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Siebender Band.
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und vierzehn andere Nuͤnſtler. 279

bekannt wurde. Alsdann gieng er nach Rouen in Frankreich, kam aber wegen derbelelöſt wütenden Peſt bald wieder, begab ſich zu Franz Porbus, und blieb ein Jahrey Egidius Coignet. Bey dem letzten Meiſter nahm er eine weichere und beſſere Ma-8 als die bisherige an. Weil er nicht Gelegenheit gehabt hatte, ſich nach den An—ken zu bilden, ſo ſammlete er nach dieſen verfertigte Modelle, und erwarb ſich, indemſeißig darnach ſtudirte, eine richtige Zeichnung. Ehe er den Coignet verließ, ſchenktea ihm ein Blumenſtuͤck, welches dieſer wegen der vortreflichen Nachahmung der Naturebenslang ſorgfaͤltig aufbewahrte.

durch Cornelis ließ ſich darauf in ſeiner Vaterſtadt nieder, und brachte ſich gar bald

durch die ſchoͤnſten Stuͤcke, zum Ex. eine Soldatengeſellſchaft, und eine muͤtterliche Liebe,

au groſſen Ruf. Ein herrliches Gemälde von der Sündflut kam nach England. Der

fall Lucifers, die eherne Schlange, erhielten hollaͤndiſche Liebhaber. Cornelis verfer-

igte auch einige ſehr ahnliche Bildniſſe, wiewohl nicht gerne, weil ſein Genie mehreignen Erfindungen und hiſtoriſchen Zuſammenſetzungen aufgelegt war.

von, In den lezten Jahren liebte er die Nachtſtuͤcke, und hat in dieſer Art viele Bilderbie ſchoͤnem Kolorit und meiſterhafter Haltung geliefert. Er war fleißig, und brachteele Werke zu Stande; dem ungeachtet ſind ſie in den Niederlanden im Werthe, weil18 Kenner ſie wegen der artigen Erfindung und guten Ausführung ſchaͤzen. Corne-hat viele Schuͤler gezogen. Einer der beſten war Gerit Pieters von Delft, wel—Jus anfangs bey Leonhard, einem Glasmaler in Amſterdam lernte, und darauf vonnoob Mauwaert an Cornelis geſchickt wurde. Die andern heiſſen Peter Laſtmann,ſtagelſen„Gerhard Nop, Zacharias von Alemar, und andre mehr. Unſer Kuͤnſtlerarb 163g. im hohen Alter indem er das 76. Jahr überlebte.

117. Jacob de Geyn.ſtann, Jacob de Geyn war 1868. zu Antwerpen gebohren. Der Vater Johann,ammte aus Utrecht„und malte auf Glas und mit Waſſerfarben. Seine Bildniſſerden gleichfalls geſchätzt. Als er im funfzigſten Jahre die Welt verließ, war der4 Merſt ſiebenzehn Jahr alt, aber ſchon ſo geſchickt, daß er des Vaters unvollen-e Werke ausfuͤhrte. Weil dieſer ihm auf den Todbette gerathen, den Pinſel mitrabſtichel zu vertauſchen, ſo begab er ſich ein paar Jahre zum Golzius, undlegarb ſich viele Fertigkeit um Kupferſtechen, doch ließ er die Miniaturmalerey nichtgen, ſondern wechſelte mit beyderley Beſchaͤftigungen ab.ge Er wuͤrde es noch weiter gebracht haben, allein der Umgang mit andern jun-0 Malern hielte ihn zuviel ab. Um dieſen Zerſtreuungen ein Ende zu machen, undlchgerdentlichere Lebensart anzufangen, nahm er eine Frau. De Geyns hauptſäch-ſte emuͤhung gieng dahin, der Natur genau nachzuahmen, und weil ſich dieſes1 0 ſüglicher durch den Pinſel ins Werk richten läßt, o ließ er das Kupferſtechener. Jeitlang ruhen, und malte vornamlich Blumenſtuͤcke, die den Beyfall der Ken-0 hielten. Doch dieſer Eifer hielte nicht lange an; der Grabſtichel ward abermalund dand genommen, und ſo verſtrich das Leben dieſes Kuͤnſtlers unter der Malereyd n Kupferſtechen getheilt. In der Malerey war er ſo zu ſagen ſein eigner Mei-nd brachte es dahin, daß die Liebhaber damals ſeine Werke gerne kauften.8 childerte den Grafen Moritz von Naſſau auf einem tuͤrkiſchen Pferde in Miniatur,len galchlafenden Cupido, eine ſchlafende Venus, und verſchiedne andre Werke, die vie-ge Beyfall erhielten. De Geyndhat einige gute Schuͤler in der Kupferſtecherkunſt gezo-Roß als Johann Sanredam, Zacharias Dolendo, welcher jung ſtarb, einen gewiſſenobert und Corneille, der ſich nach Frankreich wandte. Die Zeit, wann er Abe,1