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welche zu Sandrarts Zeiten in Italien gelebt haben. 175
nebſt 2 Trieb, die herrlichen Denkmale der Kunſt in Rom zu ſehen, bewog ihn,f em Albani eine Reiſe dahin zu thun. Hannibal war boͤſe, daß Albani ihn dazu
a gemuntert hatte: und Caravagio fuͤrchtete ſich, daß ſeine ſtarke Manier nunmehrden algen Guidiſchen wuͤrde nachſtehen muͤſſen. Was er vermuthete geſchahe auch,ahn er Cavalier von Arpino, welcher damals beym Pabſte und durchgaͤngig viel galt,am jenem verſchiedne beſtimmte Arbeiten, und gab ſie dem Guido. Alles Neides undfie* ungeachtet, behielte Guido den allgemeinen Beyfall. Seine Werke redeten— Er malte die zwoͤlf Apoſtel zu St. Auguſtin, wohin ganz Rom lief, um ſie
ch 1 Als er mit Dominichino zu St. Gregorio um die Wette arbeitete,daß ſeine Marter des heiligen Andreas den Vorzug. Hannibal urtheilte davon,Lehel. uido als ein Meiſter, und Dominichino als ein Lehrling gemalt haͤtte, daß der0 ele aber einmal den Meiſter uͤbertreffen wuͤrde. Paul V. trug ihm die heimlichemit vielem Pallaſte zu Monte Cavallo auf, woſelbſt er in der Kuppel das Paradiesielen Figuren, und auf dem Altar die Verkuͤndigung Maria vorſtellte: Guido
na1 den Lanfranco und Albani zu Gehuͤlfen dabey an, man unterſcheidet aber dieVergnian gar deutlich zum Vortheile von Guido. Der Pabſt machte ſich oft ein
aus ugen daraus ihn arbeiten zu ſehen: allein die Bezahlung erfolgte nicht richtigem Schatze.
malte 17 5 verließ deswegen heimlich Rom, und gieng nach ſeiner Vaterſtadt. ErBilder ſeloſt zu St. Domenico den unſchuldigen Kindermord, eines ſeiner ſchönſtender Di Man gab ihm deswegen das Lob eines der groͤſten Meiſter in der Welt; und
40 f ter Marino ſagte in einem an den Kuͤnſtler gerichteten Madrigal, daß er ſelbſt'recklichſte in der Matur gefällig vorzuſtellen wuͤſte.
Fabro gentil, ben ſai,Ch ancor tragico caſo è caro oggettoE che ſpeſſo P horror và col diletto.
then 7 war dem Pabſte unangenehm den Guido lang zu entbehren, er befahl des-Dieser 3 Legaten zu Bologna den Kuͤnſtler zur Ruͤckkehr nach Rom zu bewegen.05 0 1 ſich Anfangs nicht darzu bereden laſſen; und waͤre bald mit dem Legaten,ſagte; Gus drohete, in Streit gerathen, wenn nicht ein vornehmer Herr, welcher8 uido verdiene nicht anderſt als mit goldnen Ketten geſchloſſen zu werden, dieſchere ermittelt hätte. Endlich ließ ſich Guido bewegen, nachdem man ihm eineKurdingle liche Beſoldung angewieſen hatte. Bey ſeiner Ankunft ſchickten ihm vieleeiner 5 e Achtung ihre Kutſchen entgegen, und der Pabſt verſprach ihm, nachſehnl* gen Bewillkommung, die Tafel, eine Kutſche zum Gebrauch, und eine an—0 /Beſoldung. Er muſte ſich darauf an die herrliche Borgheſiſche Kapelle, wel-ler von us V. ſeiner Familie zu Ehren in Maria Maggiore anlegte„nebſt dem Cava-die Arbeit dino und Civoli machen. Als der Pabſt einſt kam, und mit VerwunderungGuid it ſahe, ſagte Arpino zu ihm: wir andern Maler malen als Menſchen, abero als ein Engel.
halten dach Vollendung dieſer Arbeit, wollten ihn ſeine Freunde gerne in Rom be-gechge 5 aber die Beſoldung eingezogen war, und er ſich in der Hofnung zum Ritterdlereye zu werden betrogen ſahe, kehrte er wieder nach Bologna, und brachte dieduch in 5 zu St. Domenico vollends zu Stande. Der Raht der Stadt trug ihmtrone 8 r Kirche de Mendicanti ein wichtiges Gemaͤlde auf, darinn er die vier Pa-Akt au. Bologna nebſt dem heiligen Carolus abbilden ſollte. Er fuͤhrte es auf einedaß man ſahe er könne erhaben denken, und kraͤtig ausdrucken wie die ted
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