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und verſchiednen andern Kuͤnſtlern. 301

beobachtete er ein angenehmes Kolorit und eine kunſtmaͤſſige Haltung, nebſt der damiterbundnen Luftperſpektiv.

die„. Raveſtein war das Haupt von 48. Malern, Bildhauern, und Liebhabern,. ane Bittſchrift bey dem Magiſtrat im Haag uͤberreichten, um inskünftige nichter Innung der ſchlechten Schmierer und Maler vom Handwerke zu gehoͤren. Sie

nelten ihre Bitte, und trugen dadurch ein groſſes zur Aufnahme der Kunſt bey.Seneſtem ſtarb in einem hohen Alter, man weiß das eigentliche Jahr aber nicht.8 um Haag 1615. gebohrner Sohn, war ſein Schuͤler, und kam ihm zwar nichtgleich, verfertigte aber doch gute Bildniſſe. Weiler viel Vermoͤgen beſaß, ſo maltei aſt blos zum Vergnügen, und ſelten. In den Jahren 1661. und 62. waͤhlte mann zum Vorſteher der Malergeſellſchaft im Haag.

145. Palamedes Stevens.

ke Palamedes Stevens, den man unter dem Nahmen Palamedes am beſten05 iſt eigentlich ein gebohrner Englaͤnder. Sein Vater, ein kuͤnſtlicher DrechslerKe gat, Jaſpis und andern koſtbaren Steinen, wohnte zu Delft, und ward vonnig Jacob I. nach London berufen, wo er dieſen Sohn im Jahr 1607. erzeugte.9 ach der Zuruͤckkunft in Delft ſahe der junge Palamedes einige Gemaͤlde von Eſaiasider Velde, welche ihm Luſt zur Malerey machten. Er verſuchte es, und es giengut von ſtatten. Ohne eines beſondern Unterrichts von einem gewiſſen Meiſter zuWueſſen brachte er es durch eignen Fleiß, und unermuͤdetes Studiren nach van derö lde dahin, daß er deſſen Manier genau nachahmte, und von Kennern Beyfall er-lelt. Inzwiſchen waͤhlte er andre Gegenſtaͤnde, als van der Velde, und verfertigtechlachten, Scharmuͤtzel von leichten Truppen, Maͤrſche, Halten von Armeen, undergleichen kriegeriſche Scenen, worinn man natuͤrliche und abwechſelnde Stellungen,

Ake Wirkungen des Lichts bey dem Dampfe und Rauch beobachtete.

re. J. Man bedauert mit Recht, daß dieſer junge Kuͤnſtler bereits 1638. im 31. Jah-che Mer die groͤßte Hofnung von ſich gab, aus der Welt muſte. Er war ſehr be-

eiden, und ſagte oft, er wolle nun erſt anfangen das Malen zu lernen. Sein aͤlterernie er Anton Stevens, war kein ungeſchickter Kuͤnſtler, und machte ſich durch Bild-160 und Converſationsſtuͤcke bekannt. Man waͤhlte ihn 1636. zum Mitgliede, und3. zum Vorſteher der Malergeſellſchaft in Oelft.

146. Cornelius Schutt.

Ein Meiſter wie Schutt hat wohl verdienet, daß wir etwas weitlaͤuftig von ihmvoden. Cornelius Schutt war gegen das Ende des sechzehnten Jahrhunderts zu Antwer-

2 gebohren. Er bildete ſich in der Schule des groſſen Rubens, und hatte GelegenheitAker ei

tigen Aner ſo guten Anfuͤhrung ſein ſchoͤnes Genie zu entwickeln. Er war zu weitlaͤuf-

gen Zuſammenſetzungen aufgelegt: Man ſieht in ſeinen Werken ein poetiſches Feuer

and eine Ad Annen— Allegorie. Er hat auch ſelbſt einige gluͤckliche Ver-

gibt in der Dichtkunſt gemacht. Einen Beweis ſeiner Starke in der Zuſammenſetzung

fert ie Kuppel der Frauenkirche zu Antwerpen, und verſchiedne Bilder, ſowohl in die-r als andern Kirchen.

Van Dyck, ſein ehemaliger Mitſchuͤler, malte ihn aus Achtung ab, um ſein

ß der See 5. 8 9 1 5 1 een inJeſuit, brauchte unſern Kuͤnſtle en,

zu laſſen. Daniel Segers, der Jeſuit, 2 Figlten

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