und verſchiednen andern Kuͤnſtlern.
131. Peter Soriau.
ter g., Peter Soriau, des vorigen Sohn, lebte ums Jahr 1683. und ſtund als ein gu-. Frucht, Blumen und Bildnißmaler in Ruf. Weitere Lebensumſtände ſind vonm nicht bekannt.
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132. Georg Flegel.
Georg Flegel lebte ohngefehr zu des Alten Soriau Zeiten, und malte zu Frank-
furt, wie jener allerley Stilleben, Pokale, Glaͤſer, Vaſen von verſchiedenem Me-
talle. Inſonderheit befliß er ſich der Natur in ſeinen Fruͤchten und Fiſchen aufs ge-aueſte nachzuahmen. Er arbeitete hurtig, ſeine Arbeit wurde aber in den Nieder-den ſo ſtark geſucht, daß kaum alle Liebhaber befriedigt werden konnten. Erar aus Maͤhren gebuͤrtig, und ſtarb ums Jahr 1636.
133. Martin von Falkenburg.
Martin von Falkenburg wird als ein beruͤhmter Portraͤtmaler angezeigt, derchr guücklich in der Aehnlichkeit geweſen. Er lebte zu Frankfurt und ſtarb an derf eſt 1636. Vielleicht war er ein Sohn des oben Nummer 95. angefuͤhrten Lu-as von Falkenburg, von dem man weiß daß er Sohne hinterlaſſen. Es giebt aber
chrere Kunſtler dieſes Nahmens, die man beym Fuüͤßli unter dem Buchſtaben V.achſchlagen kann.
134. Abraham Bloemart.
al Abraham Bloemart erblickte die Welt 1567. zu Gorcum,(wiewohl ihn andere,5 Houbraken, um drey Jahr aͤlter machen.) Sein Vater, ein Ingenieur und Bild-Ute, war in den niederlaͤndiſchen Unruhen bald hie bald dort, und kam endlich nachecht, wo der Sohn Gelegenheit fand in einigen Zeichnungen nach Franz Floris ſeinhard e zu zeigen. Der Vater schickte ihn deswegen zu einen schlechten Maler Ger-id Splinter, nachgehends zu Joſeph von Beer, einen Schuͤler des Floris; Imufzehenden Jahre kam der iunge Bloemart in Paris zu zwey mittelmaͤßigen Malernſot, und Herry, kehrte aber nach einigen Monaten wieder nach Amſterdam zuruͤck,e Vater die Baumeiſterſtelle bey der Stadt bekleidete. Nachdem er alſo ver-05 ene Jahre von einem mittelmaͤßigen Lehrmeiſter zum andern herum geirrt war,Er er nunmehr an fuͤr ſich allein zu arbeiten; und ließ ſeinem Genie den freyen Lauf.f bildete ſich ſelbſt eine Manier, und brachte es dahin, daß man ihn unter die vor-ſten Kuͤnſtler der niederländiſchen Schule zehlte.
Nach des Vaters Tode ſchlug er ſeinen Wohnplatz in Utrecht auf, und malteda— 55 5 5 eine. ihren vom Apoll und der Diane erſchoſſenen Kin-ie Figuren waren in Lebensgroͤſſe; und man bewunderte darinne die ſchoͤne An-
und gute Ausfuͤhrung. Das Bild gefiel dem Kaiſer Rudolph dergeſtalt,er es noch einmal von dem Kuͤnſtler verlangte. 5
ordnundaß 9
war Bloemart malte alles was ihm vorkam, ausgenommen Bildniſſe. Sein Genieer zu feurig, um ſich lange bey einem Kopfe zu verweilen. Den Landſchaften wußte100 beſondere Anmuth zu geben: und ſie mit wohlgemalten wilden und zahmeneren auszuſtaffiren, oder ſie auch durch Anbringung einiger Figuren aus den Ver-ihre lungen, intereſſant zu machen. Seine hiſtoriſchen Gemaͤlde haben bey Kennernzun 12 zerth, wenn die Zeichnung gleich etwas ins manierte faͤllt, und die Gewaͤnderhi Theil nicht gut geworfen ſind. Er wuͤrde dieſe Fehler bey ſeinen natuͤrlichen Faͤ-keiten leicht vermieden haben, wenn er 9 zu ſehr auf ſein Genie.0 3
PlatteE. E.