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Siebender Band.
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dem Marc⸗Antonio, und andern. 201

ins dicht dazu. Darauf machte da Carpi den Verſuch mit drey Stöcken. Der erſte55 den Schatten, der zweyte die? titteltinte, und der dritte das Licht. Nach dieſer. Erfindung gab er verſchiedne Blätter heraus. Zum Exempel, Aeneas wel-die den Anchiſes durch die Flammen von Troja traͤgt. Eine Abnehmung vom Kreutze,e Geſchichte von Simon dem Zauberer, welche Raphael zu dem vatikaniſchen Ta-feen gezeichnet hatte; David, welcher den Goliath erlegt, und die Philiſter, welcheehen; nach einer Zeichnung Raphaels fuͤr die Gallerie im Vatikan; und eine Ve-tete mit Liebesgoͤttern umgeben. Dieſe Manier fand Liebhaber, inſonderheit arbei-dels nton da Trento, Balthaſar Peruzzi, und Franciſcus Mazzuoli auf ſolchee

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Si Balthaſar Peruzzi, den man nach ſeiner Vaterſtadt auch nur Baldaſſaro dafahre zent“ war 1431. gebohren, und ein guter Maler und Baumeiſter. Er0 ine Kirchen und Palläſte zu Rom, Siena und Florenz auf, und verewigte ſich auch1 5 durch ſeinen Pinſel. Er ſtarb 1536. in Rom, wie man glaubet am Gift, und10 1 in der Rotonda bey Raphaeln begraben. Viele ſeiner Gemaͤlde ſind geſtochen,5 er vornaͤmlich die Geburt Chriſti auf drey Blaͤttern von Auguſtin Caracci.8 wir ſeiner aber hier gedenken, iſt nicht ſowohl ſeine Malerey und Baukunſt,fer 5 es ſind ſeine in des Hugo da Carpi Manier gemachte Holzſchnitte. Er ver-Fluchte auf dieſe Art mit ſchwarz und weiß den Hercules, welcher den Geitz in diecht jagt; den Parnaß mit den Muſen, u. a. m.

umſte Franciſtus Mazzuoli, insgemein Parmeggiano genannt, von deſſen Lebens-ſcmac an wir unter dem Artickel 53: gehandelt haben, arbeitete auch in dem Ge-groſſe es Hugo da Carpi, und verfertigte unter andern einen Diogenes auf einemner lie Blatte, welcher alles, was lezterer jemals berfertigt hat, uͤbertraf. Fer-Syöilte te er die Enthauptung der Apoſtel Petrus und Paulus; die Tiburtiniſcheria zei welche dem Kaiſer Auguſt den neugebohrnen Heyland im Schooß der Ma-legend ebe eine ſchoͤne nackende Figur mit verwendetem Ruͤcken: eine in einem OvalDomi Maria, welche J. S. V.(Vincentinus) nach ſeinem Tode herausgegeben, undmicus Beccafumo aus Siena nachgehends noch viel ſchoͤner geſtochen hat.

lien be Parmeggiano legte ſich auch mit allem Fleiße auf das nicht lange zuvor in Ita-wird annt gewordne radiren, da die Kupferplatte mit einem Aetzgrunde uͤberzogennd ſod worauf man den vorzuſtellenden Gegenſtand mit der Radirnadel abreißt,ren, wann vermittelſt des Scheidewaſſers in das Kupfer freſſen laͤßt. Ein Verfah-Kupfe odurch viel eher Abdrucke geliefert werden konnen, als durch das eigentlichede pſtechen. Denn es iſt weit leichter, eine Zeichnung fein zu atzen, als ſie mitworden, öſlichel zu ſtechen; daher iſt das radiren von vielen Malern ausgeuͤbetBlätter zanſtatt daß faſt keiner in Kupfer geſtochen. Parmeggiano hat viele kleineſummſe m einer ſehr lieblichen Manier radirt, die von den Liebhabern begierig ge-ſtum be verden, zum Exempel eine Geburt Chriſti; Maria, welche den todten Ehri-Antonio geit de. Eines gewiſſen Battiſta Vicentino gedenkt Vaſari im Leben des Marc-auch B. Raymondi, und ruͤhmt funfzig von ihm radirte Landſchaften, dergleichenattiſta del Moro von Verona verfertigte.

IIN Sauptth. VII. Band. Ce Johan-