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Siebender Band.
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und noch ſechs teutſchen Kuͤnſtlern aus der aͤlteſten Zeit. 229

keine Nachrichten von ihm hat. Weil ſeine Gemaͤlde und Holzſchnitte in dem Ge-mac von Albert Dürer ſind, ſo halten ihn viele für einen Schuler deſſelben. Erwauch mit Duͤrern zugleich in Frankfurt im Jahr 1505. gearbeitet; wo Duͤrer diedie nmelfahrt Maria in dem Prediger Kloſter zum Altarbilde gemalt, und Grünwaldlͤgel, womit gedachtes Bild verſchloſſen wird, gemacht hat. Der Kuͤnſtler ſtelltuf den heiligen Lorenz auf dem Roſt, die Eliſabeth, und den heiligen Stephanor: inſonderheit verdient eine Verklaͤrung auf dem Berge Thabor, wegen der gutennor nung, und Colorit, vielen Beyfall. In dem Dom zu Maynz malte er die Al-tarblätter zu drey Kapellen mit groſſer Kunſt, welche im dreyßigjaͤhrigen Kriege weg-8 ommen, und nach Schweden gebracht werden ſollten; ſie giengen aber auf derSee zu Grunde. In Muͤnchen beſaß der Churfuͤrſt ein ſchoͤnes Bild von Chriſtus amdareuge, welches er, ohne zu wiſſen, von welchem Meiſter es war, ſo hoch achtete,6 aphael Sadeler es im Jahr 1605. auf ſeinen Befehl in Kupfer ſtechen mußte.f andrart entdeckte ihm zum groſſen Vergnuͤgen den Nahmen des Kuͤnſtlers. Man haterner von dieſem Meiſter in Holzſchnitt eine auſſerordentlich ſeltne Offenbarung Johan-— ferner einen heiligen Johannes, der die Haͤnde uͤber den Kopf zuſammenſchlaͤgt, wel-mand

an in Rom fuͤr Duͤrers Arbeit hielt, Sandrart zeigte aber den Unterſchied

Inz, wo er ein eingezogenes, und wegen einer ſchlimmen Ehe unangenehmesBun gefuͤhrt. Es iſt wahrſcheinlich, daß er um das Jahr 1510. geſtorben. Seinildniß zeigt die Platte V. in jungen Jahren, und etwas alter die Platte N. N.

38. Hans Gruͤnwald.

an Hans Gruͤnwald„war vermuthlich ein Bruder des vorigen, weil er mit ihmM obgedachten Fluͤgeln des Altarbildes arbeitete, und die inwendige Seite malte.Ken bat in Holzſchnitt einige Weiber die beym Feuer mit Ofengabeln und Geißboͤ-en ſitzen, welche vermuthlich Hexen vorſtellen ſollen, und andre Blatter. MehrJalbrichten weiß man von ihm nicht aufzutreiben, und eben ſo unbekannt iſt auch daswann er geſtorben.

10 m anier, und ſetzte Gruͤnwalds Nahmen darauf. Dieſer Kuͤnſtler lebte meiſtensa 9e

39. Cornelius Engelbrecht.

en Cornelius Engelbrecht, den von Mander und nach ihm Descamp Engelbrecht-Ooh nnen, iſt zu Leyden 1468. gebohren, und der erſte, welcher als ein Schuͤler desdurag n von Eyck, die Kunſt mit Oelfarben zu malen in ſeinem Vaterlande ausgeübt hat.S5 von Leyden, der ſo berühmt ward, lernte bey ihm. Er hatte auch ein paarmit ge, davon Peter Cornelius das Glasmalen wählte. Engelbrecht wulte ſowohlgut. Ic als Leimfarbe geſchickt umzugehen, hatte eine kraͤftige Manier, und zeichneteBild. Es iſt zu bedauern, daß ſeine meiſten Werke bey Gelegenheit der Unruhen desderſtüͤrmens„verdorben worden, doch haben ſich ein paar auf dem leydenſchenſen bhauſe erhalten. Sie hiengen ehemals als Altarblaͤtter in der Kirche eines gewiſ-und loſters zu Marien Puel, und ſtellen Chriſtum am Kreuze zwiſchen den Schaͤchern,ein eine A nehmung vom Kreuze, vor. Das beſte Denkmal ſeiner Kunſt hat er fuͤrſieht daabmal in Leyden gemacht, welches nachgehends nach Utrecht kam. Man0 t darauf das Lamm mik den ſieben Siegeln vor dem Throne GOttes, aus der Of-Stbarung Johannis, und bewundert die Geſchicklichkeit des Kuͤnſtlers in den vielente ellungen des himmliſchen Heeres, den Anſtand, und die edlen Zuge in den Geſich-8 aher es für ein Meiſterſtück damaliger Zeit zu achten iſt. Er ſtarb 1533. im 65.del re. Obgedachter Sohn Peter Cornelius, iſt mehr unter den Beynahmen Kunſtelan und ſtarb 154 4. ſiehe unten Nummer 45. und 46. Der andre Bruder 5ius erhielte den Beynahmen, der Koch, f ſeiner vielen Kinder wegen, 753

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