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Siebender Band.
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welche zu Sandrarts Zeiten in Italien gelebt haben. 193

120. Johann Benedetto Caſtiglione. eſeine Johann Benedict Caſtiglione gebohren zu Genua imm Jahr 1616. hat ſich in6 a unſt einen vorzuͤglichen Rang erworben. Die Italiener und Franzoſen nennen

gemeiniglich nur Benedetto. Nach einigen war ſein eigentlicher Geſchlechtsnahmereghetto. Er hat verſchiedne Meiſter gehabt. Den Anfang machte er bey demagi, darauf kam er zum Andreas Ferari, und in der Zeit, daß van Dyck ſich in Ita-aufhielte, war er um dieſen groſſen Meiſter. Von allen wuſte er Nutzen zu zie-gers und ſich eine eigne Manier zu waͤhlen, welche ſeinen Werken bey Kennern einenſel den Werth giebt. Hauptſächlich nahm er das schöne Colorit, und den feinen Pin-es van Dyks an. Benedetto malte Hiſtorien, Landſchaften, Bildniſſe, und allemit 9 Gegenſtaͤnden, vorzuͤglich aber waͤhlte er Schaͤferſtuͤcke, oder Landſchaften

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ſte und dieſe Bilder ſind wegen ihrer unnachahmlichen Grazie die ſchaͤtzbar-5 Man bewundert darinn die Beobachtung der Natur, eine richtige Zeichnung,8 inſonderheit eine vollkommne Kenntniß des helldunklen.

ka Benedetto unternahm eine Reiſe durch Italien, und allenthalben, wo er hin-

z 9 urde er wegen ſeiner Kunſt hochgeſchaͤzt. Er arbeitete lange zu Rom, darauf

Gil capel, Florenz und Parma: man bezahlte ihn aber nicht nach Verdienſten. Einick für ihn, daß er mehr ſuchte beruͤhmt als reich zu werden.

er n Durch den Auffenthalt in Venedig verbeſſerte er ſein Colorit ungemein, weilfand d. den groſſen Coloriſten der daſigen Schule mit gröͤſter Emſigkeit ſtudirte. Erdaſelbſt einen Beſchuͤtzer der Kunſt in einem von Adel, Sagredo, deſſen Pallaſtvielen Stuͤcken ſeiner Arbeit auszieren muſte. Endlich trat er in die DienſteDi derzogs von Mantua, welcher ihn mit Gnade uͤberhaͤufte, und reichlich bezahlte.en„err war ein groſſer Kenner, und ſahe die ſeltnen Verdienſte des BenedettoGes Der Kuͤnſtler muſte deswegen in allen Stuben und Saͤlen des Pallaſtes ſeine0 chicklichkeit zeigen. Er wuͤrde weit ſieißiger gearbeitet haben, allein ſeinewächliche Geſundheit hielte ihn oft davon ab: dieſe war auch Schuld daß er ſein165, licht hoher als aufvier und funfzig Jahre brachte. Er ſtarb zu Mantua im Jahr5 5 nachdem er zuletzt viel vom Podagra ausgeſtanden hatte. So ſehr der Korperinge o wenig fehlte es ihm am Geiſte, welcher in ſeinen Gemaͤlden bis an den Toderaͤndert blieb. Er hinterließ zwey Soͤhne, Franciſcus und Salvator, welcheber des Vaters Geſchicklichkeit nicht erreichten.

121. Angelo Falcone.

Kön Angelo Falcone war ein neapolitaniſcher Kuͤnſtler, der in der Hauptſtadt dieſes

oder deichs im Jahr 1600. das Licht der Welt erblickte. Er kam zum Spagnoletter Ribera in die Schule, und nahm unter deſſen Anfuͤhrung ungemein zu. Seine

daduutneigung gieng auf Schlachten, und kriegeriſche Vorſtellungen: und er geriethnch mit dem berühmten franzöſiſchen Schlachtenmaler Jacob Courtois, der ſich

a5 fn Italien aufhielt, in genaue Freundſchaft. Der Kardinal d' Arpino hielte die-

Künstlers Arbeit ſehr hoch, und kaufte ihm viele Sachen von ſeiner Hand ab. Er

lte ſich eine zeitlang in Frankreich auf, und muſte fuͤr den koͤniglichen Hof arbeiten.

W gehends kehrte er wieder in ſein Vaterland zuruͤck, wo er im Jahr 1665. aus der

Ehe wir dieſes Verzeichniß der italieniſchen Maler ſchlieſſen, muͤſſen wir noch Platte T.as von den beyden Koͤpfen ſagen, welche auf N Platte T. vorkommen.

lu. Sauptth. VII. Band. Der