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Siebender Band.
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285
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und Thoman von Sagelſtein. 285

„ Peter Paul Rubens ſtammte aus einer angeſehenen Familie. Sein Vater waran Mitglied des Raths, und Lehrer der Rechte in Antwerpen, hatte ſich aber wegener Kriegsunruhen, auf eine Zeitlang nach Koͤlln gewendet, wo dieſer Sohn 1577.m Petrus und Paulus Tage gebohren ward, und zum Andenken des Tages, die Nah-nen beyder Apoſtel in der Taufe empfieng. Man ſparte nichts an der Erziehung,und ließ ihn in der lateinischen Sprache, und allen ſchoͤnen Wiſſenſchaften gruͤndlichnterrichten. Er ſollte ſich, nach des Vaters Beyſpiel, der Rechtsgelahrtheit wid-eh, allein ſein Genie zur Malerey aͤuſerte ſich gar zu ſtark. Man ſahe daß die Na-tur ihn dazu beſtimmte. Nach wiederhergeſtellter Ruhe uͤbernahm der alte Rubensne vorigen Stellen in Antwerpen wieder, und that ſeinen Sohn als Pagen zurrafin Lalain. Allein das muͤſſige Pagenleben, war nicht nach unſers Kuͤnſtlers Ge-Ihmack; Er bat den Vater ihn zu ernſthaftern Dingen zu beſtimmen, aber umſonſt.Als dieſer, man moͤgte faſt ſagen, zum guten Gluͤcke bald darauf ſtarb, begab er ſichder zu ſeiner Mutter, und entdeckte derſelben ſeine heftige Begierde ein Maler zuwerden. Sie dachte billiger als der Vater, und ſchickte ihren Sohn anfangs zu einenLandſchaftmaler, Tobias Verhaegt, nachgehends zu Adam van Oort, bey dem eraber wegen ſeiner unordentlichen und liederlichen Lebensart nichts lernen konnte, undkdlch zum Otto Vänius, der damals wegen ſeiner ſchoͤnen Manier in ſolchem Anſe-en ſtund, daß er von vielen der flandriſche Raphael genannt ward.

kurze, Unter dieſem vortreflichen Meiſter nahm der junge Schüler zuſehends zuz inurzer Zeit malte er ſo gut, wie jener, und brachte ſich wegen ſeiner Kunſt, ſeines870 en Genies, und uͤbrigen Kenntniſſe, in groſſen Ruf. Im 23. Jahre fieng er anch allein zu arbeiten. Die feinen Sitten machten ihn bey jedermann, auch beyornehmſten des Hofes beliebt. Selbſt der Erzherzog Albert gewann ihn lieb,ſchickte ihn, mit nachdruͤcklichen Empfehlungsſchreiben, an den Herzog Gonzaga5 antua, damit er in deſſen herrlichen Sammlungen von Werken der Kunſt Ge-ed eabeit haben moͤgte, ſich weiter zu bilden. Ehe er dieſe Reiſe antrat, verfertigte0 gedachten Erzherzog, der ihn in ſeine Dienſte genommen, verſchiedne merk-ige Stuͤcke.

er Kurz nach der Ankunft in Mantua nahm der Herzog ihn in ſeine Dienſte/ weil5 ein Kenner urtheilte, zu was fuͤr groſſen Dingen ein Genie, wie das von Ru-mit d fähig ware. Nunmehro ſahe der Künſtler ſich auf einem weiten Schauplatze,J lüen praͤchtigſten Werken der Kunſt umgeben. Hier fand er in den Werken des

5 ius Romanus im Pallaſte del T. eine vortrefliche Schule der Zeichnung und in dendet alden des Corregio und Tizian die ſchoͤnſten Muſter des Kolorits. e ſtu-und nach allen, nahm von einem jeden mit kluger Wahl, was ihm gut deuchte,Ke bildete ſich daraus diejenige vortrefliche Manier, welche noch heutiges Tages alle

ner an ihm bewundern.

Der Herzog traf ihn einmal an, da er im Begrif war, eine Geſchichte aus dem50 zu malen, 5 hoͤrte ihn unbemerkt, ganze Stellen aus dieſem Dichter herſa-

Er redete den Kuͤnſtler lateiniſch an, und dieſer ſetzte die Unterredung, zum Er-8 den des Herzogs, eine lange Weile mit groſſer Fertigkeit fort. Nicht lange daraufab der im Nahmen ſeines Herrn mit reichen Geſchenken an den Konig in Spanienſeigel ckt. Hier zeigte er ſich als einen wahren Hofmann, und machte ſich durchblieb Auge Aufführung bey dem Könige und dem ganzen Hofe beliebt. Die MalereyGeb deswegen nicht legen. Man bezahlte ihm ſowohl die Bildniſſe als die hiſtoriſchen

emaͤlde auſſerordentlich, und machte ihn zu einem reichen Manne. Der Ruf ſeiner

0 ai drang bis nach Portugal. Der e* Braganza, nachmaliger.