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Siebender Band.
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und andern niederlaͤndiſchen Malern aus derſelben Zeit. 233

Pictorem me fecit Amor; nam tudes innuit illudExiguus, tabulis quae nota certa meis.

Sic ubi Vulcanum nato Venus alma rogarat,Pictorem e fabro ſumme poeta facis.

43. Hieronymus Bos. d

dne Hieronymus Vos, iſt einer der alteſten Maler mit Oelfarben: gleichwol hatte

er eine ſanftere Manier zu malen, als damals uͤblich war. In ſeinem Geburtsorteerzogenbuſch ſieht man ſeine Werke in den Kirchen, ſonſt ſind ſie hin und wiederkeerſtreuet. Er liebte inſonderheit ſchreckliche Gegenſtaͤnde, als Vorſtellungen derHolle, des Feuers u. d. 9. So machte er zum Exempel die Erloͤſung der Altvater4 der Holle, worin man den Judas bemerkt, der ztwar auch heraus will, aber mitſneem Strick zurückgezogen, und aufgehangen wird. Die Flammen und der Rauchaud in dieſem Stücke mit vieler Kunſt ausgedruckt. Er malte auch eine Flucht nachi gopten, da Maria auf dem Eſel ſitzt, und Joſeph einen Bauern um den Weg fragt,Arber, Entfernung iſt in einem Felſen eine Herberge ſehr artig angebracht. Seineebeiten wurden theuer bezahlt, ob er gleich keine angenehme Gegenſtaͤnde malte.

eburts und Sterbejahr dieſes Meiſters laͤßt ſich nicht beſtinmen.

Um dieſe Zeit lebte auch in Herzogenbuſch ein gewiſſer Ludwig Janſon van den gudw

15fiber welcher ein ſehr künſtlicher Blumen und Fruchtmaler war: er wußte auf den⸗Janſol.

Er die Tropfen des Thaues, und allerley Inſecten mit groſſer Kunſt anzubringen.

5 arbeitete mit vielem Fleiß und Gedult, ſo daß er die geringſten Kleinigkeiten nach

nym tur ausdruckte. Man hat auch hiſtoriſche Sachen, als einen heiligen Hiero-mus von ihm: doch war das nicht ſeine Hauptſache.

45. Cornelius Kunſt. 8.ler Cornelius Corneliſſen, mit dem Beynahmen Kunſt, war ein Sohn und Schuͤ-des ngelbrechts(ſiehe Rummer 39.) Er verließ Leyden, und ſetzte ſich zumachte! welches damals eine reiche Handelsſtadt war. Sein gluͤckliches Genieerke ihn zu einem groſſen Kuͤnſtler fuͤr die damalige Zeit, weswegen man ihm ſeinedeyd 1 theuer bezahlte. Man ruͤhmte Chriſtum, welcher ſein Creutz traͤgt, nebſt den140 ihm folgenden Schächern als eines ſeiner beſten Stuͤcke in Leyden. Er warnem ohren, und ſtarb 1544. im 51. Jahre ſeines Alters. Man machte zu ſei-obe folgende vier Zeilen:

Peniculum ſtudio teneris tractavit ab annis,

Qui docuit quantum cura laborque valent.

Ante alios dictus fuit hic cognomine Pictor:uam bene cognomen congruit artifici!

46. Lucas Corneliſſen.

den, Lucas Corneliſſen, der Koch zugenannt: war des vorigen Bruder 1495. zu Ley-Krie 96 ohren, und lernte bey ſeinem Vater. Als es in den damaligen unruhigenu Seiten mit der Malerkunſt nicht recht fort wollte, ſahe er ſich wegen einer zahlrei-beſchf amilie genoͤthiget, einen Koch vorzuſtellen. Die Malerey, als ſeine Lieblings-Etsch ward aber nicht gaͤnzlich dabey verabſaͤumet.„Endlich faßte er denain gr uß, mit Weib und Kind nach England zu gehen, weil Koͤnig Heinrich VIII.tigt, vſer Liebhaber der Kunſt war. Von den Werken, welche er daselbst verfer-lll. ad wie lange er daſelbſt gelebt, hat man weiter keine Nachricht: nur laßt ſichSauptth. VII. Band. Gg ſchlieſſen,

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