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294 Kap. 17. Von Daniel und Peter Soriau,
und daruͤber die Nachahmung der Natur verabſaͤumt hatte. Hingegen verdient er inAnſehung des Kolorits und des helldunklen geloht zu werden.
Johann Muͤller, Henrich Golzius, Sanredam, und ſeine beyden Soͤhne 10nelius und Fridrich Bloemart haben nach ihm geſtochen. Bolswert hat eine ſe 5Geburt Chriſti und einige Landſchaften geliefert. Aus Bloemarts Schule ſind geſchickte Kuͤnſtler entſtanden, darunter wir nur den Cornelius Poelemburg, GerhalHundhorſt, Johann Baptiſta Weninks, und die beyden Bruͤder Both anfuͤhrewollen.
Bloemart brachte ſein Leben uͤber achtzig Jahre, und beſchloß es im Jae1255 32 Bildniß zeigt die Platte EE. Man machte folgende Verſe auf fnen Tod.
Pictor natura eſt, uſus vix ille MagiſtroArte hic egregiis nec tamen inſerior.Pinxit aves, naves, homines, herbosque ferasqueEt lætos flores, floridus innumeros.
Dieſer Kuͤnſtler hinterließ vier Soͤhne, die ſich alle der Kunſt widmeten.
Heinrich Bloemart der aͤlteſte war ein guter Zeichner; Es fehlte ihm atheils an Genie, theils war ſeine eigne Auffuͤhrung daran Schuld, daß er ſeinnicht machen konnte. Er ſtarb ohngefehr mit dem Vater zu einer Zeit.
Adrian Bloemart that eine Reiſe nach Italien, und erwarb ſich daſelbſt 1Geſchicklichkeit; Auf der Ruckreiſe hielt er ſich eine Zeitlang in Salzburg auf 00malte bey den Benediktinern ſchoͤne Kirchenſtuͤcke. Er war ein unruhiger: 40fieng mit jederman Haͤndel an, und wurde endlich in einem Duell erſtochen.
Cornelius Bloemart der beruͤhmteſte unter allen war 1603. zu Utrecht 13ren, und ward ein groſſer Kupferſtecher. Er arbeitete lange in Rom an den Sbeſender Gallerie des Prinzen Justinian nach Sandrarts Zeichnungen, und unter deeitAufſicht. Er hatte die Kunſt bey Criſpin von Pas gelernt, und brachte es ſehr leisdarinne, wie eine groſſe Menge ſeiner Blatter, die er theils nach ſeinem Vater, 1 5nach den beſten Italieniſchen Meiſtern vornemlich nach Peter von Cortona herau 90geben hat, beweiſen. Das Verzeichniß davon findet man in des le Comte Cabing nſingularitès de Peinture et de Gravure. Tom. 2. p. 354. Der Aufenthalt in R u-gefiel ihm ſo gut, daß er ſeine uͤbrige Lebenszeit bis zu einem hohen Alter daſelbſt; 5.brachte. Das Jahr ſeines Todes iſt ungewiß. Mehr von ihm kommt unten imKapitel No. 24. vor.
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Friederich Bloemart der vierte und juͤngſte Bruder legte ſich gleichfals derKupferſtechen, kam aber dem Cornelius Bloemart nicht gleich. Er arbeitete, BlätterBruder, nach ſeinem Vater und andern groſſen Meiſtern. Weil man wenig B ichenmit ſeinem Namen findet, ſo iſt zu vermuthen, daß er dem Bruder bey vielen Sahuͤlfliche Hand geleiſtet, und kein hohes Alter erreicht habe.
135. Horatius und Artemiſia Gentileſchi. fat
Den Horatius Gentileſchi, welcher zu Piſa geboren war, und adeleunter die Italiener gehort, zieht Sandrart aus dem Grunde unter die Nieder,