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Siebender Band.
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302 Rap. 17. Von Daniel und peter Soriau, und andern Vuͤnſtlern.

Figuren von einerley Farbe als ein Basrelief gemalt, um das inwendige ſeiner Blumenkraͤnze damit auszuzieren. Wenn man Schutts Verdienſte ſonſt nicht kennte/ ſo könnteman ſchon dadurch vortheilhafte Begriffe davon bekommen, daß er zu einer Zeit, da dbens, van Dyck, und ſo viel andre groſſe Meiſter in den Niederlanden lebten, gleichtwegebraucht wurde. Inzwiſchen iſt nicht zu laͤugnen, daß der gar zu weit ausgebreiteleRuf des Rubens ihm einigermaſſen geſchadet, und weniger Arbeit verſchaft hat. Diesverurſachte daß er aus Neid von ſeinem ehemaligen Meiſter uͤbel redete, wie ſelbigeres aber erfuhr, ſuchte er Schutts Freundſchaft wieder zu gewinnen, und ließ ſeineganze Rache darinne beſtehen, daß er ihm Arbeit verſchafte.

Vielleicht hatte ſich Schutt den Mangel der Beſchaftigung auch einigermaſſenſelbſt zuzuſchreiben: denn bey ſeinem feurigen und an Erfindung reichem Genie, ver-nachlaͤſſigte er die Natur, die Zeichnung ward dadurch etwas unrichtig, und maniert,und das Kolorit fiel oft zu ſehr ins graue. Die groſſen Meiſter die nach Rubens ge-ſtochen, haben auch einige ſchoͤne Blätter nach Schutt ans Licht gegeben. Man haauch einige von Schutt ſelbſt nach ſeinen eignen Erfindungen radirte Blaͤtter, zumExempel den heiligen Laurentius auf dem Roſte.

Das Jahr, wenn Schutt geſtorben, iſt ungewiß. Man muß ihn nicht mitſeinem Vetter Cornelius Schutt verwechſeln, der hauptſaͤchlich ein ſtarker Portral-maler war. Er gieng nach Spanien, ſtund daſelbſt mit Murillo in genauer Verbin,dung 0 and ſtarb als Vorſteher der Zeichenſchule zu Sevilla in hohem Alter im Jah

1070.

Als einen Anhang dieſes Kapitels fuͤhren wir noch ein paar Kuͤnſtler an, vondenen wir uns bemuͤhen wollen einige Nachricht zu geben.Franz Peter Grebber,(und nicht wie einige ſchreiben, Grob), war ausHarlem, und ein Schuler von Jakob Savery, des Rolant Savery Bruder. Elegte ſich aufs Landſchaftmalen in des Meiſters Manier, und brachte es ziemlich weildarinne. Es fehlt uns an Nachrichten von dieſem Kuͤnſtler, wir wiſſen nur daß er!das Jahr 1600. einen Sohn erzeugt hat, der ſeinen Nahmen verdunkelt, unPeter hieß. Peter lernte bey ſeinem Vater und Heinrich Golzius, und wurde ein beruͤhmter Hiſtorienmaler, der aber auch Bildniſſe verfertigte. Einige 1muthen aus ſeinen edlen Zuſammenſetzungen, und der ſchoͤnen Manier, daß er in Romgeweſen. Seine Arbeit ward ſehr geſucht. Man trift verſchiednes von ihm in Harleieund in Privatſammlungen an. Das Jahr ſeines Todes iſt unbekannt; er hinterlieaber einen Sohn Franz Grebber, der bey ihm und Roland Savery lernte, und nvan Mander Bildniſſe und Geſchichte malte.

Bernhard und Paul von Sommer, waren ein paar Bruͤder, aus Antwerpen gebürtig. Bernhard gieng nach Italien, heyrathete die Tochter des Arnold Mytel.der ſich in Neapel niedergelaſſen hatte, und ſetzte ſich nach der Zuruͤekkunft mit derſelben in Amſterdam. Bernhard verfertigte kleine Stücke von eigner Erfindunghauptſächlich aber Bildniſſe. In eben dieſer Art der Malerey that ſich auch ſeiBruder Paul hervor. Sie ſtunden beyde in gleichem Anſehen, und lebten gane

in groſſer Einigkeit und Freundschaft, ob ſie gleich bende Bildniſſe malten, un9370 5 einerley Handwerke waren. Andre Umſtaͤnde von ihrem Leben ſindekannt.

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gart