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welche zu Sandrarts Zeiten in Italien gelebt haben. 189115. Salvator Roſa.

Salvator Roſa, wurde 1615. zu Neapel gebohren, oder nach andern, in demStad gen Renella unweit dieſer Stadt. Er war von der Natur zum Landſchaftma-10 gemacht, denn er zeichnete als Knabe ſchon Baͤume, Schiffe und Seehaͤfen analle Wande. Weil ſein Vater ihn zum Lehrer der Rechte beſtimmt hatte, ſo ſuchteihn davon abzuhalten; aber der junge Kuͤnſtler gieng zu ſeinem Oheim Paolo Gre-oder ihm einigen Unterricht in der Zeichnung gab. Nach dieſem hielte er ſich balddieſem bald bey jenem Meiſter, bis in ſein ſiebenzehntes Jahr auf, da er denDater verlohr. Er kam darauf zum Ribera, und war ſehr fleißig nach deſſen ManierSchlachten zu malen: ſeine Hauptneigung blieb aber allemal bey den Landſchaften. In-iſchen waren ſeine lunſtaͤnde ſo armſeelig, daß er kaum von einem Tage bis zum0 ern Brod hatte. Er machte Landſchaften, um wohlfeilen Preis, nur damit ergoben konnte. Man ſahe in denſelben viel Geiſt, catur, und gutes Colorit: daherFunfranco, als er ſie zu Geſichte bekam, den jungen Kuͤnſtler lobte, und zum Fleiß9 munterte, indem er ihm einige Sachen abkaufte. Er gab ihm verſchiedne gutelathſch age, in welchen Stuͤcken er ſich beſſern koͤnnte, und verſprach ihm, mehr ab-Alehnun. Roſa befliſſe ſich dieſem Rathe gemaͤß auf die Jeichnung des 1 0iu arbenach Rom kam, war er genoͤthigt, für Leute, die mit Gemalden handelten,

nach Seiten, bis er an dem Cardinal Brancacci einen Beſchüͤtzer fand, der ihn mitach Viterbo nahm.

d dein dür Zeit des Aufruhrs von Aniello befand e*lch nie derwickelt. Aus dieſer Urſache flüchtete er nach Rom, e 515 lederließ: und durch ein ſatyriſches Gemaͤlde, das er am Johannisfef 8 5 015 ellte, viele Leute, und inſonderheit andre Maler zu Feinden machte. Sein Ge-ſchrenkte ſich nicht blos auf ſeine Kunſt ein, ſondern er war zugleich ein MuſikusM m guter Dichter, wovon ſeine Satyren, und inſonderheit die dritte von derllerey zeugen. Zum Zeitvertreibe verfertigte er Comedien, welche er mit ſeinenNoſg Freunden auffuͤhrte. Unterdeſſen nahm der Ruf von der Geſchicklichkeit des5 8 kläglich zu. Der Prinz, Matthias von Medicis, ließ ihn erſuchen, 8 Florenz3 emmen, und beſtellte bey ihm ſo wohl hiſtoriſche Bilder, z. E. die Verſuchungrentin gen Antonius, als zwey vortreſiche Seehafen, welche in der Galleria Fio-thaten in Kupfer geſtochen ſind. Der Grosherzog uͤberhäufte ihn dafür mit Wohl-der en. Der Kuͤnſtler uͤbereilte ſich nicht damit, ſonde n theilte ſeine Zeit zwiſchenan Ma ebey, Muſik und Dichtkunſt. Er lebte von ſeinem Verdienſte auf einemGeſelhmen Fuß, gab oft zu eſſen, und wurde wegen ſeiner witzigen Einfaͤlle in allenellſchaften gerne gelitten.

un Nach einem neunjaͤhrigen Aufenthalte zu Florenz, kehrte er wieder nach Rom,U legte mit einer Schlacht viel Ehre ein. Er hatte auch angefangen ſich mit gluͤck-all 8 rfolg auf die Etzkunſt zu legen: Seine geiſtreichen Erfindungen wurden vonBan ennern geſucht. D' Argenville gibt deren 84. Stuͤcke an: Einige ſind im 6.ande ieſer Academie befindlich, weil ſie im Sandrartiſchen Verlage ehemals heraus-Juen en. An ſeinen hiſtoriſchen Gemaͤlden ſetzen die Italiaͤner ſelbſt eine unrichtigeſchn 9, und ein mattes Colorit aus: deſto mehr lobt man die Felſen, und den meiſter-geh 1 Faumſchlag, in ſeinen Landſchaften. Er ſtaffirte ſie mit Figuren, insonderheit vonund uniſchten Soldaten aus Er zeichnete ſie nur manchmal nach Proportion zu groß,der h gar zu richtig. Mit einem Worte, er wird von vielen mit Recht fuͤr einenandre 55 und geiſtreichſten Landſchaftmaler, ere 8 W1 b Man muß ihm uͤberdie det

er aufzuweiſen haben, gehalten 4 0 e