſich N an groͤſſere Dinge zu gehen. Wie er ſich zu dem Ende beydem Maler Pomerancio meldete, der die Aufſicht uͤber die Arbeit an dem paͤbſtlichenPallaſte unter Gregorius XIII. fuhrte, trauete dieſer ihm ſo wenig zu, daß er langeitten mußte, ehe man ihm zur Probe einen Maskenkopf malen ließ; dieſen arbeiteteder junge Kuͤnſtler mit ſolchem Fleiſſe aus, daß alle andere Maler daruͤber——

n. Man trug ihm nachher wichtigere Dinge auf, die ungemein gut geriethen, unſein Sold ward von einer Zeit zur andern vermehrt.

Der Rath zu Rom nal m ihn darauf an, in dem Capitol zu arbeiten, wo er dieGeſchichte, wie die Wölfin den Romulus und Remus ſäugt, und den Sabiner Raubmalte. Er war noch nicht damit fertig, ſo befahl ihm Clemens VIII. in einer Ca-pelle zu St. Johann vom Lateran zwey Geſchichte dieſes Heiligen, naͤmlich wie er

ft trinkt, und lebendig ins Grab gelegt wird, zu verfertigen. Unterdeſſen war dem2 e das Herzogthum Urbino zugefallen, weswegen er ſich dahin begab„ zu gleicherdeit kam Herzog Albert nebſt dem Koͤnige von Spanien der Vermälung wegen da-bin. Joſepin hatte dem Pabſte folgen und drey Gemaͤlde auf Kupfer malen muͤſſen,1 elche Clemens an die vornehmen Gaͤſte verſchenkte. Unſer Kuͤnſtler wußte durchline guten Manieren den Pabſt ſo zu gewinnen, daß er ſehr vertraut mit ihm um-Al, ihm eine goldene Gnadenkette ſchenkte, und zum Ritter von St. Peter 1* der Pabſt einſt Bier aus Flandern erhalten hatte, trunk er ihm ſolches zu, un1 ie es dem Kuͤnſtler nicht recht ſchmecken wollte, nahm der Pabſt das Glas, und leer-as ſelbſt aus. Er malte zum Jubeljahre viele Werke in gedachter Kirche des Jo-— vom Lateran und unter andern Ehriſti Himmelfarth, wofuͤr ihm der Pabſt tau-and Kronen bezahlte. Als er erkrankte, ſchickte Clemens ihm ſeinen Leibarzt, und er-undigte ich fleiſſi nach ſeinem Befinden. Ein gewiſſer Edelmann trauete dem Jo-ſepin do viel Geſchicklichkeit zu, daß er eine mit dem Friedrich Zucheri bereits verdun-8 beit, dieqſem nahm, und erſterem uͤberließ. Worauf der Maler fuͤr ihn den Cu-der dverfertigte, welcher den Pan bezwingt, als eine Allegorie, daß die Liebe alles in

r Natur uͤberwindet. Matham hat dieſes Gemaͤlde geſtochen.

Im Jahr 1600. gieng er mit dem Cardinal Aldobrandini nach Paris, als dieferiſmalung Koͤnigs Heimrichs IV. mit der mediceiſchen Prinzeſſin geſchahe. Er ver-gte für den Koͤnig einen heiligen Georg zu Pferde, und den heiligen Michael,b. er auſſer einer reichlichen Bezahlung zum Ritter vom St. Michaels 8 80keſ wurde. Sein Auffenthalt in Paris war von keiner langen Dauer, ſondernN nach Rom zu ſeinen Arbeiten fuͤr den heiligen Vater zuruͤck. Er wurde nicht1 euer von den nachfolgenden Paͤbſten geſchaͤtzt. Paul V. ließ durch ihn ſeine Capel-Pet Naria Maggiore, und Urban VIII. viele Cartons zu moſaiſchen Werken in deroterskirche malen. Endlich endigte er die Arbeiten im Capitol mit dem Gefechte derdor dier, nachdem er vierzig Jahr daran gearbeitet, jedoch zuweilen eine Zeitlangdere S en vorgenommen hatte. Er ſtarb 1640. im achtzigſten Jahr zu Rom, nach-5 hre und Achtung genug genoſſen. Seine Eigenliebe und Stolz auf ſeine Ge-durclichkeit waren Ursache daß er nie zufrieden lebte. Er machte ſich viele Feindeſte 0 hochmuͤthige Betragen, welches er ſo gar gegen ſeine Wohlthaͤter die Päb-eren er zehen erlebte, blicken ließ.

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