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Siebender Band.
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280 Kap. 15. Johann von Acken,

ben, laͤßt ſich nicht gewiß beſtimmen. Man findet auch Blatter nach Guido Reni,Claudius Vignon, und anderem, mit dem Nahmen Wihelm van Geyn. Dieſer Ku-pferſtecher war vermuthlich ein Sohn von Jacob.

8 118. Adam van Oort. 43 Adam van Oort erblikte die Welt 1557. zu Antwerpen. Sein Vater der;Amersfort 1520. gebohren war, trieb die Malerey und Bildhauerkunſt mit gute!

Erfolg, kam 1547. in die Malerakademie zu Antwerpen, und unterrichtete ſeinen

Sohn in der Kunſt. Adam beſaß viel Genie, und würde einer der beſten Maler 9

worden ſeyn, wenn er ordentlich gelebt haͤtte. So aber verfiel er auf allerley Aus

ſchweifungen, vernachlaͤßigte ſeinen Pinſel, und entfernte ſich von der ſchoͤnen Nalul-n Dem ungeachtet wurden ſeine hiſtoriſchen Gemälde geſchaͤzt, und theuer bezahlt. Da1 unordentliche Leben machte alle Schuͤler von ihm abſpenſtig. Der nachmals ſo beruͤhm-

te Rubens, welcher die erſten Anfangsgründe bey van Oort lernte, wandte ſich oö

ihm zu Otto Vaͤnius. Der einzige der ihm getreu blieb, war Jakob Jordan1 Allein dieſer ſchickte ſich in des Meiſters wunderliche Gemuͤthsart, weil er die Toch-N ter liebte, und auch einige Zeit darauf heyrathete.

e So wie van Oort in der Liederlichkeit zunahm, ſo verminderte ſich auf der an“

. dern Seite ſeine Geſchicklichkeit. Er wurde nachlaͤſſig, und arbeitete nur ums GasSeine letzten Werke haben nur das Verdienſt einer leichten Ausfuhrung, und ein

N guten Kolorits. Der ausſchweifenden Lebensart ungeachtet erreichte er ein Alter von

00 84. Jahren, und ſtarb 1641. Die Schuͤler von ihm ſind, Rubens, Jordans, Framt/

1 und Heinrich von Balen. Die Platte E. E. zeigt ſein Bildniß.

6 119. Otto Vaͤnius.Platte Wioir haben hier einen Kuͤnſtler vor uns, der in Anſehung ſeiner Verdienſte 15* k. die Malerey bey den Niederlaͤndern einen vorzuͤglichen Platz verdienet. Ihm 1

dieſe Schule die Regeln einer guten Haltung und des Helldunklen zu danken; 1viel zur Einfuͤhrung des guten Geſchmacks beygetragen, und man macht ihn ſchoßauf eine vortheilhafte Art bekannt, wenn man ſagt, daß aus ſeiner Schule Rubender groſſe Meiſter im Kolorit und der Haltung entſtanden.

Octavius von Veen, oder wie er gemeiniglich genannt wird, Otto Vaͤniusſtammte aus einer guten Familie in Leyden, und erblickte die Welt im Jaht 157.Sein natürlicher Trieb zur Zeichenkunſt entdeckte ſich gar bald, der Vaker ließ 0ſolche deswegen bey Iſaac Claſſen lernen, und ſchickte ihn, um es weiter in derzu bringen, nach Luͤttich. Daſelbſt fand er Gelegenheit ſich bey dem Biſchoſbeliebt zu machen, und durch ihn Empfehlungsbriefe an den Kardinal MaduccioRom zu erhalten. Als der Kardinal den Kuͤnſtler kennen lernte, faßte er eine perſachliche Achtung fuͤr ihn, und that ihm allen moͤglichen Vorſchub. Von Veen begab ftdarauf in die Schule des Friedrich Zucchero, und ſuchte deſſen Manier nachzuahmen.

Nach einem wohl angewandten Auffenthalte von ſieben Jahren in Italien, giener nach Deutſchland, hielte ſich eine geraume Zeit 1 7 8 und 1auf, und hinterließ aller Orten ruͤhmliche Beweiſe ſeiner Kunſt. Man bot ihm 15ſehnliche Gnadengeder an, er ließ ſich aber dadurch nicht gewinnen, ſondern die L.be zum Vaterlande behielt die Oberhand. Mit eben der Gleichguͤltigkeit ſchlug onauch die ſpaniſchen und franzöſiſchen Dienſte aus. Er zog die bey dem Herzoge nParma, dem damaligen Statthalter der Niederlande vor, weil er dabey in ſeltVaterlande bleiben konnte. Je mehr der Herzog den Kuͤnſtler und ſeine Gesche