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248 Kap. 9. Von Anton Moro,

den Konig von Spanien, den Preis ſeiner Portraits auf 100. Thaler zu ſetzen. SeineGemälde ſind ſelten, und werden theuer bezahlt. Er ſtarb zu Bruͤſſel im Jahr 1575.

78. Peter und Johann Breugel.

ee Peter Breugel bekam dieſen Nahmen, weil er aus einem Dorfe Breugel/

5. weit Breda gebuͤrtig war. Peter Koek brachte ihm die Kunſt zuerſt bey, und er hey-rathete in der Folge deſſen Tochter. Nachgehends begab er ſich zu dem HieronymuKoek, deſſen Manier er gut nachahmte, und nahm darauf eine Reiſe uͤber Frankreinach Italien vor. Unterweges machte er viel Studien, inſonderheit von den Alpen-gegenden, welche man in ſeinen Gemaͤlden haͤufig angebracht ſieht.

100 Nach der Zuruͤckkunft aus Italien ließ Breugel ſich zu Antwerpen nieder/ und5 kam 1551. in die daſige Malergeſellſchaft. Er gieng ſehr fleißig in Begleitung einesgewiſſen Kaufmanns auf das Land, und beſuchte die Kirchweihen, Bauernhochzeitel,und andere Dorfluſtbarkeiten, und theilte zuweilen kleine Geſchenke aus, un. deſto un-

gehinderter zuſehen zu durfen. Hier öfnete ſich ihm ein weites Feld zu Studien e

gab auf alle Manieren der Bauern, auf ihre Handlungen, auf die Art zu eſſen,;1 kanzen, und ſich luſtig zu machen, genau acht, und wuſte ſolche nachgehends in feine10 Werken auf eine geſchickte Art wieder anzubringen. Er arbeitete ſowohl in aſſeals Oelfarben, und lieferte uͤberaus angenehme Gemaͤlde, darin Freude und Ver-

gnuͤgen herrſcht; Sie ſind den von Teniers gleich zu ſchaͤtzen, wohl angeordnet, 9gezeichnet, und zeigen in den Köpfen viel Ausdruck. Er hielt anfangs mi deN Magd Haus, die er vermuthlich geheyrathet hätte, wenn ſie nicht eine eon.10 Neigung zum Lügen gehabt. Er nahm darauf Peter Koecks hinterlaſſene Tochlezur Ehe, muſte aber verſprechen, von Antwerpen nach Bruͤſſel zu ziehen, weil die Fraubefuͤrchtete, die alte Neigung zur Magd moͤgte wieder erwachen.

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Breugel führte einen ſtillen ordentlichen Wandel, konnte aber in Geſelſchaftungemein luſtig und ſcherzhaft ſeyn. Seine Werke, deren er eine groſſe Menge efertigte, wurden wegen ihrer Anmuth und Kunſt von jedermann geſucht, und in allLaͤnder verſchickt. Viele kamen an den Kaiſerlichen Hof, die meiſten aber wurden Uter die Liebhaber in Flandern und Holland vertheilt. Sie ſtellen nichts als orſcenen, Hochzeiten, Kirchweihen und dergleichen vor; doch hat man auch Sinnbildlevon ſonderbarer Erfindung von ihm. Hieronymus Cock, Hollar, Hon iu 1110 Vorſtermann haben nach ihm geſtochen. Man weiß das Jahr ſeines Todes nicht on,e dern nur ſo viel, daß er noch um 1565. lebete. Auf ſeinem Todbette muſte die J

i ihm alle in juͤngern Jahren verfertigten unanſtändigen und ſatyriſchen Zeichnungen

bringen, und vor ſeinen Augen verbrennen.

Breugel hinterließ zwey Soͤhne, die ſich beyde in der Kunſt beruͤhmt gemahaben. Der aͤlteſte, Peter, malte Feuersbruͤnſte, viele Vorſtellungen von der 245und den Teufeln, und bekam daher den Beynahmen, der Hoͤllen Breugel. 4Lehrmeiſter nannte ſich Egidius Coninrlo. Der zweite Sohn hieß Johannes ezum das Jahr 1589. zu Bruͤſſel gebohren, verlohr ſeinen Vater fruͤhzeitig, ter6 aber, nachdem er die Malerey bey Peter Koeks Wittwe, und nachgehends bey N in„ Goekind erlernt hatte, ſehr weit in der Kunſt. Weil er ſich im Winter beſtändin e„ Sammt kleidete, ſo gab man ihm den Beynahmen des Sammt Breugels. Er 15ein vortreflicher fleißiger Landſchaften, Blumen und Fruchtmaler. Viele groſſe Meiſtgals Rubens, Rottenhammer und von Balen lieſſen zu ihren Figuren von ihm dreLandſchaften verfertigen: ſo wie ihn im Gegentheil Steenwyck, Momper um auch

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