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PlatteB. B.

nien, in der Abſicht, Gemälde von ſeiner Hand zu verkaufen, und wandte

244 Kap. 8. Nicolaus Manuel,

Er ſtarb im Jahr 1689. Die Platte B. B. iſt von ſeiner eignen Hand, und ſtelltnebſt ſeinem Bildniſſe, und auſſer den bisher erwehnten Schweizer Malern, auch 3Heinrich Waͤgmann vor, der zu Zuͤrch im Jahr 1536. gebohren war. Man weiß nichviel von ſeinen Lebensumſtaͤnden und von ſeinen Gemaͤlden, doch erhellet aus ſeinenZeichnungen, wie Fuͤßli in den Schweizer Malerleben S. 43. des 1. Bandes urthei-let, daß er ein geiſtreicher und verſtaͤndiger Zeichner geweſen.

68. Johann Cornelius Vermeyen.

Johann Cornelius Vermeyen war zu Beverwik unweit der Stadt Harlem imJahr 1500. gebohren. Dieſer Künſtler ſtund bey Kaiſer Carl V. ſehr in Gnade,und muſte beſtändig in ſeinem Gefolge ſeyn, um alles, was merkwürdiges vorſiel zzuzeichnen. Unter andern begleitete er den Kaiſer 1535. auf der Reiſe nach nnahm den Riß und die Proſpekte der Stadt, nebſt der Belagerung ſorgfaͤltig auf,nach welchen in der Folge Tapeten gewuͤrkt wurden. Zu Arras, Bruͤſſel und in anderniederlaͤndiſchen Staͤdten, findet man noch verſchiednes von ſeiner Arbeit, wiewoauch vieles in den Kriegsunruhen, und bey der Bilderſtuͤrmerey verloren gegangenIn der St. Georgenkirche zu Bruͤſſel hat er ſein eignes Epitaphium gemalt/ nebſt 0ner Auferſtehung, welche ſein Sohn nach Prag gebracht. Zu Middelburg ſahe 3ſonſt ein groſſes Bild von ihm. Er ſaß auf demſelben und zeichnete die im Hinte. 4grunde befindliche Stadt Tunis ab, war mit einer Wache umgeben, zur Seite ueſeine beyden Frauen, und die Tochter in tuͤrkiſcher Kleidung. Vermeyen war ſe 7lang, und hatte einen ſo ſtarken Bart, daß er bis auf die Erde reichte, we gwegen der Kaiſer ſein Bildniß den Fremden oft zeigte. Man hat daſſelbe in Kupſegeſtochen. Viele nannten ihn aus dieſer Urſache Hans mit dem Barte. Er

zu Bruͤſſel im Jahr 1559. 369. Auguſtin Joris. 4Auguſtin Joris war zu Delft im Jahr 1525. gebohren, und widmete ſch gMalerey ſehr fruͤhzeitig. Er lernte bey einem unbekannten Meiſter in Mecheln, gie ufvon da nach Paris zu einem Kupferſtecher Peter de la Cluffe, und kehrte nach Verla 55von fuͤnf Jahren wieder in ſeine Vaterſtadt zuruͤk. Er war aber kaum wenige M 0nate zu Hauſe geweſen, ſo fiel er im Jahr 1552. unverſehens in einen Brunnen, 15ward Tod gefunden, Dieſer Kuͤnſtler verfertigte groſſe und kleine Stuͤcke/ und 1viel Geſchicklichkeit in der Zuſammenſetzung, weswegen man billig bedauert, daß

ſo fruͤhzeitig ums Leben gekommen.

70. Joas van Klef. 1Joas van Clef aus Antwerpen. Sein Vater Wilhelm, ein guter Geschemaler, fuͤhrte ihn zu eben dieſer Art von Malerey an: und Joas brachte es durch, entrefliches Genie in kurzer Zeit dahin, daß er ſeine groſſen Figuren in einer ſchönManier malte. Er beſaß aber einen unleidlichen Hochmuth, und hielte ſich für ber-erſten Meiſter in der Welt. Zuletzt verlor er den Verſtand, welches viele ſeiner bentriebnen Einbildungskraft zuſchreiben. Er beſtrich ſeine Kleider mit bunten llief in dieſem Aufzuge auf der Gaſſe herum, und malte in ſeine vormals gute erbender, wenn er ſie habhaft werden konnte, allerley hinein, wodurch ſie gaͤnzlich verdol,wurden. Die Stucke aus ſeiner guten Zeit haben ein trefliches Kolorit, und ahme glattFleiſche ſehr naturlich nach. In der Frauenkirche zu Antwerpen iſt ein Alkal dervon den heiligen Cosmus und Damianus von ſeiner Hand. Er zeugte einen Sohn,ſich gleichfals in der Malerey hervorthat. Van Clef reißte zu dem Könige 4e ſcch an