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welche zu Sandrarts Zeiten in Italien gelebt haben. 185

Geſchicklichkeit gleich geſchaͤtzt wurde. Man ſieht Arbeiten von ihm in der Kirche desdolgen Iſdorus und andern Orten. Das Leben dieſes Kuͤnſtlers hat Baldinucciauf Verlangen der Koͤnigin Chriſtina beſchrieben, und 1682. in Quarto herausgeben.11 er der Soͤhne des Berni, Nahmens Domenicus, hat ſolches 1713. aufs 77 undiel ermehrter auflegen laſſen. Man ſchlug ihm zu Ehren bey ſeinen Lebzeitenfur Schaumuͤnze, die auf der einen Seite ſein Bildniß zeigt mit den Worten:

Eques Ioh. Laurentius Berninus Actatis ſuae Ao. 76. 1674.

uf der andern Seite zeigen ſich, die Malerey, Bildhauerey, Baukunſt und Mathe-atik, mit ihren Inſtrumenten nebſt der Umſchrift:

Singularis in ſingulis in omnibus unicus.

110. Pietro Berettini di Cortona.

ihn ge, Peter Berettini kam zu Cortona im Jahr 1896. auf die Welt. Man nenntſck lemeiniglich blos nach ſeiner Vaterſtadt, Peter von Cortona. Sein Vater einne ter Maler, unterrichtete ihn in den Anfangsgrunden der Kunſt. Darauf thatR hn bey Andreas Commodi in die Lehre, und ſchickte ihn endlich zu Ciarpi nachihm, Er arbeitete nicht mit der Leichtigkeit vieler Maler, ſondern es ward80 ſchwer. Seine titſchuͤler ver ſpotteten ihn deswegen oft: inzwiſchen hatten ſeinesten Arbeiten das Gluͤck dem Marcheſe Sacchetti zu gefallen, der ihm zu ſich in ſei-

allaſt nahm. Nunmehr hatte der junge Künſtler mehrere Muſſe den Raphael,wogdor und andre Meiſter zu ſtudiren, und ſich in kurzer Zeit ungemein zu verbeſ-9 v ger malte für ſeinen Wohlthäter eine Bataille des Alexanders und einen Sa-˖ ner Raub, zwey groſſe Bilder, die nebſt der ganzen ſacchettiſchen Sammlung jetzt10 Capitol zur pabſtlichen Gallerie gehoͤren, und zeigte darinn eine groſſe Compoſi-n, vielen Geiſt, und ein wohlgewaͤhltes Colorit. Er bekam darauf fuͤr den Kar-ihre Sacchetti die Kirche Bibiana, und inſonderheit von der baberiniſchen FamilieGrön ganzen Pallaſt auf naſſem Kalk auszumalen. Hier zeigte ſich Berettini in ſeinerRobs. an rechnet den groſſen Saal unter die treflichſten Freſeomalereyen von3 Das Colorit iſt ſo ſchoͤn, daß man es fuͤr Oelfarbe halten ſollte. Der Mei-5 ſtellte darinn auf eine ſchmeichelhafte Art fuͤr Pabſt Urban VIII den Irumphfuddduhm nebſt dem barberiniſchen Wappen in einer kuͤnſtlichen allegoriſchen Er-

ung vor, das ganze Werk iſt auf vielen Blaͤttern von Bloemart geſtochen.

ine d Peter von Cortona unternahm nach Endigung eines ſo wichtigen Unternehmens5 eiſe durch Italien, um die Werke der Kunſt zu beſehen: und das was er ſahe,

der Gerbeſſerung ſeiner Manier anzuwenden. Als er in Florenz anlangte, trug ihmſtelt oßherzog Ferdinand II. einen groſſen Saal und vier Zimmer zu malen auf. Eran 5 inn unter vielen Sinnbildern die Tugenden der Regenten vor: zum Exempel,

5 ecke einen jungen Menſchen, welcher der Liebe mit ihrem ganzen Gefolge ent-lac 0 ld ſich unter Anführung der Minerva zur Tugend des Hercules begiebt. Anlate: Vanden ſieht man unter andern acht Geſchichte, woruͤber jedesmal der InhaltMach geſchrieben ſteht, als: Antiochus flieht die Liebe, und geht auf das Meer;

˖ ſiniſſa und Sophonisbe, die Enthaltſamkeit des Cyrus, des Scipio, und ſo weiter.und ganze Folge hat Bloemart unter dem Titel Heroicae virtütis imagines in ſechseinm wanzig Blattern geſtochen. Man erzählt, daß der Großherzog den 80

108 bey dieſer Arbeit beſucht, und inſonderheit uͤber ein ſchoͤnes Kind ſeinen Wohl-

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