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184 Kap. 21. Von einigen beruͤhmten Kuͤnſtlern des 17. Jahrhunderts

. woraus das Waſſer laͤuft. Der Pabſt machte ſelbſt folgende Verſearauf:

e Bellica Pontificum non fundit machina flammase Sed dulcem, belli qua perit ignis, aquam.

So gab er auch den Springbrunnen bey dem Pallaſte Barberini an, und arbei-tete den Riß zu dem Pallaſte ſelbſt aus. Eines ſeiner ſchoͤnſten Werke iſt das Grab-mal des Pabſts Urbans VIII. Sein Wohlthaͤter konnte es mit Recht fordern, daß erſeinen ganzen Fleiß darauf wendete, und Bernini ſahe es als eine angenehme Pflicht an:Er erfuͤllte die Erwartung, und legte mit dem Bildniſſe des Pabſtes, und der dabenbefindlichen Statue des Todes ſo viel Ehre ein, daß man folgendes Sinngedicht dar-auf verfertigte:

Bernin ſi vivo il grand Urbano ha fintoE ſi nell duro bronzo è Palma impreſſaChé per torgli la fé, la morte ſteſſaSta ſul ſepolcro a dimoſtrarlo eſtinto.

Unter Innocentius X. gab er die herrliche Fontaͤne in Piazza Navona mit denvier Fluͤſſen, welche die Welttheile vorſtellen, an. Sie iſt, nebſt dem darauf ſtehen-den Obelisk, fur eine der ſchoͤnſten in der Welt zu achten. Die groſſen Herren verlangten wechſelsweiſe ihre Bruſtbilder von Marmor durch ihn gehauen zu beſitzenDas von Carl 1. Koͤnig in England arbeitete er nach Vandyck. Als Fabius Chigi/ein Freund unſers Kuͤnſtlers, unter dem Nahmen Alexander VII. die Krone erlangteerhielt er das Amt eines pabſtlichen Baumeiſters, und muſte die Familienkapedieſes Hauſes wieder herſtellen. In der Peterskirche verfertigte er das Modell!dem coloſſaliſchen Werke, das den Stuhl Petri, welchen die vier groſſen Kirchenlehrertragen, vorſtellt. Alle Figuren ſind von Bronze, und von einer erſtaunlichen Arbeit.

Im Jahr 1668. ward er nach Frankreich berufen, um Riſſe zum Louvre, oderdem koͤniglichen Pallaſte zu geben. Er verfertigte das Bildniß des Koͤnigs und andreDinge daſelbſt. Nach ſeiner Zuruͤckkunft machte er viele Werke unter den PäbſtelClemens IX. und X. Unter der Regierung Innocentius XI. brachte er das herrlicheGrabmal Alexanders VII. in der Peterskirche zu Stande.

Das letzte Stuͤck, welches er im achtzigſten Jahre ſeines Alters vornahm, wardie Statue Chriſti für die Koͤnigin Chriſtina; er vermachte ihr ſolche im Teſtamente“und ſtarb 1680. im zwey und achtzigſten Jahre ſeines Alters an einem Fieber.begrub ihn in der Kirche Maria Maggiore. Seine Arbeiten in Marmor und Bronzeſind in ſolcher Menge vorhanden, daß es unmoͤglich faͤllt, alle zu erzehlen. Auſſer 6bereits angefuhrten, rechnet man noch unter ſeine merkwuͤrdigſten, das Begrabnder Graͤfin Mathildis, und die Statue des heiligen Longinus in der Peterskirche; St.Tereſa in Maria della Vittoria; der Raub der Proſerpina in der Villa Ludoviſi ug. 11Man ſetzt an Bernini Koͤpfen aus, daß der Ausdruck oft nicht edel genug iſt; unden Gewaͤndern hat er ſich zu ſehr von dem Geſchmack der Alten entfernt. Man kamihn aber damit entſchuldigen, daß er meiſt fuͤr Kirchen gearbeitet, wo er aus tſcheidenheit das nackende vermeiden mußte, und daher auf kuͤnſtliche Gewaͤnder m.nen, zu vielen groſſen Falten verfiel. Seine Schuͤler uͤbertrieben dieſes zum Theil noe, mehr. Berni hat auch Verſuche in Gemaͤlden gemacht; weil er aber mehrern Hong

e zur Bildhauerkunſt verſpuͤrte, ſo ſah er das malen nur als ein Nebenwerk an. E

hatte einen Sohn Paulus, welcher ſeines Vaters Kunſt fortſetzte, ihn aber geh c

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