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Siebender Band.
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und noch ſieben andern Meiſtern. 259

Franz Porbus hinterließ einen Sohn, der mit ihm einerley Nahmen führteund auch faſt in derſelben Manier arbeitete. Seine Bildniſſe ſind auſſerordentlichahnlich, wohl kolorirt, und mit guten Gewaͤndern verſehen. Man findet auch vor-

efliche Altarblaͤtter von ſeiner Hand, darinnen man einen edlen Ausdruck, eine genaue

zachahmung der Natur, und eine verſtaͤndige Juſammenſetzung antrift. Nachdem

ange gereiſet hatte, ließ er ſich zu Paris nieder, daher man das meiſte von ſeinerduet dad chen muß: dach fuden ſch auch eülge Sticke van am in 52lung des Großherzogs von Florenz. Der juͤngere Porbus ſtarb zu Paris 1622. in ei-nem Alter von 82. Jahren.

Die Wittwe des aͤltern Franz Porbus heyrathete darauf einen anderu MalerNahmens—.— Jordan, 55 1 von Martin von Cleef. Dieſer Jordanar aus Antwerpen gebuͤrtig, und ein guter Kuͤnſtler. Er malte alles, was mandur verlangte, Hiſtorien, Landſchaften, Marinen, Brande, Bauernhochzeiten,Kirchweihen, Dorfluſtbarkeiten, Wachthäuſer, Mondenſcheine, u ſ. w. Das Jahrſeines Todes iſt ungewiß, er wohnte aber zu Delft, kam 1579. in die Malerakademiein Antwerpen, und hinterließ einen Sohn, der ein Portraltmaler wurde.

93. Marcus Gerard.

Marcus Gerard aus Brügge, verdient wegen ſeiner vielfachen Kunſt einen Platzin der Malergeſchichte. Er war Zeichne, Maler, Kupferatzer, Bildſchnitzer; undn 5 g alerey war er wieder in allen Arten 7 5 Er. 1

ükekturſtuͤcke, Geſchichte oder was man nur verlangte. Inſonderheit zei nete

1 wiel fur die Gios Seine Landſchaften ſind dadurch kenntlich, daß er faſt

anbmal entweder auf einer Brücke, oder ſonſt wo eine Frau, die ihr Waſſer läßt,

id Er ätzte die Fabeln des Aeſopus mit vieler Kunſt in Kupfer. Die Thiere

G¹ vornämlich ſehr geiſtreich radirt. Er gab auch einen groſſen zierlich gezeichneten

ſto undriß der Stadt Bruͤgge heraus. Zuletzt gieng er nach England, wo er auch ge-ben, ohne daß man das Jahr und die Art ſeines Todes angeben kann.

Das 12. Kapitel.Von Michael Cocxie, und noch fuͤnf andern Kuͤnſtlern.

94. Michael Cocxie.

Dicſer Kuͤnſtler war zu Mecheln 1497. gebohren, zeigte von den erſten Jahren anard ein groſſes Talent zur Malerey, und brachte es daher in der Schule des Bern-en Orley zu Brüſſel in kurzer Zeit dahin, daß er alle Mitſchüler übertraf.

ten Pat eine Reiſe nach Rom, und ſtudirte fleißig nach Raphael, und andern beruͤhm-Meiſtern, malte in der alten Peterskirche auf naſſem Kalck, und in der Kirchegehen della pace eine Auferſtehung Chriſti.„Er kehrte darauf mit ſeiner in Romlande ratheten Frau zuruck, und arbeitete mit anhaltendem Fleiße in ſeinem Vater-tuhere Seine Werke ſind dem ungeachtet ſelten, weil ſie in den niederlaͤndiſchen Un-9 9380 theils zu Grunde gegangen, theils in ſpaniſche Haͤnde gefallen, und an dencdinal Granvella für Rechnung des Koͤnigs Philippus verkauft worden.

weib Coexie hatte eine angenehme Manier, einen ſlieſſenden Pinſel, und wußte ſeinenKu lichen Figuren viel Grazie zu geben. Man beſchuldigt ihn aber einer geringenſch ut in der Anordnung und Zuſammenſetzung. Seine Erfindungskrafft war einge-rankt, er borgte daher oft die Gedanken** und brachte inſonderheit 0

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