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Siebender Band.
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Zeinrich Cornelius VDroon, und Johann Soens. 273

e S Er gieng über Venedig und Bologna nach Rom, wo er 1891. ankam. Allee Schönheiten der Kunſt.— ihn Anfangs ſo ein, daß er gleichſam auſſer ſichwar, und eine Zeitlang nichts vornehmen konnte, als die Antiken und Malereyen zutrachten. Er gab ſich Anfangs unter dem Namen von der Bracht, für einen unwiſ-faden Maler aus, als die andern ihn aber arbeiten ſahen, wurden ſie bald auf andereddanken gebracht. Um dieſe Zeit entſtund die Peſt in Rom: Golzius ließ ſich 5dur nicht abſchrecken, und zeichnete nach den Antiken beſtaͤndig fort, ob gleich ielodten und uͤbelriechenden Korper oft auf den Gaſſen um ihn her lagen. In muͤßigenStunden gieng er zuweilen zu den Kupferhaͤndlern, wo ſeine Kupferſtiche verkauftNude, hoͤrte ſolche beurtheilen, und zog aus dem Lobe und Tadel anderer groſſenzen.

Im Monat April des folgenden Jahrs, trat er in Geſellſchaft eines GoldſchmiedsMattieſen, und eines Edelmanns aus Bruͤſſel, von Wingen, die Reiſe nach Neapel an,and zwar in ſchlechten Kleidern, um unterwegs deſto ſicherer fuͤr Raͤubern zu ſeyn.düß der Reiſe laß von Wingen ihm Briefe von dem gelehrten Ortelius vor, worinnSaler ihm Nachricht gab, daß Golzius ſich in Italien aufhielte, und zugleich deſſenWau beſchrieb, und meldete, daß er an der einen beſchaͤdigten Hand ſehr kenntlichure. So haben wir ja den Golzius bey uns, rief Mattieſſen aus. Von—hal nicht glauben wollte, daß ſich ein ſo bekannter Kuͤnſtler ſo lange hätte verborgendalten konnen, lachte daruͤber. Unſer Kuͤnſtler hoͤrte dieſem freundſchaftlichen Streiteien 9 Zeit mit Vergnuͤgen zu, und zog endlich die Hand mit den ee ee0 het hier die Kennzeichen, welche man in dem Briefe von mir ange 5 5 ig b1— züdleich ſeine Waſche, die wie ſeine Kupferſtiche, mit dem Buchſtaben H. G. ge-

enam dar. Dieſe Begebenheit trug viel zur Verſtärkung ihrer Freundschaft unter-mander bey.

beſes Nachdem Golzius das merkwuͤrdigſte in Neapel und den umliegenden 8be wen, gieng er auf die paͤbſtlichen Galeeren, um nach den darauf befindlichen Scla90 da kackende, und die Anſtrengung der Muskeln zu ſtudiren, muſte aber wegenRom unigten Wetters zu Gaeta ans Land ſteigen, und trat darauf den Weg 7Dent en, Fuß an. Im Auguſt 15. verließ er Rom, nahm ſeinen Ruͤckweg uberteiſe ſchland, und beſuchte die Meiſter zum Theil wieder, bey denen 3 5 0.Se wie gedacht, als Bedienter geweſen. Bey der Ankunft verwun* 8wälen nicht wenig uͤber ſeine Beſſerung in Anſehung der 3 15 5 5ein,„e Aber nicht lange. Sein voriges Ulebel, und mieden.W. es mochte nun von dem beſtaͤndigen Sitzen, von der 1 er Er 1 ute ſcchdel dai lichkeiten, oder einer andern unbekannten Urſache herruͤ 7 5 4erh, ewegung machen, wenig arbeiten, und Frauenmilch an der Bru,nelte ihn bis 1617. da er im 59. Jahre ſtarb.

Golzius hatte eine leichte Hand, und eine fruchtbare Erfindungskraft. InLan ammlete 5 einen groſſen Vorrath von Zeichnungen, die er nachgehends zumdel heraus gab. Er hat uns eine Menge von Blattern nach Hemskerken, Floris,Nocklant, Spranger, und nach dem lezten das obenangefuͤhrte Goͤttermal geliefert.kucht weniger iſt der Vorrath von ſeinen ſelbſt erfundnen Stücken anſehnlich. Er5 chr richtig andern Kupferſtechern ihre Manieren nachahmen. Es 3enen cle Liebhaber Düͤrers Geſchicklchkeit der ſeinigen vorzogen, und beſchloß i 8Gesch Streich zu ſpielen. Er ſtach zu dem Ende einige Blatter in dieſes—.—Diachmac, insonderheit eine Beſchneidung, darinn er ſein eignes Vildniß anbrachte.m Albdrücke bekam niemand zu Geſichte, und ſie wurden vom Rauche mit Fleiß 11 auptth. VII. Band. Mm—