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Siebender Band.
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287
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und Thoman von Sagelſtein. 287

,, Rubens ſahe ſich nunmehr im Ueberfluſſe und von Jedermann geehrt. Die Lieb-haber beſchaͤftigten ihn beſtaͤndig, wodurch er groſſe Reichthuͤmer ſammlete. Er wararbeitſam und niemals muͤßig. Bey der Arbeit ließ er ſich gemeiniglich die Geſchichte,und vornemlich die von dem unter Haͤnden habenden Gegenſtande vorleſen. Er er-and wegen ſeines fruchtbaren Genies, mit ungemeiner Leichtigkeit, und fuͤhrte dieemaͤlde bey der groſſen Uebung, mit beſonderer Hurtigkeit aus. Dieſe Urſachen, undar in einer Reihe von vielen Jahren bewieſene ununterbrochene Fleiß, ſind zugleich derkund von der faſt unzaͤhligen Menge ſeiner Werke. Dazu kommt daß er viele ge-ickte Schuler hatte„die ihm helfen muſten, oder die zu ſeinen Figuren die Land-haften und Blumen malten. Sie hatten aber allemal ſeine Zeichnungen vor ſich,d er retuſchirte ihre Malerey. Es iſt bekannt, wie viele Gemaͤlde es giebt, darinn5 ens die Figuren, und van Üdens oder Wildens die Landſchaft, und Sneyderse Thiere, Blumen„und Fruͤchte gemalt hat.

Bey einem ſo allgemeinen Ruhme konnte es nicht fehlen, Rubens muſte einedoſſe Menge 3 ede unter den andern Malern haben. Er begegneteinen aber allen grosmuͤthig. Einigen ſchafte er Arbeit, oder erwies ihnen andereHefalligkeiten, andere würdigte er keiner Antwort, und ließ ſeine Werke reden.Nanſens und Rombouts, ein paar in ihrer Art gute Kuͤnſtler, erklärten ſich öffentlichfür ſeine Widerſacher. Jener wagte es, ihm einen Zweykampf in der Malerey anzubie-155 Rubens ließ ihm aber melden, daß er ſich alsdann erſt mit ihm einlaſſen wuͤrde,85 ſeine Werke zeigten, daß er faͤhig waͤre ſich mit ihm einzulaſſen. Rombouts

oſchuldigte ihn, er wuͤrde ohne van Üdens und Wildens Huͤlfe, nicht der groſſe Malerhn. Rubens ließ ihn reden, verfertigte aber einige Landſchaften mit eigner Hand,ie den Beyfall aller Kenner erhielten, und des Rombouts Tadel zu ſchanden machten.men Goldmacher aus London, der ihn mit leeren Worten zum Beſttzer vieleri lionen zu verhelfen verſprach, horte er eine Weile mit groͤßter Gedult an, fuhrte20 darauf in ſeine Werkſtelle, und ſagte: Es iſt ſchade, mein Herr, daß ſie nichtp. Jahre fruͤher gekommen ſind, denn ſeit der Zeit habe ich in der Palette und deninſeln den wahren Stein der Weiſen gefunden.

Auſſer der Menge von groſſen Gemaͤlden, koͤnnte den Rubens die Luxenburgiſchedale allein uſtrblch—— Die Königin Maria von Medicis berief ihn8 Jahr 1620. nach Paris, um in einer langen Gallerie die vornehmſten Bege-huheiten ihres Lebens vorzustellen. Hier ſieht man den Maler in ſeiner ganzen Groͤſſe.i groſſen weiklaͤuftigen Zuſammenſetzungen waren am meiſten nach ſeinem Genie.d erfindung und Anordnung der Gemälde, das herrliche Kolorit, alles iſt meiſterhaft,glückliche Anwendung der Allegorie, macht es zu einem wahren Gedichte. Sie iſttenllich ohne übertrieben zu ſeyn. Man ſieht ſolches noch in den meiſten wohl erhal-tl kei Stuͤcken, wiewohl, die Lebhaftigkeit der Farben hin und wieder von der Feuch-reit, und vielleicht auch durch Vernachlaßigung gelitten.

Di: aht aus 24. Gemaͤlden, die an der Wand in ver-ſchiednen 8 en Rubens malte ſie in Antwerpen, und reiſete0 gehends nach Paris, um ſie ſelbſt an dem beſtimmten Orte aufzuhängen. NurVer Stucke davon verfertigte er auf Verlangen der Koͤniginn in Paris, weil ſie einergnügen in der Unterhaltung mit dem Küͤnſtler fand, und ihn gerne arbeiten ſahe.in„prächtige Gallerie iſt von den beruͤhmteſten Kuͤnſtlern, als Audran und andern,

einem beſondern Werke in groß Folio in Kupfer geſtochen, und macht nicht 0cen 9 der Vortreflichkeit der Gemaͤlde an ſich, ſondern auch wegen der in den Oli

ewieſenen Kunſt, eines der beſten Werke fuͤr die Kupferliebhaber aus 5