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Siebender Band.
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und noch ſieben der aͤlteſten niederlaͤndiſchen Maler. 213

geuen Erfindung zu befriedigen. Fuͤr Friedrich II. Herzog von Urbino machte er eineIle ſtube, für Lorenz von Medicis unter andern einen heiligen Hieronymus. Diescher gaben ſich zwar alle Muͤhe, nachdem ſie dieſe neue Art der Malerey zu Ge-10 ccbekommen⸗ die Kunſtgriffe heraus zu bringen, es war aber vergebens. End-15 rieb die Wißbegierde den Antonello von Meſſina, welcher zu Neapel bey dem KönigFla. van Eycks Arbeit geſehen, an, ſein Vaterland zu verlaſſen, und nachragerern zu reiſen. Nach der Ankunft zu Brugge, wuſte er ſich durch hoͤfliches Be-en und durch Schenkung ſchoͤner italieniſchen Zeichnungen dergeſtalt einzuſchmei-5 daß van Eyk ihn lieb gewann, und ihm das ganze Geheimniß, nebſt allen da-Itallen higen Vortheilen entdeckte. Daß Antonello nachgehends die Oelmalerey indes n bekannt gemacht, iſt oben in dieſes Malers Leben gemeldet worden. Johan-1 bar ſehr gluͤcklich die Aehnlichkeit der Bildniſſe zu treffen. Die Koͤnigin vongarn Maria, zahlte einem Barbier zu Bruͤgge lebenslang einen Gehalt von 100.dur 5 für ein Gemaͤlde von Johann van Eyck, das eine Vermaͤhlung zweyer Perſonenniger] e Treue vorſtellte. Wenn dieſe Kuͤnſtler eine richtigere Zeichnung, und ein we-w artes Colorit gehabt hatten, ſo verdienten ſie unter die groͤſten Meiſter geſetzterden. Es iſt zu bewundern wie ſchoͤn friſch ſich ihre Farben erhalten haben.

Ehr Die beyden Bruͤder lebten in einer ununterbrochenen Einigkeit, und theiltene und Gewinn gemeinſchaftlich. Oberwehnter Herzog Philipp, achtete den Jo-bert dorgen ſeiner Faͤhigkeit ſo hoch, daß er ihn unter ſeine Rathe aufnahm. Hu-Dicht an Eyck ſtarb im Jahr 1426. zu Gent, und ward daſelbſt begraben. Der. 5 und Secretair des Biſchofs von Lüttich, Lampſonius, machte folgende Verſeihn und ſeinen Bruder:

Quas modo communes cum fratre, Huberte, merentiAttribuit laudes noſtra Thalia tibi:

Si non ſufficient: addetur et illa tua: quodDiſcipulus frater te ſuperavit ope.

Hoc veſtrum docet illud opus Gandenſe, PhilippumQuod Regem tanto coepit amore ſui,

Ejus ut ad patrios mittendum exemplar IberosCoxenni fieri iuſſerit ille manu.

ter zu Johannes uͤberlebte ſeinen Bruder viele Jahre, und gieng endlich in hohem Al-Bruͤgge 1441. aus der Welt. Man beehrte ihn mit folgender Grabſchrift:Hic jacet eximia clarus virtute JohannesIn quo Picturae gratia mira fuit:Spirantes formas et humum florentibus herbisPinxit, et ad vum quodlibet egit opus.Quippe illi Phidias et cedere debet Apelles,Arte illi inferior ac Policretus erat.Crudeles igitur, crudeles dicite ParcasQuae talem nobis eripuere virum;Actum ſit lacrimis incommutabile fatum,Vivat ut in coelis jam deprecere Deum.

tige Auf ſeine Erfindung der Oelfarben, und deren Bekanntmachung an Aus waͤr-hat man folgende Zeilen aufgeſetzt:Dd 3 Ille