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und verſchiednen andern Ruͤnſtlern. 205

der, weil er ſich eine geraume Zeit in Londen aufgehalten, und daſelbſt geſtorben.kan hat ihn um die Ordnung der Nummern nicht zu unterbrechen, bey dieſer neuenAusgabe hier ſtehen laſſen.

Gentileſchi klernte bey ſeinem Stiefbruder Lomi, einem unbekannten Meiſter:nahm aber wie er nach Rom kam, eine feine und gute Manier an, wodurch er ſich inNu brachte, und von den Vornehmen haufig gebraucht wurde. Im Jahr 1621.that er eine Reiſe nach Genua, und arbeitete ſowohl fuͤr die Stadt als fuͤ᷑ den Turi-ner Hof. Sein Ruhm verbreitete ſich bis nach Paris: Der Konig verſchriebihn, und er hielte ſich zwey Jahre daſelbſt auf, bis ihn Koͤnig Carl L. nach Englandverlangte. Er verfertigte in London einige Bildniſſe, ſeine Hauptſache waren aberRoſſe hiſtoriſche Stuͤke. Sandrart ſtiftete wahrend ſeines Aufenthalts in dieſerStadt eine genaue Freundſchaft mit ihm, und ruͤhmt unter andern eine bußfertige

kagdalena, eine heilige Familie, und Loth mit ſeinen Töchtern von dieſes Meiſtersand. Gentileſchi ſtarb zu Londen in einem Alter von 48. Jahren. Der Konig gabihm eine jährliche Beſoldung von 500. Pfund Sterling. Sein Bildniß zeigt die Plat-6%. Er hatte eine Tochter Artemiſia Gentileſchi, von welcher in der zweytenAbtheilung dieſes Bandes unter Nummer 126. ſchon gedacht worden, und welche umJahr 1630. zu Neapel arbeitete. Sie war ſtark in Bildniſſen, und malte auch

Pat Guido Reni Manier kleine hiſtoriſche Bilder. Ihr Bildniß ſteht auf derſelbenatte.

136. Adrian von Utrecht.

„ e Adrian von Utrecht wurde 1599. zu Antwerpen gebohren, fieng erſt ſpaͤt an10 Malerey auszuuͤben. 5 Er verftrlitze Stilleben; und war inſonderheit in Vorſtel-ung des Federviehes, der Pfauen und welſchen Huͤner ſtark. Man hat auch Blu-Renſtücke von ihm. In allen ſeinen Werken herſcht eine gluͤckliche Nachahmung derSour, eine leichte Behandlung, und ein friſches lebhaftes Kolorit. Der Koͤnig vonSbanien liebte die Arbeiten dieſes Meiſters, und ließ einen groſſen Theil ſeiner beſtenStücke auf kaufen. Auch bey vielen Hollaͤndern fanden ſeine Thier und Blumenſtuͤcke

pfall. Ob er gleich fleißig und ziemlich hurtig arbeitete, ſo konnte er doch kaum alleeſtellungen liefern, und ſahe ſich genoͤthiget, die Liebhaber oft viele Monate langernrten zu laſſen. Bey ſolchen Umſtaͤnden mußte er ſich nothwendig viel Vermögen

rwerben. Er ſtarb als ein reicher Mann in ſeiner Geburtsſtadt im Jahr 1651.

37. Die Bakareelen.

imme Die Familie der Bakareelen hat ſich von jeher der Kunſt befliſſen; Es waren

mer ein paar aus derſelben, die zu Rom ſtudirten, und von andern, wenn ſie nachHause reißten, abgeloͤſt wurden. Sie ſtammten aus Antwerpen, wo man vieleStücke von ihrer Arbeit ſieht. Sandrart hat deren ſieben oder acht zu Rom gekannt,alle gute Maler waren, aber auch alle luſtig lebten, und was ſie verdienten, wie-Erdufgehen lieſſen. Zwey Bruͤder haben ſich vornaͤmlich bekannt gemacht, ſie hieſſenmaldius und Wilheun Bakareel, jener ſtarb zu Rom, dieſer zu Antwerpen. Jenermalte Landſchaften, dieſer Figuren. Von ihren Geburts- und Sterbejahren findet ſicheinem Schriftſteller etwas zuverlaßiges.

138. Henrich Steenwyck.

Henrich Steenwyck war um das Jahr 1550. zu Steenwyck in Flandern ge-uhren. Sein Vater, ein mittelmäßiger Maler, der die Baukunſt und Perſpektivderbl verſtund, gab ihm den erſten Unterricht, und daher kam es vermuthlich, daß

er Sohn ſich beſonders auf die perſpektiviſche Vorſtellung des inwendigen der 8

PlatteF. F.