und vierzehn andern Kuͤnſtlern. 281
kennen lernte, deſto gewogner ward er demſelben, und gab ihm endlich den Titel eines.
walich ſpaniſchen Ingenieurs und Hofmalers. Der ganze Hof ſchaͤkte den von Veen,egen ſeines guten Charakters und angenehmen Umgangs.
ke„Nach des Herzogs Tode ließ von Veen ſich zu Antwerpen nieder, und malte10 Stucke fuͤr die dagen Kirchen und andre anſehnliche Gemaͤlde, die ihm groſſen110 erwarben. Die Stadt trug ihm auch bey dem offentlichen Einzuge des Erzher-10 Alberts auf, die Ehrenpforten zu malen. Man bewunderte darinn eine groſſedubedle Anordnung, und eine ſinnkeiche Erfindung. Der Ersherzog belohnte ſeinele ey bewieſene Kunſt; von Veen ward nach Bruͤſſel berufen, und erhielt die Stel-eines Aufſehers der Münze. Dieſe Bedienung hielt unſern Kuͤnſtler aber nichton der Malerey ab, er malte die Bildniſſe des Erzherzogs, und der Infantin Iſa-reich“ hebſt vielen andern Sachen. Ludwig XIII. gab ſich viele Muͤhe ihn nach Frank-ich zu ziehen, er blieb aber dem Erzherzog getreu, und wollte nicht einmal fuͤr denonig Kartons zu Tapeten im Louvre verfertigen.
Gisg, Otto von Veen hatte zwey Bruͤder, die ſich beyde in der Kunſt hervorgethan,detebert war ein geſchickter Kupferſtecher, und Peter ein Maler, von dem aber wenigerat iſt. Des Kuͤnſtlers Bildniß zeigt die Platte E. E. Daſſelbe iſt nach dem vonn Tochter Gertrude gemalten Original geſtochen; zu dem der bekannte gelehrtekeanus folgende Zeilen gemacht hat:
Artis ſuae miraculo felix Pater
E filia jam plenus aevo naſcitur,Victurus omni, clarus atavis BatavisPictor, poeta, philoſophus, CaſtrenſiumCallens Mathematum, orbita Dii ingeniPer alta vectus rerum, et ima et intimaScientiarum, docta vaena Vaenius.
ter, Otto Vaͤnius starb zu Brüſſel 1634. im 78. Jahre, und hinterließ zwey Toͤch-Erf Cornela und Gertrud, die beyde, inſonderheit aber die letztere, mit gluͤcklichemals 600 die Malerey getrieben. Er hat ſich aber nicht nur in der Kunſt, ſondern auchKriele Gelehrter und Schriftſteller gezeigt. Wir haben von ihm die Geſchichte desaus der Bataver aus dem Tacitus mit vierzig Kupfernz die.des Dh, Horaz in verſchiednen Sprachen, die er alle vollkommen verſtand; das Lebenu homas Aquinas mit zwey und dreyßig Kupfern; Emblemen uͤber die geiſtlicheefeeleelkliche Liebe. Er eignete der Infantin Iſabelle anfangs nur die letztern zu, ſie. ihr aber dergeſtalt, daß er auf ihr Verlangen, auch die von der geiſtlichene hinzuſetzen muſte.
120. Johann Rottenhammer. 5 aKun Johann Rottenhammer erblickte die Welt zu Muͤnchen 1564. und fieng an diewert bey einem ſchlechten Maler, Nahmens Donauer zu treiben. Weil bey dieſemVat⸗lcht viel zu lernen war, gieng er, wegen Ermanglung andrer Huͤlfe in ſeinerten derſtadt nach Rom, und zeigte ſich daſelbſt in kurzer Zeit von einer vortheilhaf-Seite. Seine kleinen hiſtoriſchen Gemaͤlde auf Kupfer fanden Beyfall, und einewunde mit Engeln umgeben in lebensgroſſen Figuren, ſetzten die Liebhaber in 7—Seit ung, weil man ihm bisher nicht ſo viel Faͤhigkeit zugetrauet, und von. 5ſahr gekannt hatte. Der gluͤckliche Erfolg machte dem Kuͤnſtler Muth 4 5Il. Z, Es fehlte ihm noch im Auftrag der Farben, er gieng deswegen nach Ben 39Gauptth. VII. Band. Nu