254 Kap. 10. Von Sranz Sloris, Chriſtoph Schwarz,
miſchen und andern Alterthuͤmern. Dies erweckte die Luſt bey ihm, ſich auf die Kenntniß derſelben zu legen, und die Geſchichte, und was ſonſt dazu erforderlich iſt, zu 17diren. Er gieng darauf nach Rom, wo er ein weites Feld in dieſem Fache zu ar 5ten vor ſich ſahe.
Nachdem er ſich nun die erforderlichen Kenntniſſe erworben, fieng er an, ſolg,gemeinnuͤtzig zu machen, und der gelehrten Welt die Fruͤchte ſeines Fleiſſes vor 1zu legen. Er zeichnete die Muͤnzen der Kaiſer ab, und gab davon ein gelehrtes. 1heraus, nachdem er ſeit der Zuruͤckkunft aus Italien zu Brügge in Flandern en 6eigne Druckerey angelegt hatte. Man findet in dieſem Werke die Reihe der roͤmiſchen Kaiſer von Julius Cäsar bis auf Carl V. auf Münzen vorgeſtellt. Sie ſind 1.vielem Fleiß und Aehnlichkeit gemacht, und von dem Maler Joas Gietleughen. 55Holz geſchnitten worden. Auſſer dieſem Buche hat er noch verſchiedne andre herangegeben, als im Jahr 1563. eines unter dem Titel: Caius Julius Caeſar, wen,die Geſchichte der roͤmiſchen Kaiſer enthaͤt. Im Jahr 1866. gab er Faſtos berg zwelche die Kriege und Triumphe des röͤmiſchen Volks von Erbauung der Stadtauf den Kaiſer Auguſt enthielten, und mit Muͤnzen von ſeiner eignen Hand ausgewaren. Er widmete dieſes Werk dem Rathe zu Rom, und erhielt dafuͤr im fogJahre das roͤmiſche Burgerrecht und einen Adelsbrief. 1574. gab er ein mit Maszen geziertes Werk, Caͤſar Auguſtus betitelt, heraus. 1576. trat ein neues und 5gelehrten Anmerkungen verſehenes Werk ans Licht, Sicilia et Magna Graecia bett gwelches die Geſchichte dieſes Landes, und der ehemals darinn wohnhaft geneſdeſeVölker enthielte, und durch allerley griechiſche Muͤnzen erläutert war. Alle 5Schriften wurden von den Gelehrten damaliger Zeit geſchaͤtzt, und werden ſeinen N.men bis auf die ſpaͤteſte Nachwelt erhalten. a
Dieſe gelehrten Beſchaͤftigungen ließen ihm nicht viel Muſſe zur Malereh 1wiewohl er doch verſchiednes an offentlichen Orten in Antwerpen gemalt 10 1Seine erſte Frau war des Malers Peter Koeck von Aelſt letzter Frauen Schſter, oder nach der Meinung eines andern, des von Aelſt Tochter. Er de celmit derſelben verſchiedne Soͤhne, denen er roͤmiſche Nahmen gab, als Moreſtlus, Julius, und dergleichen. Er verließ ſie einmal, und machte ihr weiß, rgnach Koͤlln, gieng aber dafuͤr nach Rom. Mit der andern Frau lebte er ung 1550lich, weil es eine Perſon von ſchlechtem Herzen war, die ihm und ſeinen Kin getnichts als Verdruß verurſachte. Er ſchenkte dem Maler Anton Moro einige ſei ieSchriften, wofuͤr dieſer ſich die Erlaubniß ausbat, ihn abſchildern zu duͤrfen. D erſes Bild wurde in Kupfer geſtochen, und darauf von dem Englaͤnder Daniel Rogfolgendes Epigramm gemacht:
In effigiem Huberti Golzii ab AntonioMoro expreſſam.Golzium arte parem pingendi cernis Apelli,Sculpendique parem, culte Lyſippe, tibi.otitia imperii Graji, pariterque LatiniVarroni ſimilem, Pauſaniaeque ſimul.
Das Bildniß des Golzius kann man auf der Platte N. N. nachſehen.