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Siebender Band.
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und verſchiednen andern Kuͤnſtlern. 299

ge Soldaten und Spielergeſellſchaften in lebensgroſſen Figuren bis auf den halbenLeib, wie Caravagio zu 5 5 pflegte, darinn man zwar den kräftigen Pinſel lobte,

5 5 zugleich die harte unliebliche Manier tadelte. Mit einem Wort Segers ſahedaß 7

wählte darauf die Mittelſtraſſe zwiſchen Rubens und Manfredi. So bald als man

. in S Gemädden merkte, fieng man an ſie hoͤher zu ſchaͤtzen.b wurde mit Arbeit uͤberhaͤuft, und gewann ein anſehliches Vermögen, davon erviele kauſend Gulden auf ſeine ſchoͤne Wohnung in Antwerpen verwandte. Die Ken-5 globen in Segers hiſtoriſchen Stuͤcken die ſchoͤne Zuſammenſetzung, das friſche leb-dafte Kolorit, und die kräftige Haltung. Der Aufenthalt in Rom hatte ihn in den5 and geſetzt richtig, und der Natur gemäß zu zeichnen. Einige beſchuldigten ihn,teabe zu viel gelb in ſeinen Bildern gebraucht, allein ſeine Werke zeigen das Gegen-

tee Segers unterhielte eine genaue Freundſchaft mit Rubens und van Dyck, ohnedie groſſen Künstler im derten bes Rufs halben zu beneiden. Nach Rubens

ode gieng er auf eine Zeitlang nach England. Bey den Jeſuiten in Antwerpen ſiehtdan eine schöne Errichtung des Kreuzes von ihm. Er malte aber auſſer den geiſtli-chen Altarſtuͤcken auch viele Spielergeſellſchaften nach des Caravagio Geſchmack; dahingehoͤrt eine Verleugnung des Apoſtels Petrus mit ſpielenden Soldaten, welche Bols-wert geſtochen: und ein paar dergleichen von Lauwers und Paullis geſtochen. Se-gers ſtarb 16 54. im 62. Jahre, und hinterließ einen Sohn, der ſein Schuͤler war, undnach der Zuruͤckkunft aus Italien ein guter Maler wurde.

142. Michael Janſon Mirevelt.

fen poche Janſon Mirevelt gehört unter die aͤlteſten, und zugleich unter die be⸗ Platte

orträtmaler der niederlaͤndiſchen Schule. Er wurde zu Delft im Jahr 1568.

110 ene. Als der Vater, ein bemittelter Goldſchmied, ſeine Neigung zum Zeichnen105 ſchickte er ihn zu den Kupferſtecher Hieronymus Wierinx. Im achten Jahrefertforak er alle Schreibmeiſter durch ſeine zierliche Hand, und im zwoͤlften war er ſoGag im Kupferſtechen, daß er einige ſelbſt verfertigte Blaͤtter, als Chriſtus bey deramariterin am Brunnen, herausgab.

in Ein groͤſſerer Hang zur Malerey bewog den Mirevelt den Grabſtichel mit demunge zu 8 in Montforts von Blockland Schule zu begeben. Un-5 dieſes Meiſters Anweiſung machte er einen geſchwinden Fortgang, nahm deſſen0 anier an, verließ aber die andern Arten der Malerey, als er anfieng alleinCarbeiten und ſchraͤnkte ſich, mehrern Gewinſts halben blos aufs Portraͤtmalen ein.

aa, Ruf verbreitete ſich in kurzer Zeit auswärts, und bewog König Carl I. ihn nachſchuld, O zu berufen. Allein die wahrend der Zeit zu London ausgebrochene Peſt warkemd, daß die Reise ins Stecken gerieth. Erzherzog Albert ließ ihn an ſeinen Hofren, gab ihm einen anſehnlichen Gehalt, und verſtattete ihm als einem Menno-

ſulen die Gewiſſens⸗Freyheit, ob gleich alle andere Religionen, auſſer der Katholi-wen, damals ſehr verfolgt wurden. Nach der Zeit wandte er ſich wieder nach Delft,dach, 1641. im 73. Jahre ſein Leben beſchloß.

er sie Mitevelts Köpfe ſind ſchoͤn, und ahnlich. In den Haaren und Baͤrten naͤhertHh dem e e ber arbeitete mit einer groſſen Hurtigkeit, und leichtenö Van Man ſagt, daß er uͤber 10000. Bildniſſe verfertigt habe, darunter viele von

0 b. men Standsperſonen waren, die ihm mit 150. und mehrern Gulden bezalt wur-

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iemliche 8 ö n ſeinem Tochtermann(oder nach demur genie del daftben ind weh ie dos Descamps

aß er, falls ſeine Stuͤcke Kaͤufer finden ſollten, die Manier aͤndern muͤſte. Er

6. C.