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Siebender Band.
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und noch ſieben andern Kuͤnſtlern. 257

88. Jakob Grimmer.

1 Jakob Grimmer, ein Antwerper, lernte anfangs bey Matthias Koch, undgachgehends bey Chriſtian Queburg. Im Jahr 1546. kam er in die Antwerper

lalerzunft. Hiſtoriſche Stucke hat man nicht von ihm, ſondern lauter Landſchaften,ſn meiſtens nach dem Leben gemalt, und in Anſehung der ſchonen Luft merkwürdigſt 885 war ein guter Schauſpicler, und hat ſeine Geſchicklichkeit oft in den ſchwer-

10 Stellen der Comoͤdie gezeigt. Er ſtarb zu Antwerpen, man weiß aber nicht inelchem Jahre.

89. Cornelius Molenaer.

Reil Wir wurden dem Cornelius Molenaer Unrecht thun wenn wir ihn aus dermit oder Landſchafter ausſchlieſſen wollten. Er lernte bey ſeinem Vater, einem ſehrkelmaͤßigen Maler, that es ihm aber bald zuvor. Weil er ſchielte, ſo bekam erſerord eynahmen des ſcheelen Neels von Antwerpen. Er malte ſeine Landſchaften auſ-15 entlich hurtig, ſie fallen aber dem ungeachtet gut ins Auge, und werden von Ken-lgeſchätzt. Seine Hand war ſo feſt, daß er ſich keines Stabs, ſolche bey der Arbeitlich Ju legen, bediente. In einem Tage machte er eine ganze Landſchaft von ziem-Hat röſſe fertig. Die Figuren wollten ihm nicht recht gelingen, daher viele Meiſter dieergründe von ihm malen lieſſen, und die Figuren ſelbſt machten. Seines unordent-irn Le ens wegen war er beſtaͤndig in Mangel, und ſahe ſich eben dadurch genoͤthiget,ſhaften re die Hintergruͤnde fuͤr wenige Groſchen zu machen, und ſeine eignen Land-eden das Stuck fuͤr einen Thaler zu verkaufen. Einige meſſen ſeine ſchlechten Umſtaͤn-rau bey, die eine ſchlimme Haushaͤlterin geweſen ſeyn ſoll. Er ſtarb zu Ant-und nach ihm entſtund ein andrer Landſchafter daſelbſt, namlich Johann Na-dend Harlem, oder Alkmar, welcher 1602. verſtarb, und dem Molenaer zwar inandſchaften nicht gleich kam, hingegen in den Figuren einen groſſen Vorzug hatte.

90. Peter Balten.

mit Opeter Balten war ein guter Landſchafter. Er malte kleine Staffeleygemaͤldeder q 5. und Vaſſerfarben, in Peter Breugels Manier: und zeichnete ſehr zierlich mitmit 95 er. Seine Kirchweihen und Dorfluſtbarkeiten ſind angenehm die FigurenReisen! Verſtand gezeichnet, und das Ganze verrath eine leichte Hand. Auf ſeinenbe machte er viel Studien, die nachgehends in den Gemaͤlden angebracht wurden.aber fertigte fuͤr den Kaiſer die Predigt des Johannes in der Wuͤſten: der Kaiſer ließ

des Johannes einen Elephanten hinein malen, daß es ausſahe, als wennin di olk ſich um dieſen, ihn anzuſehen, verſammelt haͤtte. Im Jahr 1579. wurde erter, ualerzunft zu Antwerpen aufgenommen. Er war ein guter Redner und Dich-

und ſtarb zu Antwerpen.

erpegel 5 N,

91. Joſeph von Lierre.

mit O oſeph von Lierre, aus Bruſſel gebuͤrtig, war ein guter Kuͤnſtler, der ſo wohldergeſaſ als Waſſerfarben arbettete, und inſonderheit zu Antwerpen, wo er ſich nie-ie aſſen hatte viele Kartons zu Tapeten verfertigte. Wegen der Unruhen in denmei erlanden wandte er ſich nach Frankenthal; und ließ nicht lange darauf den Pinſetner A ruhen, weil er zum Mitgliede des daſigen Raths erkohren ward. Wegen ſei-Schw tärke in der Goftesgelahrtheit erhielt er den Ruf als reformirter Prediger nachden; zedrecht im Lande von Waes. Dieſer Ort lag nur zwey Meilen von Antwer-ren. deswegen kamen viele Buͤrger dieſer Stadt dahin, ſeine ſchoͤnen Predigten zu hoͤ-Ill. Ley dieſen Umſtaͤnden kann man leicht urtheilen, daß ſeine Malereyen ziemlichSauptth. VII. Band. Kk ſelten