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welche zu Sandrarts Zeiten in Italien gelebt haben. 191

9 bey groſſer Hitze ein Menge Geldes in dieſer Abſicht nach Tivoli geſchleppt,eine Nacht und zwey Tage ohne Eſſen dabey zugebracht hatte, fiel er in eine ge-gliche Krankheit: und ob er gleich dadurch klüger ward, ſo erlangte er die vorigenuelundheit doch niemals wieder. Er ſtarb aller angewandten Muͤhe ſeiner Freundegeachtet, nicht lange darauf an einem heftigen Fieber im Jahr 1660. und im achtfunfzigſten Jahre ſeines Alters. Sein Vermoͤgen vermachte er meiſtens an dieemen, und inſonderheit den Wayſenkindern, in deren Kirche er auch begraben wurde.

Ee Cerquozzi hat ſich niemals verheyrathet, aber gleichwol ſehr ordentlich gelebet.ein Character war redlich, und wohlthaͤtig gegen Arme, inſonderheit gegen junge

eataler. Er redete von niemand Boͤſes, am allerwenigſten aber von denen, die

ſhlecht von ſeinen Gemaͤlden urtheilten. Man kennt faſt gar keine groſſe hiſtoriſcheer chenſtücke von ihm: und was er in der Art verfertigt hat, zeigt, daß der Kuͤnſt-

geht in ſeiner Sphaͤre war. Seine Staffeleygemaͤlde ſind durch die ganze Weltrſtreuet, und finden ſich in allen Gallerien.

117. Vincentius Leckerbetjen.

Vincent Leckerbetjen gehoͤrt eigentlich unter die Niederlaͤnder, weil er aus

1 werpen gebürtig war. Wir wiſſen weiter keine Lebensumſtaͤnde von dieſem

dente, als daß er ein Zeitgenoſſe des Michel Angelo Cerquozzi geweſen, und ſo wie

ger, nichts als Feldſchlachten, und Jahrmaͤrkte gemalt. Nach Sandrarts Zeug-

hat Cerquozzi viel von dieſes Kuͤnſtlers Art zu malen angenommen. Weil er nur

Hand hatte, und folglich mit der linken arbeiten muſte, erhielt er den Beynah-Mancino.

118. Malteſe.

Malt Aus dem de Bie lernen wir, daß dieſer Kuͤnſtler Franeiſus gegeiſen. Obl eſe ſein wuͤrklicher Geſchlechtsnahme ſey, oder ob er von der Inſel Moltg gebuͤr-Sn eweſen, läßt ſich nicht mit Gewißheit beſtimmen. Weil er nichts als lebloſenicht 5 5. E. Inſtrumente Gefaͤſſe, und allerlen Teppiche verfertigte; ſo iſt erſchichl bekannt worden, als wenn er ſich in edlern Theilen der Kunſt, als das Ge-os oder Landſchaftmalen, hervorgethan hätte.

II9. Johannes Franciſcus Romanelli.

dem„Johann Franz Romanelli wurde 1617. zu Viterbo e und vongeſchick er wegen ſeiner auſſerordentlichen Neigung zur Malerey ſehr jung nach Nom. wo ein Verwandter Sorge tragen ſollte, daß er die N wozu ihn dieden v beſtimmt hatte, erlernte. Des jungen Romanelli erſtes Geſchäfte war, ſichund e zen Tag im Zeichnen nach Antiken und den beruhmteſten Gemälden zu üben;in die eckte zu dem Ende fruͤh, wenn er an die Arbeit gieng, ſeine Mittagsmalzeiten Caſche, um die Jeit nicht mit hin und hergehen zu verlieren. Er fand Gele-ihm it/ die Gewogenheit des Kardinals Barberini zu erwerben, und hieraus erwuchs0 n groſſer Vortheil. Der Kardinal nahm ihn nicht nur in ſeinem Pallaſte auf,S 9 that ihn auch bey dem hier in Arbeit begriffenen Peter von Cortona in dieder 90 0 unter einem ſo groſſen Meiſter nahm er in ku zer Zeit dergeſtalt zu, daßwanelſ meiſter eine groſſe Freude daruͤber hatte, und ihn herzlich lieb gewann. Ro-hielt 0 zeichnete richtiger, allein in verſchiednen andern Stuͤcken der Malerey, be-er glei 5 Neiſter allemal den Vorzug. Seine Compoſitionen waren nie ſo feurig, ob1 ich leicht und geſchwind ein Gemaͤlde entwerfen konnte. Seinen Koͤpfen gab ern angenehmen Ausdruck, und das Colorit war nicht zu tadeln. Der e

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