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Siebender Band.
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Caravaggio, Manfredi,Ob er ſelbſt, wie bereits erw

Spagnoletto, und dem Cavaliere Maſſimi. 169ehnt worden, ſondern auch die Bildhauer Algardi und

Alesnoy

ihre

reizenden Kinder im Marmor darnach arbeiteten.

Albani gieng darauf nach Rom, um die Kuppel von der Kirche 0 ePace zu malen. Er hatte ſeine Familie zu Bologna gelaſſen: und weil er ein haͤus-liches Leben liebte, und viel auf ſeine Frau und Kinder hielte, ſo trieben ihn dieſeduftigen Urſachen bald wieder dahin. Er lebte daſelbſt in der Stille und vergnügt:im Sommer wohnte er abwechſelnd auf zwey ihm zuſtaͤndigen Landhaͤuſern, wo imle ruhige Stille, und die prächtigen ländlichen Scenen Einfaͤlle zu angenehmen Land-ſcha ten, und gefaͤlligen Gegenſtaͤnden darboten.

Im Jahr 1633. muſte er auf Verlangen des Kardinals von Toſtana eine Reiſenuch Norenz 8 und 8 ſeinem Pallaſte einen Ganymedes, der dem Ju-hpiter den Becher reicht, malen. Zugleich beſſerte er vier Gemaͤlde von der Venusund Diana aus, welche er vor einigen Jahren fuͤr den Herzog von Mantua gemachthatte, und die in die Haͤnde gedachten Kardinals gekommen waren. 8

Albani hielte ſehr viel auf den aͤltern Palma und den Corregio in Anſehung18 Colorits. 8595 0 behauptete er, daß Caravaggio der Verderb der Malereyare. Er liebte das leſen der Dichter ſeines Landes, und bedauerte daß er die Altenlacht verstehen konnte. Er bezeugte ſich gegen jedermann hoͤflich, ein jeder konntearbeiten ſehen. Gegen ſeine Schuler erwies er ſich ſehr liebreich, litte aber nicht,tern e Unanſtaͤndige Vorſtellungen malen durften, dergleichen er auch ſelbſt niemals un-nommen. Ja er gieng ſo weit, daß er, wie ſeine Frau Altershalben ihm nicht mehraum Modelle dienen konnte, auch weiter nicht nach dem Leben zeichnete. Er pflegteverd. ein Gemaͤlde, daß man ſich ſchaͤme an einem öffentlichen Orte aufzuhangen,baden auch keinen Platz in einer Privatſammlung. Aus einem ahnlichen GrundeN hate ar auch die Vorſtellungen von Sauf⸗ und Tobacksgeſellſchaften in dem Ge-1 ck der Niederländer. So wie der Dichter von einem jeden Worte und Gedan-Aus echenſchaft geben muß, ſo ſollte nach Albans Grundſäͤtzen auch der Maler keinenusdruck, keinen Einfall wagen, den er ſich nicht oͤffentlich zu vertheidigen getrauet.

, Albani hatte einige Mittel von ſeinen Eltern, kam aber um einen Theil derſel-ae die Verschwendung ſeines Bruders: Gleichwohl dachte er ſo edel, 555 51 55 deſſen Schulden nach ſeinem Tode. Als er alt wurde, ſahe er ſich genoͤthige 5 -einig M arbeiten, um ſeine zahlreiche Familie zu unterhalten. Er ließ ſogar zuweilenfate aer vorigen Gemaͤlde durch ſeine Schuler copiren, und beſſerte ſie aus. Er

rb en ich im drey und achtzigſten Jahr 1660. in ſeiner Vaterſtadt. Die Zeich-ſel inen dieſes Meiſters ſind rar: deſto haͤufiger findet man aber Bilder von ſeinen Pin-ele allen Gallerien. Denn da er auſſer Rom und Bologna und auch daſelbſt nichtgene groſſ Bilder verfertiget; und bis in ſein hohes Alter ſehr fleißig in Staffeley-wachten geweſen ist, ſo lat ſch leicht ſchleſen, daß er deren eine groſſe Menge ge-

acht hat, welche nachgehends begierig wegen ihrer Annehmlichkeit aufgeſucht worden.

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il. Sauptth. VII. Band.