und vierzehn andern Ruͤnſtlern. 283
Göttermal, welches von Mander mit Lobe anfuͤhrt, iſt gegenwaͤrtig in der Chur-flziſchen Sammlung. Uytenwael ſtarb im Jahr 1604. im Rufe eines der beſteneiſter damaliger Zeit. Schuͤler ſind von ihm nicht bekannt.
122. Tobias Verhaegt.
Dieſer Kuͤnſtler welcher bey allen guten Schriftſtellern Tobias Verhaegt,
5 nicht Meder heiſt, war zu Antwerpen 1866. gebohren. Man zaͤhlt ihn un-
die guten Landſchaftmaler der niederlaͤndiſchen Schule, obgleich ſein Lehrmeiſter
ſubekannt iſt. Er verſtund die Luftperſpektiv ſehr wohl, und wuſte ſeinen Land-
alten einen weiten Horizont zu geben. Sie ſind meiſtentheils bergigt, und mit
6 men ausgeziert. Der Baumſchlag kommt mit der Natur uͤberein, und in demanzen herrſcht eine ſchoͤne Uebereinſtimmung.
Verhaegt unternahm, als er bereits im Anſehen eines treflichen Landſchaftersduns, eine Reife 110 Jalen Seine Arbeit fand inſonderheit bey dem Grosherzogenic Aorenz vielen Beyfall. In Rom machte er ſich durch ein Gemälde vom babylo-keiten Thurm beruͤhmt, worinne man den erſtaunlichen Fleiß in den geringsten Kleinig-aten bewunderte. Er hat dieſen Gegenſtand etlichemal wiederholt. Einen davon* iguren von Frank, ſieht man in der Stadt Liere. Nach wem 8 5ſi halte in Italien„kehrte Verhaegt endlich wieder in fein Vaterland zuruͤck, lie
ch in Antwerpen nieder, und ſtarb daſelbſt 1631. im 65. Jahre.
123. Peter Cornelius van Ryck.
Wi Van Ryck war um das Jahr 1566. zu Delft gebohren, und gieng zu Jacob8 helm in die Schule. Nach Verlauf von ein paar Jahren nahm man ihn dort wiederen und wollte ihn zwingen eine andre Beſchäftigung zu waͤhlen. Drey Jahrelarichen daruͤber, allein die Natur hatte ihn einmal zum Maler beſtimmt: ihm ge-ſei g nichts, bis er ſich wieder zur Malerey wandte. In ſechs Monaten machte er bey
nem neuen Lehrmeiſter, dem Portraͤtmaler Herbert Jacobs, einen erſtaunlichen Fort-15. ſo daß er im Stande war, ſelbigen nach Italien zu begleiten. Wahrend ſeinesmu ichmährigen Aufenthaltes ſtund er in Rom in gutem Anſehen, und ſchilderte nicht160 fle der angeſehenſten Perſonen ab, ſondern lieferte auch hiſtoriſche Stuͤcke.ſchich. um 36. Jahre ließ er ſich zu Harlem nieder, und malte unter andern die Ge-
echte vom Lazarus und dem reichen Mann fuͤr das daſige Hoſpital, welches groſſenteachlall erhielt. Er arbeitete in Oel und auf naſſem Kalk. Seine Bilder ſind geiſt-
ch, und im Geſchmack des Baſſano. Es iſt ungewiß, wann er geſtorben.
124. Franz Badens.
ſingz Franz Badens erblickte die Welt im Jahr 1877, zu Antwerpen, lernte die An-bagegründe der Malerey bey ſeinem Vater, einem mittelmaͤßigen Kuͤnſtler. Bey er-ud enen Jahren that er in Geſellſchaft von Jacob Matham eine Reiſe nach Rom,gen deachte es innerhalb vier Jahren dahin, daß man ihn nach der Zuruͤckkunft, we-welcher ſchoͤnen Manier, nur den italiaͤniſchen Maler nente. Er iſt einer der erſten,unch urch einen weichen und warmen Pinſel, und durch eine verſtaͤndige Behand-hat der arben, ſeinen Landsleuten die Bahn zum wahren und ſchoͤnen Kolorit gezeigtdas Cocſan findet Hiſtorien, Bildniſſe, und Converſationsſtucke von ihm. Er hattern(oſtum in Anſehung der damals ublichen Trachten, in den Gemaͤlden von der letz-1556 attung ſehr wohl beobachtet. Man weiß nicht, wann er geſtorben. Seinbes Yun Antwerpen geborner Bruder, Johann Badens, lernte gleichfalls bey ſei-n Vater, und ward in der Folge ein groſſer Portraͤtmaler. Er gieng frühzeitigNn 2 nach