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und noch fuͤnf andern Nuͤnſtlern. 261mit

Erzherzog Mattias nach Oeſterreich, und von da, wegen des entſtandenen Tuͤr-Suez, bauch Nuͤrnberg, und malte daſelbſt auch kleine hiſto riſche Stuͤcke, alsSe lachten, die Belagerung von Troja, die Zerſtoͤrung Jeruſalems, u. ſ. w. Lucas5 im Jahr 1625. und hinterließ Soͤhne, welche ſich gleichfalls der Malerey wid—

eten.

Martin von Falkenberg malte in ſeines Bruders Geſchmack, und verfertigteſehr viele—— Er leß ſich zu Frankfurt wohnhaft nieder„und arbeitete mei-

entheils fuͤr reiche Niederlaͤnder. Die Stuͤcke dieſer beyden Bruͤder ſind ſchwer vonnander zu unterſcheiden. Martin beſchloß ſein Leben im Jahr 1636. Von ſeinenhinterbliebenen Soͤhnen legten ſich ein paar auf die Malerey. Es iſt von ihnen aberſo wenig als von des Lucas Soͤhnen, etwas zuverlaͤßiges bekannt.

97. Johann Bol.

Johann oder Hans Bol, war zu Mecheln im Jahr 1534. gebohren. Erielte zu der Jeit, als die Malerey mit Waſſerfarben, wie im vorhergehenden Artickelgeda k worden, ſtark im Gebrauch war, maſſen man damals gegen 150. Werkſtellenvon der Art zehlte. Bol fieng die Kunſt unter einem ſehr mittelmaͤßigen Meiſter imnur Jahre an, und nahm ſehr geſchmund zu, ſo/ daß er zwey Jahre darauf eine Reiſedach Teutſchland that, und ſich allenthalben durch ſeine Werke beliebt machte. In-ſonder eit fand der Churfuͤrſt von der Pfalz einen Gefallen daran, und behielt ihnnunmedabre in ſeinen Dienſten. Darauf zog er wieder nach Mecheln, und legte

unehr eine eigne Werkſtelle an. Seine Erfindungen in den Landſchaften zeigken

Verstand und Genie, die Ausfuhrung war angenehm, und mit einer leichten Hand

gemacht. Van Mander ruͤhmt inſonderheit die Fabel von Daͤdalus und Icarus von

Thel worinn das Waſſer, die Luft, die Landſchaft, kurz alles, bis auf die kleinſtenE

Un mit dem groͤßten Fleiß, und der genaueſten Nachahmung der Natur, aus-geführt war.

d Bol ſtund bereits in groſſem Anſehen, verdiente viel Geld, und lebte zufrie-en, als er auf einmal in dieſer Verfaſſung geſtoͤrt wurde. Er muſte auf eine unan-denehme irt an den damaligen niederländiſchen Unruhen Theil nehmen. Die Sol-

Auen plünderten ſeine Wohnung rein aus, und lieſſen ihm kaum ſo viel, daß er nach

neatwerpen flüchten konnte. Daſelbſt fand er einen Freund der Kunſt, der ſich ſei-a nahm, und ihn mit Kleidern verſorgte. In dieſer Stadt verfertigte er eine

Lbennlung von allerley Thieren, Voͤgeln und Fiſchen mit Waſſerfarben nach demeben, welche der Kunſt halben in groſſem Werthe gehalten wurde.

1, Als Bol merkte, daß viele anfiengen ſeine groſſen Stuͤcke auf Leinwand zu ko-ren, ſo 9 5 5 55 nichts als kleine Landſchaftenſin Oelfarben, oder Hiſto-n iniatur zu malen, weil er wohl wuſte, daß dieſe nicht ſo leicht nachzumachen

ware Im Jahr 1584. muſte er wegen eines Tumults und feindlichen Ueberfalls,6 utwerpen ebenfalls raͤumen, und auf ein paar Jahre Bergen op Zoom zum Auffent-ſelte wählen. Von da gieng er nach Delft, und zuletzt nach Amſterdam, wo er durchdene iniaturſtücke viel Geld verdiente, und unter andern auch ein paar Proſpekteer Stadt Amſterdam von der Land- und Waſſerſeite verfertigte. Man hat eine

woſe enge Blätter, die nach ſeinen Zeichnungen geſtochen worden, und einen Be-hint eines fruchtbaren Genies geben. Bol ſtarb im Jahr 1593. zu Amſterdam, undduterließ einen Stiefſohn Franz Boets, der ſein wuͤrdiger Schuͤler war, und ſchöͤnebeyſcalten und Miniaturſtuͤcke 1— 5 beſter der Pes 1—, ürti in Amſterdam an der 5 und von

aus Dordrecht gebuͤrtig, der 1692. in Kk z ſeinem