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Siebender Band.
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284
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latte* E.

284 Kap. 16. Von Xubens, Uſfenbach, Elzheimer,

nach Italien, und wandte ſeine Zeit daſelbſt mit fleißigem Studiren gut an. Auf 0Ruͤckreiſe durch Deutſchland war der Ruf ſeiner Geſchicklichkeit bereits voraus gegangen. Die vornehmſten regierenden Herren, und andre Standesperſonen, wollten vo 5ihm gemalt ſeyn, und bezahlten ſeine Arbeit ſehr anſehnlich. Als er nun mit dem er-worbenen Vermoͤgen in ſein Vaterland zuruͤckkehren wollte, ward er unterwegs voraͤuberiſchen Geſindel angefallen, gemißhandelt, und rein ausgepluͤndert. Diele.e er ſich ſo zu Gemuͤthe, daß er nicht lange darauf im Jahr 1603. 10ram ſtarb.

3 125. David Vinkenboom.

David Vinkenboom erblickte die Welt 1578. in Mecheln. Der Vaternahm ihn als Knabe nach Antwerpen, und im ſiebenten Jahre nach Amſterdangwo er anfieng den Sohn in der Malerey mit Waſſerfarben zu unterrichten. Nachdeſſen 1601. erfolgtem Abſterben legte der junge Vinkenboom ſich auf das Oelmalen.Der Erfolg war glücklich, indem er viele angenehme Staffeleygemälde, die gemeiniglieBauernhochzeiten, Dorfluſtbarkeiten, und zuweilen auch geiſtliche Gegenſtände mkleinen Figuren vorſtellten, lieferte. Die kleinen Figuren ſind meiſtens richtig geszeichnet, und gefallen durch die groſſe darinn beobachtete Abwechſelung. Eine 0ner beruͤhmteſten Stuͤcke, welches ſehr groß, und vierzehn Fuß breit iſt, findet ieim Hoſpital zu Amſterdam. Es ſtellt eine Ziehung der Lotterie bey der Nacht 19Man ſieht darinn eine Menge Volks mit Laternen, welche dem Meiſter Gelegen fgegeben, ſeine Kunſt in der Haltung zu zeigen. Viele behaupten, daß er es ſoboß,bey dieſem Stuͤcke, als in allen ſeinen Werken, in den harten Entgegenſetzungen 755ſehen, und dadurch die Uebereinſtimmung des Ganzen verhindert habe, die bey Sach aleven und Wouwermann ſo ſehr gefallt. Vinkenboom beſitzt aber ſonſt viele andteEigenſchaften, weswegen er allemal das Lob eines guten Kuͤnſtlers verdient. Verſchiedene ſeiner Landſchaften haben Rottenhammer und Breydel ausſtaffirt.

Vinkenboom malte auch auf Glas mit Waſſerfarben, und ſtach in Kupſe,Wir haben ohngefehr 22. Blatter von ihm. Viele ſeiner Landschaften hat de, 0ſchickte Kupferſtecher Nicolaus de Bruyn herausgegeben. Das Jahr ſeines Todes!ungewiß, man weiß nur daß er noch im Jahr 1604. gelebt hat.

Das 16. Kapitel.

Von Rubens, Uffenbach, Elzheimer, und Thomanvon Hagelſtein.

126. Peter Paul Rubens.

ir haben hier einen Kuͤnſtler vor uns, der nicht nur in der niederlaͤndiſchen Schuſondern uͤberhaupt unter allen Malern, als einer der größten und berühmtes,anzuſehen iſt, und vor vielen Italienern, ſo neidiſch ſie auch auf ihn ſind, einen Ei-tigen Vorzug verdient. Wir ſehen in ſeiner Perſon, ſo viel andre merkwürd g. pargenſchaften vereinigt, daß er in dieſer Betrachtung vielleicht der einzige iſt. Euf-nicht allein als Maler groß, ſondern er zeigte ſich auch als ein Gelehrter, der w 1 5tige Kenntniſſe beſaß, als ein Hofmann, der im Umgange mit den Vornehmſten undſchiednen Hoͤfen gebildet war, als ein Staatsmann, der zu wichtigen Geſchaͤften ennGeſandſchaften gebraucht wurde. Koͤnnen wir es den Niederländern verargel Cor-ſie auf ihren Rubens ſo ſtolz ſind, als die Italiener immer auf einen Raphael/regio, oder Tizian ſeyn koͤnnen? Peter