die zu Rom in dem ſechzehenden Jahrhunderte gelebet haben. 173
fertigte. Man rühmt ſeine Landſchaften, die er in hiſtoriſchen Gemaͤlden angebracht,abon man Beyſpiele in der Kirche bey den Diocletianiſchen Baͤdern ſiehet. Er mal-le in Geſellſchaft des unter dem 93. Artickel gedachten Guidone.
98. Ceſare von Saluzzo.
Von Ceſare von Saluzzo wuſte von Mander und aus ihm Sandrart nichts,als daß er mit dem folgenden Kuͤnſtler gemeinſchaftlich gemalt.
99. Johann Soens.
Johann Soens gehort eigentlich gar nicht hieher, weil er ein NiederlaͤndiſcherMaler, und Schuͤler von Egidius Moſtart war. Sein Geburtsjahr faͤllt in 1553.8 Landſchaften liebte dieſer Kuͤnſtler vorzuͤglich, und verfertigte deren eine groſſe
enge auf Kupfer. Er hatte eine angenehme Manier wodurch er ſich beliebt machte,und als er nach Rom kam, viele Italiaͤner uͤbertraf. Er ſetzte daſelbſt ſeine Neigungort, und malte in dem paͤbſtlichen Pallaſte viele Landſchaften auf naſſem Kalk. Siefeen beſſer aus, als alles was man in Rom in der Art kannte: das Colorit war leb-„die Erfindung reizend und feurig, und die Haltung der Natur und den Regelngr Kunst gemaͤß: Man bezahlte ihm daher ſeine Werke theuer. Der Herzog vondarm hielte ſo viel auf ihn, daß er ihn in ſeine Dienſte nahm, und man glaubt erſey darin gestorben.
100. Paolo ein Spanier. 8
Paolo war ein aler aus Spanien gebuͤrtig, von dem van Mander nichts weis,
als daß er viel in Gela mit e Ceſare von Saluzzo gearbeitet. Siemalten alla Trinita in Rom in einer Kapelle den engliſchen Gruß. Die 12 5 Mei-des waren aber in einem Punkte uneinig, Ceſare hielte die Landſchaft, als ein Lehrling0 edachten Soens hoch, und war ſehr geuͤbt darinn, hingegen Paolo machte ſichdar nichts aus dieſem Theile der Kunſt.
101. Ventura Salimbeni.
Ventura Salimbeni, war zu Siena 1857. gebohren, und lernte bey ſeinemſehte Archangelus, der unter die Schüler des Friedrich San e en emBibllonn einer Arbeit in Rom zu Giovanni die Laterano, und in der venetianichenge liothek. Im Florentiniſchen Gebiete hat er gleichfalls viel gemalet. Er war 875ſchen kin, geſchickter Kupferſtecher. Wenn er ſich nicht zu ſehr mit eKine eingelaſſen hätte, ſo wuͤrden wir weit mehr Gemälde und Kupfer von dieſem
ſtler beſizen. Er ſtarb zu Siena im Jahr 1613.
102. Marco Pino von Siena.„Marcus ino von Siena lernte bey Beccafumi, und Pierin el Vaga. nter5 letzten uff arbeitete er viel in den Kirchen und Palläſten zu Rom. Seinea alereyen wurden geſchaͤtzt; Er hielte ſich einige Zeit in Neapolis auf. Der Tod90 ahn 1587. in den beſten Jahren hin, und er hinterließ auſfer vielen ZeichnungenGebäuden auch einen weitlaͤuftigen Tractat von der Baukunſt.
103. Andreas Boſiuto.Sandrart giebt ihm dieſen Nahmen, und ſagt weiter nichts, als daß Peteradobe eine Paſſon nach n geſtochen. Van Mander nennt ihn Boſcolo, wel-e vernutlch derſebe it, wel Saudrart 8 Kapitel, wie gedacht, blos 125519 3