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als Wolgemut, von Mecheln, Schoͤn, Kraft, und Siſcher. 219II. Martin Schoͤn.
655 Martin Schoͤn aus Kulenbach oder Culmbach gebuͤrtig, lebte zu Colmar, und Platte v.burde
gemeiniglich wegen ſeiner angenehmen Geſtalt der huͤbſche Martin genannt.
dle auf ſeine Geſchicklichkeit ſtolz zu ſeyn, wurde er der großte Maler und due.becher ſeiner Zeit in Deutſchland. Er unterhielt groſſe Freundſehaft mit Peter Pe-rgino, und ſchickte ihm viele ſeiner Handzeichnungen, wogegen er andre aus Italienhielt. Auf dieſe Art ſuchten beyde Kuͤnſtler einander zu nutzen, und einer etwas vonem andern zu lernen. Beyde hatten das Gluͤck die Kunſt in ihrem Bates euresle ringen. Peter Perugino bildete den Raphael; und Martin Schoͤn hob die Ma-ey urch ſein Beyſpiel in Teutſchland, wo ſie ſich noch in ſchwachen Umſtaͤnden be-and. Auſſer den heiligen drey Koͤnigen, und der Ausfuͤhrung Chriſti, machte er in-ſonderheit eine Verſuchung des heiligen Antonius, welche deim Michel Angelo Buo-dorota o wohl gefiel, daß er ſie in ſeinen juͤngern Jahren verſchiedene mal copirte.
era n Jahr 1486. als Albert Duͤrer im Begriff war zu ihm zu reiſen, und beyihm zu lernen.
12. Adam Kraft.
nelehmen ge„Er war aus Nuͤrnberg, wo er eine Menge Denkmale ſeiner Ge-ſchiklichkeit. Im Jahr 3 machte er in der Lorenzkirche ein uͤber-5 künstliches Sacramenthaͤuslein in hartem Stein, worinn er ſein Bildniß anbrach-vordeobpelmeyer hat ſolches in ſeiner Nachricht von nuͤrnbergiſchen Kuͤnſtlern in KupferIkgeſtellt. Es iſt faſt 64. Schuh hoch. Es wird ſowohl daſelbſt, als von unſermwandrart geſagt, er habe die Kunſt verſtanden, die harten Steine weich zu machen,und ſolche in die aus Leimen zubereitete Formen zu gieſſen: welches ſehr unglaublichſcheinet. Eben ſo bewieß er auch ſeine Kunſt in der Sebaldskirche, wo er hinter demdar, bey Vorſtellung des heiligen Abendmahls, die Bildniſſe vieler damals im Rathendlichen Perſonen ſehr aͤhnlich angebracht hat. Er begab ſich Altershalben in ein10 bital unweit Nuͤrnberg, und ſtarb daſelbſt im Jahr 1507. Man ruͤhmt ihn auch
men guten Baumeiſter.
13. Peter Fiſcher.
auf d Peter Fiſchet war gleichfals aus Nuͤrnberg gebuͤrtig, legte ſich inſonderheit platte v.e
s Gieſſen der Bilder. Er zeichnete gut, und weil er ein freundlicher Mann war,Ene achten ihn ale Liebhaber, L ee geringe, welche nach Nurnberg kamen.Gu e Arbeit gieng nach Polen, Boͤhmen und Ungarn. Von ihm iſt das zierlicheutter auf dem nuͤrnbergiſchen Rathhauſe. Die größte Kunſt hat er an dem meßinge-von abe des heiligen Sebalds, in deſſen Kirche zu Nuͤrnberg bewieſen. Er arbeitete1506. bis 1519, daran, und erhielt nur 20. Gulden vom Centner, welches eineetwannittelmäßige Summe von ohngefehr 2400. Gulden ausmacht, weil das Werk5 ann 120. Centner wiegt. Man muß die zwoͤlf Apoſtel, und die Menge der Zierathen11 0 nothwendig bewundern. Der Kuͤnſtler ſcheint ſich von den Banden der altenübel eutſchen Manier loß zu reiſſen, und ſich mehr der Natur und ſeinem Genie zues aſſen. Ein langer Auffenthalt in Italien, und vornaͤmlich zu Rom, hatte ſeinenJnachmack gebeſſert. Er zeugte fuͤnf Soͤhne, Peter, Hermann, Hans, Paul, undm ab welche er in der Büldhauerkunſt unterichtete, und ſo weit brachte, daß ſieW an der Verfertigung des gedachten Grabes helfen konnten. Er hat ſich auf dieſemnig we wie er in ſeiner Gießhuͤtte arbeitete, vorgeſtellt, und daraus iſt ſein Bild-Platte V. abgezeichnet.
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Auf Adam Kraft iſt der erſte, welcher in Teutſchland die Bildhauerkunſt in einiges platte v.Aufneh