und vier andern Kuͤnſtlern. 249
brbrauchten, ihre Landſchaften mit Figuren auszuſtafftren. Johann Breugel warungemein arbeitſam, und fuͤhrte Kine Adele mit groͤßtem Fleiße aus: das Federvieh,te vierfuͤßigen Thiere, und Inſekten in ſeinen Landſchaften ſind vortreflich gemacht.
ele von ſeinen Arbeiten blieben in Italien, wo er ſich eine geraume Zeit aufhiel-e, und inſonderheit zu Mayland. Aller Wahrſcheinlichkeit nach iſt er um das Jahr642. geſtorben. Die Sadeler, Hondius, Criſpin von Paß, Hollar und andre, ha-en nach ihm geſtochen.
79. Aertgen von Leyden.
Arthus Claeſſoon, insgemein Aertgen von Leyden, oder auch nach ſeines Va-ters 3. Walker 75 5 wurde 1498. gebohren, und vom Vater anf, angszum VPalken angefuͤhrt. Er bezeugte aber groſſe Neigung zur Malerey. Man ſchloß
on ſeinem ungeſtalten Koͤrper auf ſeine Gemuͤthsgaben, und machte ſich geringe Hof—
ung von ihm als er aber 1516. zu Cornelius Engelbrecht in die Schule kam, ent-
wickelten ſich ſeine Talente gar bald. Er begrif alles leicht und geſchwind, legte ſich
auf hiſtoriſche Gemälde aus dem alten und neuen Leſtamente, und führte ſie auf einee Art ſowohl in Waſſer als Oelfarben aus.
Er br es bald ſo weit, daß er andre wieder unterrichten konnte. Gegenkureciler wirer gene lebreich und machte ſich oft mit ihnen luſtig. Sein Cha-akter war ſehr beſcheiden. Er bildete ſich nichts auf ſeine Kunſt ein, ſondern ſuchtedielmehr andre zu erheben. Anfangs waren ſeine Gemaͤlde in Engelbrechts Manierkerbeitet, wie er aber die Werke von Schoreel und Martin Heemskerk geſehen hat-lleſuchte er deren Stiel nachzuahmen, doch iſt nicht zu läugnen, daß ſeine GemeldeAlemal etwas hart und undeutlich ins Auge fielen, hingegen war die Erfindung undnordnung deſto mehr zu loben. Er gab ſich viele Muͤhe gute Gewaͤnder zu malen,und hegte uͤberhaupt groſſen Eifer fuͤr die Kunſt, ſo daß ihn weder die Groͤſſe einesdie Galdes, noch ſonſt eine Schwuͤrigkeit abſchreckte. Claeſſoon arbeitete auch viel fürle Glasmaler, und bekam fuͤr jede Zeichnung ohngefehr ſieben Groſchen, worausdc abnehmen laͤßt, daß er bey ſeiner Kunſt kein reicher Mann werden konnte. Erſebte das Floͤtenſpiel, und vertiefte ſich, wenn er des Abends auf der Gaſſe ſpatzieren9 ſo darein, daß er zwey oder drey mal darüber in einen Kanal fiel, und bey-ehe das Leden verlohr. Als er eine Nacht ſpaͤt nach Hauſe gieng, und um einFuniſſes dringendes Geſchaͤfte vorzunehmen, an eine Mauer trat, glitſchte ihm derbaus, und er fiel durch eine Oefnung, wodurch man Waſſer ſchöpfte, in einen Ka-
l und muſte elendiglich ertrinken. Andre ſagen, er habe ſich oft voll getrunken,— ſey im Taumel auf der Gaſſe herumgegangen, dem Waſſer zu nahe gekommen,
imein geſtuͤrzt. Dies geſchah 1864. in ſeinem 66. Jahre.
80. Hans Bocksberger.
ur Mi dans Vocksberger aus Salzburg, wurde von ſeinem Vater gleiches Nahmens zungedur Malerey angeführt, uͤbertraf denſelben aber in kurzer Zeit. Er legte ſich inſon⸗ C..heit auf Jagden und Schlachten, welche er auf naſſem Kalk malte, und damit vieleauszſer, in Augſpurg, München, Salzburg, Regenſpurg, Ingolſtadt und Paſſauizierte. Er arbeitete aber auch in Oel und Waſſerfarben. In ſeinen Werken
Gigt ſich viel Verſtand und ein hurtiger feiner Pinſel. Er lebte ungefehr um dasJahr 1560.
. Sauptth. VIl. Band. J 81. Jo-